Einfach mal ’ne Auszeit nehmen!

Als mich der Wecker meines Smartphones um halb sieben ans Aufstehen erinnert, klettere ich schlaftrunken aus meinem Schlafsack. Mit einer Milchkanne in der Hand und ohne Frühstück im Bauch, trotte ich kurz darauf mit meinen Wwoofing-Kollegen durch eine viel zu hohe norwegische Wiese und ärgere mich, die mir angebotenen Gummistiefel ausgeschlagen zu haben. In meinen klatschnassen Sneakern steige ich – immer noch im Halbschlaf – über einen Stacheldrahtzaun, als mir eines der Wwoofing-Mädels zuflüstert: „Wenn er auf dich zukommt, läufst du ihm laut brüllend entgegen!“

Ich kann ihr nicht ganz folgen und noch während ich versuche mir die tiefere Bedeutung ihrer Aussage bewusst zu machen, passieren wir eine Hecke hinter der mir der buchstäbliche Tod aus unsäglich großen Nüstern seine Meinung über mich direkt ins Gesicht schnaubt. Auge in Auge stehe ich einem der größten Bullen gegenüber, den Südnorwegen je gesehen haben muss. Ich weiß noch wie ich dachte: „Der ist doch 100Pro gedopt!“, bevor ich Schutz hinter meinem Milchkännchen suchte.

Agentur-Alltag vs. Blick über den Tellerrand

Meine Gedanken schweifen ab. Zurück zu meinem gut 2000 Kilometer weiter südlich gelegenen Wohnsitz. In wenigen Minuten wird vermutlich Jutta die Tür zu unserer Agentur aufschließen. Gefolgt von weiteren Mitarbeitern die ihre Plätze als Art Designer, Webworker, Social-Media- oder SEO-Experten einnehmen. Ich überlege kurz, ob ich mich im Angesicht des Bullen jetzt lieber einem bevorstehenden Kundentermin, einer TYPO3-Schulung oder meiner To-do-Liste für Projekt XYZ zuwenden würde, gelange gedanklich aber zu einem klaren Nein. Zuerst will ich wissen was der Bulle davon hält, wenn wir uns an sein Mädchen ranmachen.

Auszeit nehmen vom Job! Oder: Familie geht vor.

2013 rangen wir uns endlich dazu durch, einen längeren Auslandsaufenthalt in Angriff zu nehmen. Ein altes Wohnmobil kaufen und kreuz und quer durch Skandinavien reisen. Unser Ältester sollte im darauffolgenden Jahr eingeschult werden, was längere Vorhaben wie dieses für die nächsten Jahre zwar nicht unmöglich, aber dennoch unwegsam machen würde. Zwar ließen finanzielle Engpässe den Traum vom Wohnmobil schnell platzen, aber das tat der Sache keinen Abbruch. Wir entdeckten das Wwoofing-Konzept für uns und so pendelten wir in perfekter Work-and-Travel-Manier von einer Farm zur nächsten (Wwoof = World-Wide Opportunities on Organic Farms | weitere Infos auf www.wwoof.net).

Selten hat mir eine Entscheidung so viel Mut abverlangt, wie die zu meinen Vorgesetzten zu gehen und sie darüber zu informieren, dass ich mir eine längere Auszeit nehmen möchte. Sich rar zu machen, kann in kleineren Betrieben echte Löcher reißen, die ohne weiteres auch nicht akut durch eine Ersatzkraft überbrückt werden können. Die Last verteilt sich daher meist auf die verbleibenden Mitarbeiter, weshalb eine verhaltene Reaktion seitens der Geschäftsführung hinsichtlich derart außergewöhnlicher Anfragen durchaus nachvollziehbar ist. Doch das Gefühl die Batterien mal wieder aufladen zu müssen und Abstand zu bestimmten Projekten zu gewinnen gewann zunehmend an Priorität. Außerdem sollte unser familiäres Bedürfnis einen positiven und stärkenden Effekt auf unser Zusammensein als Familie haben und ein gut funktionierendes privates Umfeld ist für mich Grundvoraussetzung für gute Leistungen am Arbeitsplatz.

Hinterm Horizont…

Also hieß es irgendwann tatsächlich: Auszeit nehmen! Wir fuhren los, gespannt auf die Ereignisse die da oben auf uns warten würden. Während unseres Wwoofing-Projekts ernteten wir Unmengen an Kräutern, machten Holz, bauten eine Carport-Auffahrt, schlachteten Schafe, bauten Zäune, lernten sehr viel über nachhaltige und alternative Lebenskonzepte und knüpften Kontakte, die noch heute von Bestand sind. Natürlich konnte ich keine dieser gewonnenen Erkenntnisse in irgendeiner Form unmittelbar in meinen Arbeitsalltag implementieren. Aber diese Auszeit hatte auch nicht das Ziel einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme, vielmehr ging es um eine persönliche Horizonterweiterung unter Berücksichtigung meiner akuten Bedürfnisse. Diese eigene Achtsamkeit mir gegenüber führte zu einer neuen und gesteigerten Motivation für meinen Job. Voller Tatendrang kehrte ich zurück und stürzte mich energiegeladen auf alte wie neue Projekte. Ich konnte konsequent und effizient meinen Arbeiten nachgehen und so meinen Arbeitgebern das zurückgeben, was sie mir an Freiraum ermöglicht hatten.

Nachwort an die Arbeitnehmer

Ich kenne Workaholics die über Jahre hinweg so gut wie keinen Urlaubstag in Anspruch nehmen, anscheinend aber auch nicht das Bedürfnis oder den Drang nach einer Auszeit verspüren. Daher kann man sicher nicht pauschalisieren und behaupten, dass Auszeit nehmen vom Job das Beste für jeden Angestellten ist. Sollte es dir aber ein Herzensanliegen sein und du das Gefühl haben, dass du im Sinne deines eigenen Wohlbefindens dringend Abstand vom Arbeitsalltag benötigst, dann geh das Thema an. Suche das Gespräch mit deinen Vorgesetzten und lote Möglichkeiten zur Umsetzung aus. Vielleicht sparst du vorab ein wenig Geld, mit denen du eine unbezahlte Auszeit finanzieren kannst. Eventuell ist in deinem Arbeitsumfeld aber auch ein Sabbatical möglich oder dir stehen noch ein paar Monate Elternzeit zu, die du hierfür einsetzen kannst.

Nachwort an die Arbeitgeber

Die Auszeit eines Mitarbeiters kann sich im ersten Moment als nicht sehr lukrativ darstellen. Doch der aus der Auszeit zurückkehrende Angestellte ist sicherlich ein Gewinn für Unternehmen, Kunden und Kollegen. Überlegen Sie, inwiefern sich das Ermöglichen von Auszeiten effektiv auf Ihre unternehmerischen Ziele auswirken kann. Gesunde und leistungsfähige Teamplayer werden das Ergebnis sein. Weniger unplanmäßige Ausfälle durch Fehltage. Eine höhere Bereitschaft zu Höchstleistungen in Stoßzeiten, usw.

Vielleicht gehen Sie sogar einen Schritt weiter und räumen Auszeiten nicht nur grundsätzlich ein, sondern fordern Ihre Mitarbeiter regelrecht dazu auf, in regelmäßigen Zyklen Abstand für einen bestimmten Zeitraum vom Unternehmen zu gewinnen. Eine konzeptionelle und rechtzeitige Herangehensweise an diese Thematik sorgt für geplante und kompensierbare Auszeiten. Teilen Sie Ihren Angestellten mit, dass Sie die Vorhaben und Bedürfnisse Ihrer Kollegen kennenlernen und unterstützen wollen. Dadurch sorgen Sie für klare Verhältnisse unter den Mitarbeitern und beugen schlechtem Gerede und Mobbing-Versuchen vor.

Echtblog #3 – Über Katzen und Advertorials

Seit gestern leben wir also zu siebt in der alten Schule. 5 Leute, 2 Katzen. Genauer gesagt: Kater. Das witzige daran: Mamadenkt ist immer noch die einzige Frau im Haushalt. Keine Ahnung ob und wie wir das mal ändern könnten… 😉

Es ist echt witzig mit den beiden Katern. Sie sind noch sehr klein, verspielt aber auch noch sehr ängstlich. Wenn es ihnen tagsüber zu bunt mit unseren Jungs wird, verschwinden sie oben auf dem Speicher und lassen sich erstmal nicht mehr blicken. Aber jetzt sitzen wir hier (22:10 Uhr) und sie leisten uns im Wohnzimmer beim Blogartikelschreiben und Katalog wälzen Gesellschaft.

Warum schafft man sich Katzen an?

Zu unserer alten Schule gehört ein riesiges Grundstück, das wir uns nur sehr langsam, nach und nach und unseren Kräften entsprechend zurückerobern. Auch mit alten Schuppen und runtergekommenen Unterständen, in denen die Vorbesitzer diversen Krempel aufbewahrt hatten. Teilweise haben wir uns dieser alten Gebäude bereits entledigt und/oder versuchen sie neu aufzubauen. Zwar lebt in unserem Garten eine bunte Vogelvielfalt, aber uns sind eben auch schon andere Kreaturen über die Füße gesprungen, die man vielleicht nicht unbedingt in Hausnähe haben will. (Blaue, beharrte Riesen-Monster und grüne Glibberkugeln mit Zyklopaugen…).

Außerdem finden es die übrigen Katzen aus dem Ort ganz toll sich in unserem Garten breitzumachen und alles vollzu… ihr wisst schon. Daher hoffen wir, dass zwei mutige Kater hier ein wenig für Recht und Ordnung sorgen und den Durchgangsverkehr auf die öffentlichen Toiletten zwei Wiesen weiter deligieren werden. Außerdem ist es uns wichtig, dass unsere Kinder im Heranwachsen daran gewöhnt sind Tiere um sich zu haben und einen freundlichen und guten Umgang mit ihnen kennenzulernen.

Advertorial-Angebote und das liebe Geld

Seit einigen Tagen liegt eine Advertorial-Anfrage in meinem Posteingang. Ja, ich würde mein Bloggen sehr gerne mehr monetarisiert wissen. Für mich hat das Bloggen, obwohl es eigentlich eine große Leidenschaft ist, einen sehr niedrigen Stellenwert. Erst muss die Familie finanziert und versorgt werden. Alle anderen Ansprüche müssen sich hinten anstellen und kommen daher oft zu kurz (oder eben gar nicht). Gäbe es für mich als kleinen Blogger die Möglichkeit ein gewisses Income zu erzielen, würde das Bloggen in der Prioritätenliste – aufgrund dieser finanziellen Förderung – sofort nach oben rutschen.

Daher habe ich grundsätzlich kein Problem mit dem Einblenden von Werbebannern, bezahlten Anzeigen oder Produkttests, usw. Ich bin schon lange bei blogfoster.com und seedingup.de registriert, habe (boa, es stinkt so dermaßen wenn Katzen das Katzenklo nicht treffen…) hierüber aber bislang noch keine Blogpost-Aufträge erhalten. Vor einigen Tagen hat mich nun diese Advertorial-Anfrage über seedingup erreicht. 34,- EUR für einen bereits geschriebenen Text mit bereitgestelltem Bildmaterial und Vorgabe-Backlinks. Nicht viel, aber leicht verdientes Geld für maximal eine halbe Stunde Arbeit.

Trotzdem habe ich vorhin den Ablehnen-Button zur Buchungsanfrage geklickt und auf eine Veröffentlichung verzichtet. Wenn ich mich schon auf Anzeigen einlasse, dann habe ich auch den Anspruch authentisch zu sein. Die Aktion für vireo.de bspw. (Shiftphone Test) wollte ich unbedingt machen. Ich hätte den Artikel auch ohne Aufwandsentschädigung geschrieben, war dann aber doch froh, dass ich den Onlineshop zu einem kleinen Obolus überreden konnte.

Nature One

Wir wohnen in unmittelbarer Nähe zum Nature One-Gelände. Wie auch an diesem Wochenende ist es Jahr für Jahr ein Highlight mitzuerleben, wie zigtausende die Gegend bevölkern und die kleine Burgstadt (Kastellaun) mit so viel Großstadt-Flair beleben.

Was war heute/gestern minimalistisch/nachhaltig?

Ich habe an beiden Tagen auf ein warmes Mittag- bzw. Abendessen verzichtet und mich über ein belegtes Brötchen zu Mittag und Müsli zum Abend gefreut.

Echtblog #2 – Frikadellen statt Quarkbrötchen

22:00 Uhr. Schnell noch ein kurzer ‚Tagebucheintrag‘ und dann: Abschalten. Ein ähnlicher Tag wie gestern. Meine Frau brach um halb neun zur Arbeit auf und wir standen ohne Brot und Brötchen da. Weil ich mich dagegen wehrte einkaufen zu fahren, gab sie mir noch schnell den Tipp Quarkbrötchen zu backen. Nicht, dass ich das nicht schon mal gemacht hätte, aber diesmal wollte es nicht so recht klappen. Entweder war es das zu vollkörnige Schwedenmehl, zu wenig Backpulver oder die fehlende Brise Salz. Die Quarkies kamen nach 20 Minuten gut geröstet aus dem Ofen, rochen auch super, aber waren innen noch total roh (siehe Bild). Wieder in den Ofen, abwarten, rausholen, aufschneiden, roh. Wieder in den Ofen, abwarten, rausholen, aufschneiden, immer noch roh. Es gab dann kurzerhand Müsli zum Frühstück.

Hygge und Katzen

Wie im Tagebucheintrag gestern zu lesen, haben wir gestern eine große Aufräum- und Wegsortieraktion gestartet. Mit dem Ergebnis, dass selbst die Frau nach ihrer Rückkehr von der Arbeit (23:30 Uhr) zumindest ein bisschen angetan war. Heute ging es darum Vorbereitungen für zwei junge Kater zu treffen, die wir – wenn alles nach Plan läuft – morgen zu uns holen werden. Ein kleines Räumchen sollte dafür hergerichtet werden. Dem Raum fehlte allerdings ein Türblatt. Also habe ich kurzerhand an anderer Stelle eine ausgehoben, neue Scharniere in den Rahmen gedreht und die Tür eingehangen… Eigentlich uninteressant. Anderes Thema.

Eine kleine Konsumkatastrophe

Im Nachbarstädtchen hatte ein Spielzeugladen vor kurzem renoviert. Vom Ergebnis mussten wir Männer uns heute dringend mal überzeugen. K1 schleppte sein Taschengeld mit und entschied sich nach langem Hin und Her für einen Lego-Einkauf. (Wir oktroyieren unseren Minimalismus nicht unseren Kindern auf.) Zuhause wurde das kleine Raumschiff in kürzester Zeit aufgebaut und dann gab es plötzlich ganz viel Frust und Traurigkeit darüber, dass nun wieder ganz lange gespart werden musste, um den Lego-Ninjago-Bestand ergänzen zu können. Konsum macht glücklich, aber nur für einen relativ kurzen Moment. Nach dem Konsum ist vor dem Konsum.

Deutschland gegen Portugal

Zum Abendessen war die Frau wieder zurück. Wir drehten mit den Kids eine kurze Dorfspielplatzkontrollrunde bei der K1, K2 und ich auf dem Bolzplatz hängenblieben. K3 wollte auch, verließ aber unter Protest den Platz, als K2 ihm den sauber zurechtgelegten Ball wegschoss. Zu dritt spielten wir Deutschland gegen Portugal. Deutschland gewann das Spiel mit 5:3.

Niemalsland von Neil Gaiman

Als die drei wilden Kerle bettfertig waren machte ich mich (etwa gegen 21:00 Uhr) auf, um noch ein paar Sachen einzukaufen. Unterwegs hörte ich die letzten Minuten von Neil Gaimans Niemalsland. Es war mein erster Neil Gaiman-Roman. Ich hatte damals Whatever happend to the Caped Crusader (Batman-Comic von Gaiman) gelesen und wollte mir noch mal ein anderes Bild von dem Autor machen. Ich denke, dass in nächster Zeit kein Gaiman anstehen wird. Schade, weil eigentlich wollte ich die Serie American Gods schauen, zuvor aber Gaimans Romanvorlage lesen, aber da wird wohl nix draus.

Niemalsland ist zwar eine nette Geschichte, aber ich habe, im Gegensatz zu anderen Fantasy-Romanen, sehr lange gebraucht, um in die Story reinzukommen. Vieles ist sehr abgedreht und meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar genug umschrieben. Phantasie und Vorstellungskraft kamen bei mir einfach nicht so recht in die Gänge. Geschrieben ist es hingegen wirklich sehr gut. Die witzig anmutenden Stellen sind auch tatsächlich zu belächeln, die Brutalität habe ich allerdings als etwas überzogen empfunden. Der Vorleser Stefan Kaminski zählt zu den besten Lesern, die ich je gehört habe.

Was war heute minimalistisch: Weder Tür noch Scharniere für das Räumchen neu eingekauft, sondern den vorhandenen Bestand sinnvoll eingesetzt zu haben.

Was war heute nachhaltig: Das Spielzeuggeschäft befindet sich direkt neben einem FastFood-Restaurant, auf dessem Emblem ein goldener Springbrunnen zu erkennen ist. Wir waren zu viert. Zwei wollten hin, die anderen nach Hause. Wir sind nach Hause gefahren und haben dort dann lecker Mittag gegessen.

Tagebucheintrag Ende (22:38).

Echtblog #1

Kürzlich wurde mir noch mal bewusst, dass Blogs in ihrer ursprünglichen Form eigentlich nichts weiter als Onlinetagebücher gewesen sind. Natürlich gilt das auch heute noch. Wenngleich mittlerweile viele Blogs sehr themenspezifisch sind und mit Tagebüchern nur noch relativ wenig gemein haben. Manche Blogs sind zu großen Internetportalen herangewachsen, andere sind weit verbreitete Online-Magazine, Tutorial-Plattformen, Unternehmens-Blogs, usw. Mir ist aufgefallen, dass das SchaumImOhr-Blog ebenfalls kaum Tagebuch-Charakter hat. Daher starte ich die Kategorie Echtblog und nutze den August 2017 um einfach mal möglichst viele Tagebucheinträge zu hinterlassen. Ganz ohne SEO-Strategie und Hintergedanken zu den Themen Reichweite und Trafficgewinn 😉

Steuererklärung

Der Tag startete mit der Steuererklärung. Nicht etwa heute morgen, sondern bereits gestern abend. Um kurz vor 1:00 Uhr konnte ich die Erklärung online an das Finanzamt übermitteln und anschließend war erstmal schlafen angesagt. (Womit ich meine Steuererklärung mache? Verrate ich in den Kommentaren, wenn ihr mich fragt! 😉 )

4 Abrissbirnen

Der Wecker klingelte um 7:00 Uhr. Mamadenkt und ich ließen die Jungs schlafen und schlichen uns an den Frühstückstisch. Toll manchmal, diese Ferien 😉 Um 8:30 Uhr fuhr sie schließlich zur Arbeit und ich sah mich drei frech grinsenden Jungs gegenüber in deren Augen geschrieben schien: „Und was reißen wir heute ab?“ Ja, heute war einer dieser Tage…

Männersache

Wieder Frühstück, dann spielen, dann hoch in die erste Etage. Gestern meinte die liebe Frau bekümmert, es sei hier überhaupt nicht mehr richtig hygge. Überall stünde Krempel herum. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und zu viert starteten wir eine Riesenaufräumaktion ganz genauso, wie Männer das eben machen: Erstmal ein bisschen Fernsehen. (Bei Gewitter und strömendem Regen ein echter Genuss! Was wir gesehen haben? Verrate ich in den… ihr wisst Bescheid!)

Dann ging es los. K1 bekam ein neues Zimmer. Sehr klein. Und da er alles andere als minimalistisch veranlagt ist, eine echte Herausforderung für ihn. Aber er war super happy und ist stolz drauf, als erster von uns Fünfen ein eigenes Zimmer bewohnen zu können.

Das führte dazu, dass K2 sich sofort den ehemaligen Schlafplatz von K1 (oben im Hochbett) unter den Nagel riss und K3 sich seine Höhle im ehemaligen Schlafplatz von K2 (unterm Hochbett) einrichtete. Ja, und das war dann der Auszug von K3 aus dem Elternschlafzimmer… ;-(

Neue Lichtverhältnisse

Die ganze Güterverteilung sorgte jedenfalls für neue Strukturen, mehr Überblick und geordnete Verhältnisse. Ganz gewiss schon deutlich mehr hygge, als noch am Vortag. Und natürlich passte es dann wie die Faust aufs Auge, dass nachmittags der benachbarte Fensterspezialist an der Tür klingelte und die bestellten Plissees vorbeibrachte. Der neue blaue Rollo sorgt im Zimmer von K1 für ganz tolles Licht und nackt durchs Bad krabbeln müssen wir nach Einbruch der Dunkelheit nun auch nicht mehr.

Keller unter Wasser

Unsere zwei großen freuten sich schon tierisch darauf, nachmittags unsere Nachbarin besuchen zu können. Nach unserem Schwedenurlaub das erste Mal. Da sollte es eine Menge Redebedarf geben. Derweil besichtigten K3 und ich den Keller und stellten fest, dass durch das Unwetter der letzten Nacht irgendwo Wasser eingedrungen war. Kamin, Fenster, ich konnte die Stelle nicht auf anhieb bestimmen und stellte vorsichtshalber erstmal den Luftentfeuchter auf.

Dann nahmen wir uns noch mal die erste Etage vor, sorgten für den letzten Schliff – mit anschließendem Fernsehen – und holten die zwei großen zurück nach Hause. Abendessen, ein wenig in der neuen Ordnung spielen (1. Etage) und schließlich ins Bett. Erst K3 (das ging schnell), dann K2 und K1 (das… ging nicht so schnell). Jetzt sitze ich hier, 21:15 Uhr und schreibe diesen Artikel. Eine Stunde wird es mindestens noch dauern, bis die bessere Hälfte von der Arbeit kommt. Die große Frage, wie sie auf die vielen Veränderungen reagiert hat, beantworte ich im nächsten Echtblog-Post.

Auf mich wartet noch ein Rest Eis im Eisschrank. Dabei werde ich in eine neue Folge reinschauen. Ich schwanke noch zwischen House of Cards, Dexter oder Vikings… Tip?

Was war heute minimalistisch?

Das viele Aussortieren und neu ordnen!

Was war heute nachhaltig?

Das wir uns heute ausschließlich zuhause beschäftigen konnten und den Diesel-Bulli nicht hin- und herbewegen mussten.

Diagnose: Psychovegetative Erschöpfung

psychovegetative erschoepfungSeit etwa einem Jahr sehe ich mich mit der Diagnose ‚Psychovegetative Erschöpfung‘ konfrontiert. Wobei die Dinge streng genommen schon sehr viel früher ihren Lauf nahmen. Doch wie es meistens so ist, habe ich diverse Anzeichen über Monate und Jahre geflissentlich ignoriert, bis der Körper schließlich die Reißleine zog. Also fand ich mich in unserem Badezimmer wieder. Ich vermutete eine Unverträglichkeit hinsichtlich der Pizza vom Vorabend und nach mehreren Stunden auf der Toilette verließen mich langsam aber sicher die Kräfte.

Ich hatte so eine Ahnung, dass mein Körper jeden Moment den Geist aufgeben würde und bat meine Frau um Beistand. Kaum war sie da, durchfuhr meine Gliedmaßen ein immer stärker werdendes Kribbeln. Ich weiß noch dass ich versuchte das Gefühl irgendwie einzuordnen und dachte, so fühlt es sich also an, wenn dir jemand Überbrückungskabel an Füße bzw. Hände klemmt und langsam die Voltzahl hochdreht. Doch was sich heute beinahe leicht erzählen lässt, war damals alles andere als amüsant.

Das Rauschen in Armen und Beinen wurde stärker, bis schließlich eine Taubheit von mir Besitz ergriff, die mir jede Kontrolle über meinen Körper nahm. Ich schaute auf meine in Pfötchenhaltung verkrampften Hände und konnte sie einfach nicht mehr bewegen. Panisch stellte ich fest, dass sich das seltsame Kribbeln auch in meinem Kopf breitmachte. Das soll es also gewesen sein, dachte ich. So fühlen sich Schlaganfall oder Herzinfarkt an. Gleich fällst du um und das mit Mitte dreißig. Ich hyperventilierte. Meine Frau, die mittlerweile den Notarzt verständigt hatte, weinte und versuchte mich zu beruhigen. Erst als mich die Sanitäter die Treppe runtertrugen und ins Krankenhaus brachten, fuhr mein Körper langsam wieder zurück, in einen annehmbaren Modus.

Erstmal einfach nur krank!

Ich litt bereits seit Jahren unter sporadisch auftretenden Magen-Darm-Krämpfen und reimte mir irgendwann eine Laktoseintoleranz zusammen. Der Verzicht auf Laktose-Produkte schien die Problematik zu beheben oder zumindest deutlich zu reduzieren und somit konnte ich mich vor weiteren Untersuchungen vorerst drücken. Hiervon überzeugte ich auch die Ärzte im Krankenhaus. Ich erzählte ihnen von der Vorabendpizza, dass ich hiermit schon seit längerem zu kämpfen hätte, versprach zu Testzwecken auf einen Laktose-Cocktail vorbeizukommen und sie ließen mich wieder gehen.

Einen Tag später fand ich mich wie gewohnt auf der Arbeit ein. Am Wochenende drauf allerdings, erneut im Krankenhaus. Mit dem Gefühl entweder total neben mir zu stehen oder jeden Moment umkippen zu müssen, wurde ich an meine Hausärztin verwiesen, die mich prompt aufgrund eines Magen-Darm-Infektes krankschrieb.

Ich ruhte mich aus, ließ die Woche vorüberziehen und stellte mich erneut dem Alltag. Doch irgendwie wollte nichts mehr so richtig funktionieren. Treppensteigen, nur um das Stockwerk zu wechseln, wurde zu einem Gewaltak,t nach dem ich mir erstmal eine halbe Stunde Schlaf gönnen konnte. Bei fortgeschritteneren körperlichen Anstrengungen wurde mir schwindelig und schwarz vor Augen. Meine Stimmung sank mit jeder Anforderung, mit jedem ‚Muss‘ immer tiefer in den Keller. Nicht zu wissen was da überhaupt mit mir passierte, nahm sie mir jede Orientierung und ließ mich zunehmend verzweifeln.

Also schrieb ich meine Therapeutin an, die ich vor einigen Jahren in einer anderen Sache konsultiert hatte und bat um einen Termin. Und dann kam langsam Licht ins Dunkel.

Burn-Out statt Kreislaufkollaps

„Herr Suhre, Sie sind erschöpft! Drei kleine Kinder, die Sanierung eines Altbaus und eine 32-Stunden-Woche? Das geht an niemandem spurlos vorüber! Vor allem dann nicht, wenn man (wie Sie!) in all diesen Dingen zu wenig auf sich achtet. Was Sie da hatten war eine handfeste Panikattacke. Durch Unachtsamkeit haben Sie die Tür zur Panik geöffnet und nun heißt es diese Tür wieder zu schließen. Und ihre langjährigen Magen-Darm-Beschwerden sind sicherlich ebenfalls psychosomatisch begründet.“

„Aha! Was kann ich tun?“

„Sie brauchen eine Pause. Wenn ich Sie mit der Diagnose Erschöpfung zum Hausarzt schicke, schreibt Sie dieser für mindestens 14 Tage krank.“

Die Hausärztin schlug mindestens 3 Wochen vor, doch ich handelte sie auf 14 Tage runter. „Eine so lange Auszeit um wieder in die Spur zu kommen braucht kein Mensch.“ Aus den 14 Tagen wurden 3 Monate, mit anschließender zweimonatiger Wiedereingliederung, in der ich langsam die Stundenanzahl erhöhte, bis ich mich auf dem Volumen einer halben Stelle befand, die ich bis heute halte.

Psychovegetative Erschöpfung als Neuanfang

Ich zitiere aus dem Disney/Pixar-Film Cars.

Lightning McQueen (im Gespräch mit Miss Sally): „Ich versteh das schon. Du musstest einfach mal ne Auszeit nehmen und deine Batterie wieder aufladen. Aber wieso bist du nach ’ner Zeit nicht wieder in dein altes Leben zurück?“

Ich erinnere mich, dass ich eine ähnliche Frage vor einigen Wochen auch meiner Therapeutin stellte. „Auch wenn es mir inzwischen deutlich besser geht, überkommen mich nach wie vor ab und an Phasen körperlicher und mentaler Erschöpfung. Wann kann ich endlich wieder in den Zustand vor diesem ganzen Schlamassel zurück? Wieso kann ich nicht längst schon wieder die Energie aufbringen, die mir vor alledem zur Verfügung stand?“

Das tolle an der Herangehensweise meiner Therapeutin ist, dass sie mir hilft Fragen wie diese selbst zu beantworten. Das Ungleichgewicht meiner bisherigen Lebensweise hat mich erst in diesen Schlamassel geführt. Es ist wichtig nicht zurück, sondern nach vorne zu schauen und sich ein neues Gleichgewicht zu erarbeiten. Das ist ein anstrengender und langwieriger Prozess, der von Höhen und Tiefen geprägt ist und der Ausdauer und Geduld erfordert.

Eine Umstellung der Lebensumstände ist oft nicht leicht und geschieht nicht von Heute auf Morgen. Lasse ich aber das vergangene Jahr Revue passieren, dann sehe ich die vielen positiven Ergebnisse der Veränderungen, die ich oder wir als Paar und Eltern durchgeführt haben. Tage, an denen ich so richtig in den Seilen hänge, gibt es nach wie vor, aber sie werden immer seltener. Außerdem kann ich sie einordnen und weiß mit ihnen umzugehen. Der Prozess der Umstrukturierung kann auch Spaß machen und ich bin gespannt auf die Veränderungen, die uns noch bevor stehen.

Nachwort

Unterhalte ich mich über dieses Thema mit anderen Leuten, dann erfahre ich oft, dass entweder mein Gesprächspartner selbst oder eine Person aus seinem unmittelbaren Umfeld ebenfalls mit der Thematik vertraut ist. Von Hörensagen weiß ich, dass die Anzahl der an Burn-Out erkrankten Mitarbeiter in großen deutschen Konzernen jährlich Kosten in Millionenhöhe verursachen und stellt man weitere Recherchen an, dann wird man Deutschland als eines der Länder mit den meisten Burn-Out-Erkrankungen relativ weit oben in den Bestenlisten finden.

Zum Thema ‚Psychovegetative Erschöpfung‘ ist längst nicht alles gesagt und ich habe mir fest vorgenommen, weitere Artikel mit meinen Erfahrungen zu verfassen. Natürlich freue ich mich aber auch über einen Meinungsaustausch mit euch. Kommentiert daher gerne fleißig.

[Anzeige] Shiftphone und Fairphone 2 im Test

Wenn ihr meine Beiträge auf YouTube verfolgt (Abo lohnt sich), dann wisst ihr bereits, dass ich kürzlich sowohl das Fairphone 2 auspacken, als auch einen Shiftphone Test zuhause durchführen durfte. Beide Geräte wurden mir freundlicherweise von vireo.de zur Verfügung gestellt.

Grundsätzlich halte ich Smartphones für eine tolle Sache. Sie vereinen so viele Funktionen, die ich andernfalls auf verschiedene Geräte auslagern müsste. Kamera, Navi, MP3-Player, Taschenrechner, Taschenlampe, um nur ein paar wenige zu nennen. Aber Smartphones sind auch ein Ärgernis. Lassen wir mal Aspekte wie eventuelle Sollbruchstellen, Langlebigkeit und hohe Anschaffungskosten etc. außen vor, dann bleibt da noch das Problem des unter eher unsozialen Kriterien stattfindenden Herstellungsprozesses, sowie der unfair gehandelten Rohstoffe.

Dem versuchen die Hersteller von Shiftphone und Fairphone entgegenzuwirken. Wobei beide Firmen sich hierbei nicht als Konkurrenten sehen, sondern in gutem Kontakt stehen und gegenseitig in ihren Ideen voneinander profitieren.

Das Fairphone 2 – Testdaten

Fairphone 2 ReviewNachstehend die Besonderheiten des zweiten Socialphones. Die vielen weiteren technischen Details könnt ihr auf der Herstellerseite einsehen.

  • Auch im Fairphone sind Gold, Wolfram, Zinn und Tantal verbaut. Allerdings werden die Bezugsquellen dieser Mineralien transparent dargelegt und sichergestellt, dass sie unter fairen Bedingungen beschafft werden. Genauere Infos hierzu findet ihr auf der Fairphone-Webseite.
  • Das Fairphone lässt sich in diverse Einzelteile zerlegen und ist daher leicht zu reparieren. Dieses modulare Konzept ist bewusst so gewählt, da es die Geräte im Sinne der Nachhaltigkeit langlebiger machen soll. Die einzelnen Module können natürlich auch über vireo.de nachbestellt werden.
  • Zwei SIM-Karten-Slots.
  • 32 GB Datenvolumen inklusive. Erweiterbar mit diversen SD-Karten, meines Wissens mit bis zu 200 GB. Kompatibilität bitte bei Fairphone recherchieren.
  • Von Haus aus mit einem „Fallschutz“/Rundum-Case ausgestattet. Ein zusätzlicher Bumper ist also nicht erforderlich.
  • Android 6.0. Regelmäßige Software-Updates sollen ebenfalls zur Langlebigkeit des Gerätes beitragen.
  • 8 MP Hauptkamera, 2 MP Frontkamera
  • 5 Zoll Full-HD-Display (1080 * 1920)
  • Kostenpunkt: um die 520,- EUR (Stand Juni 2017)

Shiftphone Test und Daten

Shiftphone TestWie zuvor beim Fairphone ein paar interessante Fakten und dann ein paar Details zum Shiftphone selbst.

  • Auch hier zählt die Nachhaltigkeit, damit der Nutzer möglichst lange etwas von seinem Shiftphone hat: Der Speicher ist erweiterbar, der Akku ist einfach zu tauschen.
  • Reparaturen sind günstig, können aber auch selbst durchgeführt werden. Ersatzteile sind im Shop erhältlich, Videoanleitungen gibt es im Shiftphone-YouTube-Kanal.
  • Die Gewährleistung des Gerätes bleibt bestehen. Auch wenn man es aufschraubt oder rootet.
  • Nachweislich faire Löhne und Arbeitszeiten, keine Kinderarbeit, gute Arbeitsbedingungen.
  • Shiftphones sind frei vom Konfliktmaterial Coltan.
  • Sehr zu empfehlen ist der Shift-Report 2016. Hier findet ihr sämtliche Informationen darüber, was das Shiftphone zu einem fairen Produkt macht.
  • Ich habe als Testgerät das Shift 5.2 erhalten. Es gibt außerdem noch ein Shift 4.2 Smartphone und ein Shift 7+ Phablet. Ab 2018 sollen mit dem Shift6m und dem Shift6mq zwei weitere Shift-Smartphones erscheinen. Bereits für Herbst diesen Jahres ist ein 12″-Notebook angekündigt (Shift12).
  • 2GB DDR RAM +16 GB int. Speicher (erweiterbar: microSD: Support bis 64 GB)
  • Android Version 5.1
  • 5 MP Front- and 8MP Rückkamera
  • 5″-HD (1280*720p) IPS Display
  • neue, zweilagige Touch-Einheit + Gorilla-Glas
  • 2000 mAh Akku (wechselbar)
  • Maße: 144 x 72 x 7 mm, Gewicht: 140 gr
  • Dual SIM: normal und micro, parallel benutzbar
  • WIFI, Bluetooth, GPS
  • Sensoren: Proximity, G: Beschleunigung, Orientation
  • Anschlüsse: Standard micro USB (OTG), Kopfhörer
  • Kostenpunkt des Shift5.2 = nicht ganz 300,- EUR
  • Hier gelangt ihr direkt zur Shiftseite auf vireo.de

Shiftphone Test / Fairphone Test – Fazit

Mit diesen beiden Geräten bin ich quasi das erste Mal mit dem Android-OS in Berührung gekommen. Ich habe beide Geräte eingeschaltet, mich mit meinem Google-Konto registriert, durch die Anwendungen geklickt und das Handling getestet. Beide Geräte reagieren absolut zeitnah und zuverlässig. Die Touch-Displays verhalten sich so, wie ich es von meinem alten iPhone oder dem Lumia 640 gewohnt bin. Hier kann ich weder Vor- noch Nachteile feststellen.

Sympathisch und gut überlegt: Beide Phones kamen ohne Ladegerät, da die Hersteller davon ausgehen, dass sich bereits mehrere Micro-USB-Auflademöglichkeiten in unseren Haushalten befinden. Das spart natürlich Elektroschrott ein. Falls doch ein Ladegerät benötigt wird, kann dies natürlich über vireo.de bezogen werden.

Hinsichtlich des Betriebssystems möchte ich nicht weiter ins Detail gehen. Ich kann mir sehr gut vorstellen Android längerfristig zu nutzen, würde mich aber über Maßnahmen informieren, wie ich das Gerät vor Zugriffen von außen weitestgehend abschirmen kann. Das Fairphone bietet alternativ ein Fairphone OS das zwar auch auf Android basiert, aber ohne Installation diverser Google-Apps/-Services auskommt. Im Netz gibt es außerdem Anleitungen, wie sich andere Betriebssysteme wie bspw. Ubuntu Touch, Firefox OS oder auch Sailfish installieren lassen.




Für mich spielen bei Kaufentscheidungen auch Design und Haptik eine tragende Rolle und hier hat das Shiftphone nach meinem Ermessen einen deutlichen Vorsprung. Das Case des Fairphones wirkt einfach sehr plastisch, schlüpfrig und weniger hochwertig. Außerdem macht es das Gerät ziemlich dick und plumb. Das ein durchdachtes Design den Machern des Shiftphones sehr am Herzen liegt, merkt man sofort wenn man das Shiftphone in die Hand nimmt. Es ist schlank, wirkt sehr hochwertig verarbeitet und lässt sich auch ohne Case oder Bumper sehr gerne anfassen.

Shiftphone TestEin weiterer Pluspunkt für das Shiftphone ist der Hinweis auf der Rückseite des Gerätes:

„Smartphones can be timekillers. There ist no greater gift for you today, than the next 24 hours. Use them wisely. People are more important than machines.“

Also wenn einem bei so viel Wahrheit und Uneigennützigkeit nicht das Herz aufgeht… 😉

Ich konnte mich tatsächlich durch den Shiftphone Test ein wenig in das Gerät verlieben und da mich mein Lumia seit einigen Wochen immer häufiger im Stich lässt habe ich das Gefühl im Shiftphone mein neues Smartphone gefunden zu haben.

Was denkt ihr? Konnte ich euch von einem der beiden Geräte überzeugen? Oder habt ihr bereits Shiftphone oder Fairphone im Einsatz? Dann würde mich natürlich euer Feedback interessieren.

Abschließend noch mal die Info: Beide Geräte plus sämtliches Zubehör erhaltet ihr bei vireo.de, was ich euch als Bezugsquelle wärmstens empfehlen kann. Nachhaltiges Konzept, durchdachte Produkte, netter Kontakt. Unterstützenswert eben. 😉

Epilog zum Shiftphone Test: Ihr seid es nicht gewohnt bei mir als ‚Anzeige‘ deklarierte Texte zu lesen. Kooperationsanfragen zu Produkttests gehen i.d.R. von mir aus, weil mich die Produkte wirklich interessieren. Ich wollte also unbedingt diese zwei Smartphones testen und diesen Artikel schreiben. Dass sich vireo.de auf meine Anfrage hin bereit erklärt hat diesen Artikel zu finanzieren, freut mich natürlich als Blogger umso mehr!

Die besten COMICs! Meine Empfehlungen mit Gratis Comic-VERLOSUNG!

In meinem 4. YouTube-Beitrag stelle ich euch die besten Comics vor, die ich in den vergangenen Monaten gelesen habe. Vorweg der Hinweis zur im Video angesprochenen VERLOSUNG: Verhelft mir zu 50 YouTube-Abonnenten und ich verlose eines der vorgestellten Comic-Sammelbände unter den Kommentatoren dieses Videos. Zur Teilnahme also einfach den Kanal abonnieren, das Video über eure Netzwerke teilen und einen Kommentar zum Video verfassen, in dem ihr bekanntgebt, welches Comic ihr haben wollt.

Wie auch in der Videobeschreibung, nachstehend ein paar amazon-Links zu den vorgestellten Comic-Sammelbänden.

Die besten Comics: Mark Millars Kingsman!

Kingsman ist ein Spionagethriller in Comicform mit viel Witz bei gleichbleibend hohem Spannungsbogen. Wer auf James-Bond-Filme steht und mal ein Comic in diese Richtung lesen will, der ist mit Kingsman bestens beraten. Die Verfilmung fand ich überraschend gut gelungen und nahe am Comic. Der Hauptcharakter (Taron Egerton als Eggsy) im Film hat mir sogar fast noch besser gefallen als die Zeichnung im Heft. Nervig in der deutschen Synchronisation war allerdings Samuel L. Jacksons Gelispel.

Die besten Comics: Matt Fractions Hawkeye!

Matt Fraction ist derzeit IMHO einer der besten Geschichtenerzähler im Comicbuch-Genre. Seine Storylines sind so intelligent, angereichert mit Spannung und Humor… für mich aktuell unübertroffen. Der reduzierte Zeichenstil von David Aja trifft genau meinen Geschmack: Menschlich, realitätsnah, weder zu pompös noch zu superheldenhaft, irgendwie ungeschminkt sympathisch.

Die besten Comics: Kirkmans Thief of Thieves!

Über Kirkman muss man nicht viele Worte verlieren. Seine ‚The-Walking-Dead‘-Serie ist nicht nur bei Comiclesern in aller Munde. Auch Fernsehzuschauer, Buchleser und Hörbuchhörer kommen auf ihre Kosten. ‚The Walking Dead‘ habe ich nach weit über 100 Bänden abgebrochen. Die Fernsehserie schau ich aktuell auch nicht weiter. Keine Ahnung ob ich mir das noch mal antun werde. Trotzdem ist er ein begnadeter Storyteller. Selten habe ich so sehr auf Neuerscheinungen bzw. auf die Fortsetzungen von Comicserien gewartet, wie bei ihm. Inivincible ist eine tolle Serie von Kirkman. Haunt fand ich auch super. Thief of Thieves gefällt mir aktuell aber am besten.

Die besten Comics: Brian Michael Bendis‘ Powers-Serie!

Aktuell lese ich den zweiten Powers Band ‚Roleplay‘. Es geht um einen Cop und seine Partnerin, die im Bereich der Superheldenkriminalistik tätig sind. Bedeutet, sie ermitteln und recherchieren in Mordfällen bzw. Verbrechen die an (vermeintlichen) Superhelden verübt werden oder von solchen ausgehen. Powers nimmt meiner Meinung nach das Superhelden-Genre ein wenig auf die Schippe, allerdings nicht in dem krassen Ausmaß, wie Mark Millar das mit seiner Kick-Ass-Serie macht. Powers ist sympathisch, ich persönlich empfinde es als richtig stark gezeichnet und es fehlt an keiner Stelle an Spannung oder Humor.

 

Was sind eure Lieblingscomics?

Ich weiß, dass auch unter euch begeisterte Comicleser sind. Was habt ihr zuletzt gelesen? Was könnt ihr empfehlen und was sind eure Lieblingsautoren? Ich freue mich auf euer Feedback!