Blog-Neuausrichtung: Work-Life-Balance!

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Work Life Balance

Seit einigen Wochen befinde ich mich auf der Suche nach den Kernthemen dieses Blogs. Was ist ursprünglich Thema gewesen, was in den vergangenen beiden Jahren und was möchte ich zukünftig primär thematisieren? Auf der Suche nach einer Antwort ist mir erneut bewusst geworden, wie sehr mein Herz an dem Konzept Minimalismus hängt. Viele Themen lassen sich einfach auf das ‚Weniger-ist-Mehr‘ zurückführen. Ganz gleich ob ich mich auf die Rubriken Nachhaltigkeit, Erschöpfung oder Work-Life-Balance fokussiere.

Work-Life-Balance als neue Kategorie

In den letzten beiden Jahren habe ich zunehmend über die Themen BurnOut, Erschöpfung und Vereinbarkeit geschrieben und hier ist noch längst nicht alles gesagt bzw. geschrieben, was ich zu schreiben gedenke. Die Diagnose psychovegetative Erschöpfung aus dem vergangenen Jahr hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Lange Krankheitsphasen, Wiedereingliederungsversuche, erzwungenes Durchhalten, eine erlösende Kündigung, die Suche nach Ursachen und Zurückgewinnung von körpereigener Energie. Ich habe Prozesse angestoßen, Entscheidungen getroffen und Notbremsen gezogen. Nach und nach möchte ich diese Erfahrungen in Form von Beiträgen und Artikeln teilen. Ich halte ein ausgewogenes Verhältnis von Berufsleben und privater Zeit für essentiell. Daher ist der Begriff ‚Work-Life-Balance‘ meines Erachtens die beste Wahl, um diese Themen entsprechend zu bündeln.

Minimalismus als Work-Life-Balance Maßnahme

Denke ich über das Thema Nachhaltigkeit im Sinne einer wertschätzenden Schöpfung nach, dann ist der Verzicht auf Konsum (Minimalismus) aus meiner Sicht eine der nachhaltigsten Lebensformen. Ähnlich verhält es sich hinsichtlich der Work-Life-Balance. Ziel sollte doch eher eine Life-Work-Balance sein. Schließlich arbeiten wir, um zu leben und nicht umgekehrt. Weniger Arbeitszeit ermöglicht ein Mehr an Familienzeit oder ein Mehr an persönlichem Freiraum. Konsumverzicht (Minimalismus) kann die eigenen Ansprüche reduzieren. Hieraus resultiert ein günstigerer Lebensstil, der (bei Bedarf) weniger Arbeitszeit und ein Mehr an persönlichem Freiraum bedeuten kann.

Meine bisherigen Artikel zum Thema findest du in der Kategorie ‚Work-Life-Balance‚. Ich freue mich über den Austausch mit euch. Wie sehr setzt ihr euch selbst mit dem Thema auseinander? Was sind eure Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Dienstrad-Leasing – Meine Jobrad Erfahrung

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Meine Jobrad Erfahrung mit einem Giant Hardtail

Im vergangenen Jahr wurde ich auf das Dienstrad-Konzept aufmerksam und begeisterte mich sehr schnell für die Sache. Ein anständiges Fahrrad stand schon seit mehreren Jahren auf der Agenda und das wäre nun eine passende Gelegenheit, ohne enorme Anschaffungskosten aufbringen zu müssen. Nachfolgend also kurz zusammengefasst, meine Jobrad Erfahrung für euch.

Jobrad – Das Dienstrad Leasing

Beim Prinzip des Dienstrad Leasings bezieht der Arbeitnehmer kostengünstig ein Fahrrad über den Arbeitgeber. In meinem Fall habe ich meinen Vorgesetzten auf das Jobrad-Prinzip aufmerksam gemacht und er wurde daraufhin Jobrad-Arbeitgeber. Auch unseren örtlichen Fahrradhändler konnte ich von dem Konzept überzeugen und auch er wurde Jobrad-Fahrradhändler. Hier habe ich mir ein schönes Giant Hardtail ausgesucht, das dort ohnehin gerade vergünstigt angeboten wurde.

Die Abzahlung des Rades erfolgt als sogenannte Gehaltsumwandlung. Die Rate wird also bequem über mein Bruttogehalt abgerechnet. Die 1%-Regel (Dienstwagenprivileg) sorgt für steuerliche Vorteile. Einmalige Anschaffungskosten gab es keine. Am Schluss verbleibt eine übersichtliche Restrate, zu der das Fahrrad abgelöst werden kann.

Erfahrungen mit Jobrad nach vorzeitiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Als ich mich im 17. Monat des Leasing-Prozesses befand, entschied ich mich aus diversen Gründen mein damaliges Arbeitsverhältnis zu beenden. Es gibt eine Art Abzahlungsplan in dem man die Restrate zum jeweiligen Zeitpunkt einsehen kann. Der Arbeitnehmer kann sich überlegen das Fahrrad abzulösen und zu behalten. In meinem Fall hatte aber keiner der Kollegen Verwendung für mein Rad was bedeutet, dass es an mir ist das Fahrrad abzulösen und die Restrate zu erbringen.

Meine Jobrad Erfahrung – Ein Fazit

Eigentlich ist/war alles super. Ich liebe es, Fahrrad zu fahren. Gerne einfach nur bei Wind und Wetter zur Arbeit, als Training, um zu verreisen oder auch um irgendwann mal den ein oder anderen MTB-Marathon zu fahren. Hierfür lässt sich verhältnismäßig günstig ein hochwertiges Rad über Jobrad oder auch einen anderen Leasingrad-Anbieter beziehen.

Ich habe mich ein wenig darüber geärgert, dass man mir bei der Schlussrate preislich nicht ein wenig entgegen gekommen ist. Nach mir haben mindestens zwei weitere Mitarbeiter sehr teure Fahrräder über Jobrad bezogen, ich konnte im Verwandten- und Bekanntenkreis Leute für diese Möglichkeit gewinnen und habe den ortsansässigen Zweiradhändler für die Sache gewonnen. Aber auch nicht so wichtig.

Jobrad Erfahrung als WinWinWin-Situation

Wenn ihr die Option habt, nutzt sie. Egal ob über Jobrad, BusinessBike oder einen anderen Anbieter. In der Regel freuen sich die Arbeitgeber über die Option ihren Mitarbeitern Boni anbieten zu können. Ich habe die Möglichkeit auch immer als WinWinWin-Situation empfunden. Der Händer verkauft ein Rad ohne Verluste, das er bspw. an mich ohne die Jobrad-Möglichkeit nicht verkauft hätte. Ich selbst kann in bequemer Bruttogehalt-Dienstrad-Leasing-Manier günstiger als der Verkaufspreis ein Rad bekommen und der Arbeitgeber profitiert mit wenig Aufwand von einem gesunden und motivierten Mitarbeiter.

Bestimmt haben einige von euch ebenfalls bereits Erfahrungen mit Jobrad oder BusinessBike gesammelt. Erzählt doch gerne mal, wie es euch ergangen ist.

Dumme Witze – Der kleine grüne Pudding

Ich gestehe, kein sehr guter Witzeerzähler zu sein. Die Witze die es ins Langzeitgedächtnis geschafft haben, kann ich locker an einer Hand abzählen und ich glaube hierzu zählen ausschließlich dumme Witze. Doch der beste unter ihnen wird stets der mit der Geschichte über den kleinen, grünen Pudding sein.

Als ich neulich via Twitter kundtat, genau diesen Witz unseren Jungs erzählt und schallendes Gelächter geerntet zu haben, wollten plötzlich alle den Witz hören. Da 140 Zeichen hierfür nicht ausreichen, gibt es ihn jetzt im Blogformat und als Videobeitrag im SchaumImOhr-Youtube-Kanal. Viel Spaß beim lesen oder hören!

Dumme Witze Tutorial

Der Witz um den kleinen grünen Pudding muss auf eine ganz besondere Art und Weise erzählt werden. Für die Poente müsste ihr diesen Artikel zwingend ganz bis zum Ende lesen oder entsprechend das Video ganz bis zum Schluss anschauen.

Der Witz:

Es war einmal ein kleiner grüner Pudding. Er ging eine Straße entlang. Rechts die Wüste, links das Meer. Nach einer Weile hörte er einen LKW herankommen. Er stoppte ihn und fragte: „Kannst du mich mitnehmen?“

„Klar“, entgegnete der LKW-Fahrer. „Aber du machst hier keine Schweinerei. Sonst schmeiß ich dich ins Meer.“

Der Pudding schnallt sich an und die Fahrt geht los. Nach einer Weile werden die Straßenverhältnisse plötzlich sehr schlecht. Es ruckelt und schaukelt aufs Heftigste und der Pudding knallt an die Decke und wieder zurück auf den Sitz. Alles ist voller Pudding, woraufhin ihn der LKW-Fahrer sauer anschaut und sagt: „Hör mal, du solltest hier keine Sauerei veranstalten. Passiert das noch mal, schmeiß ich dich ins Meer!“

Die Fahrt geht weiter. Ein Tier rennt auf die Straße. Der LKW-Fahrer muss reagieren, reißt das Steuer nach links und wieder nach rechts. Der Pudding klatscht an die linke Scheibe, an die rechte und natürlich ist alles wieder gründlich mit Pudding eingedeckt. Der LKW-Fahrer: „Ok Kleiner, letzte Chance. Noch einmal und ich schmeiß dich ins Meer.“

Wieder setzen sie gemeinsam die Fahrt fort. Nach einigen Kilometern liegt ein Ast auf der Straße, den der LKW-Fahrer zu spät sieht. Er steigt in die Eisen und der Pudding klatscht an die Frontscheibe. Wieder ist alles voller Pudding. Und jetzt die spannende Frage: Was macht der LKW-Fahrer?

Richtig: Er schmeißt den Pudding ins Meer!

Dumme Witze sind i.d.R. gar nicht so dumm…

Ein echter Antiwitz, denkt ihr? Stimmt! Aber er ist noch nicht zu Ende. Für einen kurzen Moment müsst ihr damit leben, dass ihr als echte Antiwitz-Lachnummer entlarvt wurdet. Lasst eure Zuhörer für einige Zeit in dem Glauben. Je länger, umso besser. Ehrlich! Am meisten Anerkennung habe ich für diesen Witz bekommen, als ich folgende Geschichte einen Tag später ergänzte:

Ein Ehepaar geht schwimmen im Meer. Nach einiger Zeit kehren sie zurück und die Frau stellt erschrocken fest: „Oh Nein! Ich habe meinen Ehering verloren.“

Der Mann beruhigt und sie und sagt: „Geh du mal zurück an den Strand. Ich werde ein wenig tauchen und den Ring dabei sicher wiederfinden.“

Er kehrt bald zurück. Den Ring hat er natürlich nicht gefunden, aber eine noch verschlossene Muschel hat er dabei. Gemeinsam öffnen sie die Muschel. Und was ist drin?

Richtig: Der kleine grüne Pudding.

Und? Ist das ein Gag? Probiert ihn aus und dann setzt mich unbedingt über die Reaktionen eurer Zuhörer in Kenntnis.

Ach und PS: Wenn es bei mir mal richtig lustig sein soll, dann führt meist kein Weg an Eckart von Hirschhausen vorbei: https://amzn.to/2hbbyz6

 

 

 

Do more of what makes you happy!

Do more of what makes you happy

Do more of what makes you happy

Jetzt mal ehrlich. Der Spruch hängt mittlerweile in jeder zweiten Wohnung, klebt über Schreibtischen, wird auf Postkarten verschickt und wird traurig und erschöpft dreinblickenden Menschen als die neue Lebensweisheit versprochen. Aber birgt der vermeintliche Glücklichmacher-Werbeslogan ‚Do more of what makes you happy‘ nicht tatsächlich eine traurige Wahrheit?

Do more of what makes you happy – Der positive Effekt




Als mir der Spruch vor ein paar Monaten zum ersten Mal begegnete, dachte ich – wie wahrscheinlich viele andere auch: „Wow. Diese paar Wörter erkläre ich zu meinem neuen Lebensmotto.“ Trafen Sie doch den Kern meiner damals noch sehr akuten Erschöpfungsphase. Und ja, in dieser simplen Aufforderung steckt ein enormes Motivationspotential. Sofort wird der Alltagstrott unterbrochen und eine glücklichmachende Unternehmung geplant oder angegangen. Das Bekümmertsein, die Erschöpfung, Langeweile – wo auch immer wir aktuell abgeholt werden – rückt in den Hintergrund. Die zweite Lunge, wie die Ausdauersportler sagen, wird zugeschaltet und plötzlich schwingen wir uns in Sättel, Laufschuhe, aufs Sakteboard oder reaktivieren ein anderes, viel zu stark vernachlässigtes Hobby.

Doch ist es nicht eigentlich eher traurig, dass uns ein Spruch daran erinnern muss, wieder mehr Dinge zu tun, die eigentlich gut für uns sind?

Das Traurige an dem ‚Do more of what makes you happy‘-Slogan

Erst nach ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass der Spruch eigentlich eher eine traurige Erkenntnis birgt. Gerade die Tatsache, dass ‚Do more of what makes you happy‘ auf eine so große Zielgruppe stößt, bedeutet doch eigentlich, dass wir viel zu selten Dinge tun, die uns glücklich machen. Oder im Umkehrschluss: Wir sind doch irgendwie unglückliche Menschen.

Bedeutet das, dass wir ein Dasein fristen, dass uns eigentlich gar nicht gefällt? Ist das schon immer so gewesen oder gab es irgendwann einen Wendepunkt in unserem Werdegang, der uns das Glücklichsein genommen hat? Ist es unsere Gier, immer noch mehr haben zu wollen oder die Ruhelosigkeit, unbedingt auch den nächsten Trend noch mitgehen zu müssen? Sind es die Jobs die uns unzufrieden machen, weil sie uns häufig ganz beanspruchen, obwohl wir eigentlich mehr Zeit benötigen um Dinge zu tun, die uns glücklich machen?

Nachhaltige Umsetzung des ‚Do more of what makes you happy‘-Prinzips

Ich denke es ist keine langfristige Lösung sofort zur Outdoor-Ausrüstung zu greifen, im nächsten Weitwanderwegenetz zu verschwinden oder anderen kurzfristigen Aktivitäten nachzugehen. Für den Moment mögen sie ausreichen und vielleicht hält der Effekt auch eine Weile an, aber wie geht es dann weiter? Ich glaube wir müssen die Lebensbereiche finden, die uns unzufrieden machen und versuchen hier eine dauerhafte Verbesserung der Umstände zu erreichen. Das ist nicht immer leicht, kostet Kraft, Nerven, Geduld und funktioniert oft vielleicht auch nur in kleinen Schritten. Aber ich glaube, dass hier der Schlüssel zu einem nachhaltigen Glücklichsein verborgen liegt.

Do more of what makes you happy – Ein Fazit-Versuch

Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass uns ein Glücklichsein nicht direkt verheißen ist. Als Christ habe ich hier einige Erklärungen in der Hinterhand, aber das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Wir werden permanent von Schicksalsschlägen getroffen: Schwere Krankheiten, das Leiden liebgewonnener Mitmenschen, Zukunftsängste, weltpolitische Ereignisse, usw. Unglücklich zu sein ist keine Kunst.




Auch weiß ich als Christ, dass es eine Komponente gibt die ein sehr starkes Interesse daran hat, mich unzufrieden zu sehen. Klarheit darüber verschafft eine sehr viel größere Bereitschaft, sich dem entgegen zu stellen.

Spannend finde ich in diesem Rahmen auch die Thematik rund um das bedingungslose Grundeinkommen, denn oft sind die finanziellen Umstände starke Gründe zur Unzufriedenheit. Das Konezpt BGE würde meiner Meinung nach für sehr viel mehr gesündere Menschen in unserem Land sorgen. Gesunde und zufriedene Menschen sind motiviert, arbeitswillig, effektiv und ausgeglichen. Um nicht zu sagen: Happy.

Über das Aufraffen und in die Gänge kommen

Wer kennt das nicht? Wochen, die über alle Maßen zermürbend sind, jede Energie rauben und uns manchmal wie ein abgekautes Kaugummi ins Wochenende spucken. Egal ob das die Arbeit mit uns macht, das Zuhausesein, die viel zu langen Feierabende an denen man eigentlich ins Bett gehen sollte, Renoviermaßnahmen, Termine, usw. Samstag abends hängen wir erschöpft in den Seilen und spätestens Sonntag ist ein in die Gänge kommen kaum noch vertretbar.

Du sehnst dich nach ganz viel Regen, der einen Tag vor dem Fernseher rechtfertigen würde und bekommst das herrlichste Spätsommerwetter. Kinder hingegen, sind voller Energie und Tatendrang. Sie springen auf dir rum, während du krampfhaft nach einer Sport-Live-Übertragung suchst. Also gehst du irgendwann raus, machst die Fahrräder startklar und obwohl du dich ganz und gar nicht danach fühlst, rollt plötzlich die gesamte Familie in Richtung Waldspielplatz und Eisdiele davon. Du mittendrin und nach bereits wenigen hundert Metern sind Müdigkeit und Erschöpfung wie verflogen.

Über eine Radtour in die Gänge kommen




Radtouren sind an den vergangenen Wochenenden für uns die naheliegendste Familienunternehmung gewesen. Das Wetter war super, die Kids hochmotiviert. Ich selbst, Möchtegern-Marathonfahrer mit zu wenig Zeit- und Energieressourcen, habe mich total darüber gefreut, mich wenigstens ein bisschen sportlich betätigt zu haben und durfte sogar den Anhänger mit dem Kleinsten drin ziehen. Die Strecken waren nicht länger als 20 Kilometer und dennoch sind wir mehrere Stunden unterwegs gewesen. Pausen auf die wir Lust hatten, Berge die hochgeschoben werden mussten, steile Abfahrten für die wie uns viel Zeit ließen und schließlich, wie oben bereits erwähnt, Waldspielplatz und Eisdiele.

Aufraffen als Energiequelle

Am Spätnachmittag trudeln alle wieder zu Hause sein. Geschafft von den Strapatzen, aber stolz auf das bestandene Abenteuer.

Ich glaube, das Aufraffen ist ein wichtiger Schritt in Richtung neue Energie. An Tagen wie diesen zu Hause zu bleiben, dem inneren Schweinehund nachzugeben und auf der Couch zu versauern, führt zu einem Mehr an Trägheit, macht noch müder und fördert die Erschöpfung. Was auch immer das ‚in die Gänge kommen‘ sein mag. Ich glaube es ist besser diesem Drang ggf. etwas langsamer nachzugehen, als sich ihm gar nicht hinzugeben. Dann wird aus dem vermeintlichen Marathon-Training eben nur eine gemütliche Ausfahrt mit der Familie. Ich habe festgestellt, dass man auch hier nicht unerhebliche Trainingsreize setzen kann – Stichwort: Fahrradanhänger.




Zumindest geht es mir nach dem Aufraffen und dem in die Gänge kommen i.d.R. besser, als wenn ich zu Hause geblieben wäre. Wieviel Energiereserven stehen euch an Wochenenden zur Verfügung? Zu welchen Dingen würdet ihr euch oft gerne aufraffen, könnt aber die erforderlichen Kraft-Ressourcen dazu nirgends finden?

Einfach mal ’ne Auszeit nehmen!

Als mich der Wecker meines Smartphones um halb sieben ans Aufstehen erinnert, klettere ich schlaftrunken aus meinem Schlafsack. Mit einer Milchkanne in der Hand und ohne Frühstück im Bauch, trotte ich kurz darauf mit meinen Wwoofing-Kollegen durch eine viel zu hohe norwegische Wiese und ärgere mich, die mir angebotenen Gummistiefel ausgeschlagen zu haben. In meinen klatschnassen Sneakern steige ich – immer noch im Halbschlaf – über einen Stacheldrahtzaun, als mir eines der Wwoofing-Mädels zuflüstert: „Wenn er auf dich zukommt, läufst du ihm laut brüllend entgegen!“

Ich kann ihr nicht ganz folgen und noch während ich versuche mir die tiefere Bedeutung ihrer Aussage bewusst zu machen, passieren wir eine Hecke hinter der mir der buchstäbliche Tod aus unsäglich großen Nüstern seine Meinung über mich direkt ins Gesicht schnaubt. Auge in Auge stehe ich einem der größten Bullen gegenüber, den Südnorwegen je gesehen haben muss. Ich weiß noch wie ich dachte: „Der ist doch 100Pro gedopt!“, bevor ich Schutz hinter meinem Milchkännchen suchte.

Agentur-Alltag vs. Blick über den Tellerrand




Meine Gedanken schweifen ab. Zurück zu meinem gut 2000 Kilometer weiter südlich gelegenen Wohnsitz. In wenigen Minuten wird vermutlich Jutta die Tür zu unserer Agentur aufschließen. Gefolgt von weiteren Mitarbeitern die ihre Plätze als Art Designer, Webworker, Social-Media- oder SEO-Experten einnehmen. Ich überlege kurz, ob ich mich im Angesicht des Bullen jetzt lieber einem bevorstehenden Kundentermin, einer TYPO3-Schulung oder meiner To-do-Liste für Projekt XYZ zuwenden würde, gelange gedanklich aber zu einem klaren Nein. Zuerst will ich wissen was der Bulle davon hält, wenn wir uns an sein Mädchen ranmachen.

Auszeit nehmen vom Job! Oder: Familie geht vor.

2013 rangen wir uns endlich dazu durch, einen längeren Auslandsaufenthalt in Angriff zu nehmen. Ein altes Wohnmobil kaufen und kreuz und quer durch Skandinavien reisen. Unser Ältester sollte im darauffolgenden Jahr eingeschult werden, was längere Vorhaben wie dieses für die nächsten Jahre zwar nicht unmöglich, aber dennoch unwegsam machen würde. Zwar ließen finanzielle Engpässe den Traum vom Wohnmobil schnell platzen, aber das tat der Sache keinen Abbruch. Wir entdeckten das Wwoofing-Konzept für uns und so pendelten wir in perfekter Work-and-Travel-Manier von einer Farm zur nächsten (Wwoof = World-Wide Opportunities on Organic Farms | weitere Infos auf www.wwoof.net).

Selten hat mir eine Entscheidung so viel Mut abverlangt, wie die zu meinen Vorgesetzten zu gehen und sie darüber zu informieren, dass ich mir eine längere Auszeit nehmen möchte. Sich rar zu machen, kann in kleineren Betrieben echte Löcher reißen, die ohne weiteres auch nicht akut durch eine Ersatzkraft überbrückt werden können. Die Last verteilt sich daher meist auf die verbleibenden Mitarbeiter, weshalb eine verhaltene Reaktion seitens der Geschäftsführung hinsichtlich derart außergewöhnlicher Anfragen durchaus nachvollziehbar ist. Doch das Gefühl die Batterien mal wieder aufladen zu müssen und Abstand zu bestimmten Projekten zu gewinnen gewann zunehmend an Priorität. Außerdem sollte unser familiäres Bedürfnis einen positiven und stärkenden Effekt auf unser Zusammensein als Familie haben und ein gut funktionierendes privates Umfeld ist für mich Grundvoraussetzung für gute Leistungen am Arbeitsplatz.

Hinterm Horizont…

Also hieß es irgendwann tatsächlich: Auszeit nehmen! Wir fuhren los, gespannt auf die Ereignisse die da oben auf uns warten würden. Während unseres Wwoofing-Projekts ernteten wir Unmengen an Kräutern, machten Holz, bauten eine Carport-Auffahrt, schlachteten Schafe, bauten Zäune, lernten sehr viel über nachhaltige und alternative Lebenskonzepte und knüpften Kontakte, die noch heute von Bestand sind. Natürlich konnte ich keine dieser gewonnenen Erkenntnisse in irgendeiner Form unmittelbar in meinen Arbeitsalltag implementieren. Aber diese Auszeit hatte auch nicht das Ziel einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme, vielmehr ging es um eine persönliche Horizonterweiterung unter Berücksichtigung meiner akuten Bedürfnisse. Diese eigene Achtsamkeit mir gegenüber führte zu einer neuen und gesteigerten Motivation für meinen Job. Voller Tatendrang kehrte ich zurück und stürzte mich energiegeladen auf alte wie neue Projekte. Ich konnte konsequent und effizient meinen Arbeiten nachgehen und so meinen Arbeitgebern das zurückgeben, was sie mir an Freiraum ermöglicht hatten.




Nachwort an die Arbeitnehmer

Ich kenne Workaholics die über Jahre hinweg so gut wie keinen Urlaubstag in Anspruch nehmen, anscheinend aber auch nicht das Bedürfnis oder den Drang nach einer Auszeit verspüren. Daher kann man sicher nicht pauschalisieren und behaupten, dass Auszeit nehmen vom Job das Beste für jeden Angestellten ist. Sollte es dir aber ein Herzensanliegen sein und du das Gefühl haben, dass du im Sinne deines eigenen Wohlbefindens dringend Abstand vom Arbeitsalltag benötigst, dann geh das Thema an. Suche das Gespräch mit deinen Vorgesetzten und lote Möglichkeiten zur Umsetzung aus. Vielleicht sparst du vorab ein wenig Geld, mit denen du eine unbezahlte Auszeit finanzieren kannst. Eventuell ist in deinem Arbeitsumfeld aber auch ein Sabbatical möglich oder dir stehen noch ein paar Monate Elternzeit zu, die du hierfür einsetzen kannst.

Nachwort an die Arbeitgeber

Die Auszeit eines Mitarbeiters kann sich im ersten Moment als nicht sehr lukrativ darstellen. Doch der aus der Auszeit zurückkehrende Angestellte ist sicherlich ein Gewinn für Unternehmen, Kunden und Kollegen. Überlegen Sie, inwiefern sich das Ermöglichen von Auszeiten effektiv auf Ihre unternehmerischen Ziele auswirken kann. Gesunde und leistungsfähige Teamplayer werden das Ergebnis sein. Weniger unplanmäßige Ausfälle durch Fehltage. Eine höhere Bereitschaft zu Höchstleistungen in Stoßzeiten, usw.

Vielleicht gehen Sie sogar einen Schritt weiter und räumen Auszeiten nicht nur grundsätzlich ein, sondern fordern Ihre Mitarbeiter regelrecht dazu auf, in regelmäßigen Zyklen Abstand für einen bestimmten Zeitraum vom Unternehmen zu gewinnen. Eine konzeptionelle und rechtzeitige Herangehensweise an diese Thematik sorgt für geplante und kompensierbare Auszeiten. Teilen Sie Ihren Angestellten mit, dass Sie die Vorhaben und Bedürfnisse Ihrer Kollegen kennenlernen und unterstützen wollen. Dadurch sorgen Sie für klare Verhältnisse unter den Mitarbeitern und beugen schlechtem Gerede und Mobbing-Versuchen vor.

Echtblog #3 – Über Katzen und Advertorials

Seit gestern leben wir also zu siebt in der alten Schule. 5 Leute, 2 Katzen. Genauer gesagt: Kater. Das witzige daran: Mamadenkt ist immer noch die einzige Frau im Haushalt. Keine Ahnung ob und wie wir das mal ändern könnten… 😉

Es ist echt witzig mit den beiden Katern. Sie sind noch sehr klein, verspielt aber auch noch sehr ängstlich. Wenn es ihnen tagsüber zu bunt mit unseren Jungs wird, verschwinden sie oben auf dem Speicher und lassen sich erstmal nicht mehr blicken. Aber jetzt sitzen wir hier (22:10 Uhr) und sie leisten uns im Wohnzimmer beim Blogartikelschreiben und Katalog wälzen Gesellschaft.

Warum schafft man sich Katzen an?

Zu unserer alten Schule gehört ein riesiges Grundstück, das wir uns nur sehr langsam, nach und nach und unseren Kräften entsprechend zurückerobern. Auch mit alten Schuppen und runtergekommenen Unterständen, in denen die Vorbesitzer diversen Krempel aufbewahrt hatten. Teilweise haben wir uns dieser alten Gebäude bereits entledigt und/oder versuchen sie neu aufzubauen. Zwar lebt in unserem Garten eine bunte Vogelvielfalt, aber uns sind eben auch schon andere Kreaturen über die Füße gesprungen, die man vielleicht nicht unbedingt in Hausnähe haben will. (Blaue, beharrte Riesen-Monster und grüne Glibberkugeln mit Zyklopaugen…).

Außerdem finden es die übrigen Katzen aus dem Ort ganz toll sich in unserem Garten breitzumachen und alles vollzu… ihr wisst schon. Daher hoffen wir, dass zwei mutige Kater hier ein wenig für Recht und Ordnung sorgen und den Durchgangsverkehr auf die öffentlichen Toiletten zwei Wiesen weiter deligieren werden. Außerdem ist es uns wichtig, dass unsere Kinder im Heranwachsen daran gewöhnt sind Tiere um sich zu haben und einen freundlichen und guten Umgang mit ihnen kennenzulernen.

Advertorial-Angebote und das liebe Geld

Seit einigen Tagen liegt eine Advertorial-Anfrage in meinem Posteingang. Ja, ich würde mein Bloggen sehr gerne mehr monetarisiert wissen. Für mich hat das Bloggen, obwohl es eigentlich eine große Leidenschaft ist, einen sehr niedrigen Stellenwert. Erst muss die Familie finanziert und versorgt werden. Alle anderen Ansprüche müssen sich hinten anstellen und kommen daher oft zu kurz (oder eben gar nicht). Gäbe es für mich als kleinen Blogger die Möglichkeit ein gewisses Income zu erzielen, würde das Bloggen in der Prioritätenliste – aufgrund dieser finanziellen Förderung – sofort nach oben rutschen.

Daher habe ich grundsätzlich kein Problem mit dem Einblenden von Werbebannern, bezahlten Anzeigen oder Produkttests, usw. Ich bin schon lange bei blogfoster.com und seedingup.de registriert, habe (boa, es stinkt so dermaßen wenn Katzen das Katzenklo nicht treffen…) hierüber aber bislang noch keine Blogpost-Aufträge erhalten. Vor einigen Tagen hat mich nun diese Advertorial-Anfrage über seedingup erreicht. 34,- EUR für einen bereits geschriebenen Text mit bereitgestelltem Bildmaterial und Vorgabe-Backlinks. Nicht viel, aber leicht verdientes Geld für maximal eine halbe Stunde Arbeit.

Trotzdem habe ich vorhin den Ablehnen-Button zur Buchungsanfrage geklickt und auf eine Veröffentlichung verzichtet. Wenn ich mich schon auf Anzeigen einlasse, dann habe ich auch den Anspruch authentisch zu sein. Die Aktion für vireo.de bspw. (Shiftphone Test) wollte ich unbedingt machen. Ich hätte den Artikel auch ohne Aufwandsentschädigung geschrieben, war dann aber doch froh, dass ich den Onlineshop zu einem kleinen Obolus überreden konnte.

Nature One

Wir wohnen in unmittelbarer Nähe zum Nature One-Gelände. Wie auch an diesem Wochenende ist es Jahr für Jahr ein Highlight mitzuerleben, wie zigtausende die Gegend bevölkern und die kleine Burgstadt (Kastellaun) mit so viel Großstadt-Flair beleben.

Was war heute/gestern minimalistisch/nachhaltig?

Ich habe an beiden Tagen auf ein warmes Mittag- bzw. Abendessen verzichtet und mich über ein belegtes Brötchen zu Mittag und Müsli zum Abend gefreut.