5 vor 12! Zero Waste!

Da es ja laut Beitragstitel bereits 5 vor 12 ist, nur ein kurzer Blogpost zu mamadenkts 5-vor-12-Kampagne! Zero Waste – Ein ultramodernes Schlagwort. Dabei ist der Zero-Waste-Gedanke nur ein Lösungsansatz auf das Müllproblem unserer Zeit. Heute beschreien wir Unverpackt-Läden als den neuen Trend, dabei hat es in den besten Jahren meiner Groß- und Urgroßeltern gar nichts anderes gegeben. Es tut mir leid, aber es nervt mich, dass wir es immer erst soweit kommen lassen und wie bei so vielem erst nach Jahrzehnten feststellen, dass das ja doch ein Schritt in die falsche Richtung war.

Aus Rachels Artikel ist mir besonders das ‚Wir werden immer schneller‘ hängengeblieben. Das stimmt. Ich bin gehetzt, ich habe es immer eilig und ich bin permanent unter Strom irgendwelche Dinge tun zu müssen, damit unser kleiner Familienalltag funktioniert und weiterläuft. In der Konsequenz konsumiere ich oft schnell, ohne nachzudenken und dort, wo es gerade für mich am einfachsten und unkompliziertesten geht. Wenn bei uns mal Apfelsafttüten anstatt -flaschen im Flur stehen, dann hatte ich wenig Zeit oder war von allem bereits so angestrengt, dass ich die Einkäufe auf ein Geschäft reduzieren musste.

Und so geht es glaube ich vielen. Erst wenn man einen Weg aus dem gesellschaftlichen Fluss schafft, dem Hamsterrad entflieht und beginnt gegen den Strom zu schwimmen, kann man sich für Themen wie Nachhaltigkeit, Minimalismus oder Zero-Waste öffnen. Daher bringt es meiner Meinung nach nichts, der gestressten und übererschöpften breiten Masse ein dickes Schild vor Augen zu halten auf dem steht, dass sie jetzt Zero-Waste machen müssen. Ansetzen muss an dem Punkt, der den Leuten wieder die Zeit und die Freiheit schenkt, auch über solche Themen nachzudenken.

Egal. Eine Lösung hab ich hierfür gerade auch nicht. 😉

1. Zahl des Monats

80! Gestern saßen wir noch zusammen und haben darüber recherchiert, wie viel Gold eigentlich in Smartphones verbaut ist. Schlechte, kaputte oder zu alt gewordene Smartphones werden ja auch gerne einfach mal weggeschmissen. Dabei sind hier oft so wertvolle Materialien verbaut, die man durch ein fachgerechtes Recycling wieder zurückgewinnen und in den Kreislauf reintegrieren kann. Gold ist außerdem oft auch ein unfair gehandelter Rohstoff. In einem Artikel habe ich die Info gefunden, dass man durchschnittlich von ungefähr 30 mg Gold pro Smartphone ausgehen kann. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass SHIFTPHONE ausschließlich mit dem Fair-Trade-Siegel gekennzeichnetes Gold verwendet und die Mengen so gering wie möglich hält. Im SHIFT-Report ist angegeben, dass bislang in allen SHIFTPHONES nicht mehr als 80 Gramm Gold verbaut wurden.

2. Upcycling-Idee

Elektromobilität ist ein Thema, dass mich wirklich fasziniert. Ich liebe es zu reisen und unterwegs zu sein, Auto zu fahren und dabei Hörbücher zu hören. Und mich würde es ungemein freuen, wenn ich ohne schlechtes Gewissen in diesen Genuss kommen könnte. Die Elektromobilität ist toll, weil sie so viel Emissionen einspart. Aber wie jeder (Fort)Schritt den wir gehen, ist auch dieser nicht problemfrei und Akkus sind einfach nun mal ein echtes Problem. Ich habe jemanden im direkten Bekanntenkreis, der sich gerade in Richtung E-Mobilität fortbildet und der mir erzählt hat, dass es gute Upcycling-Maßnahmen gibt, bei denen Batterien, die in Autos nicht mehr zum Einsatz kommen können, über mehrere Jahrzehnte hinweg noch als Speicher von Sonnen- oder Windkraftenergie eingesetzt werden. Wenigstens etwas.

3. Food

Hier schwöre ich auf die Calzone-Pizza meines Lieblingspizzabäckers. Kommt im umweltfreundlichen Pappkarton und ich kann den Inhalt frei bestücken lassen. Aktuell bei mir als Calzone-Content im Trend: Gebratentes Gemüse!

4. Anno Domini

Meine Großeltern hatten einen großen Hof im Münsterland, der auch heute noch von ihren Kindern bewohnt wird. Früher habe ich dort als Kind regelmäßig Urlaub gemacht und es gehörte zum täglichen Ablauf, mit den Milchkannen zum Nachbarbauern zu laufen und frische Milch zu holen. Ganz unverpackt und ohne jeden Müll.

5. Entdeckung

Captain Fantastic. Wie mitreißend bitteschön ist dieser Film? Wir haben ihn gestern Abend – nach der Smartphone-Gold-Recherche – noch angestartet und trotz der späten Stunde fast bis zum Ende gesehen. (Als amazon-Prime-Kunde könnt ihr ihn derzeit noch kostenlos ansehen.) Ich verstehe die Leidenschaft der Eltern und ihr Bedürfnis ihre (vielen) Kinder frei von jeder Zivilisation aufzuziehen und sie so zu voll ausgebildeten und hoch intelligenten Menschen heranzuziehen. Hier sieht man ganz viele Zero-Waste-Ansätze. Ich freu mich schon drauf, den Film zu Ende anzusehen. Vielleicht schaff ichs ja dann auch mal, eine Rezension zu veröffentlichen.

Soweit zu 5 vor 12. Bis morgen könnt ihr noch an Rachels Aktion teilnehmen. Ab dann müsst ihr wieder einen Monat lang warten 😉

 

Die Gastfreundschaft im Minimalismus

gastfreundschaft-minimalismus

Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage, wann ich mich hinsichtlich meines eigenen, ganz persönlichen Minimalismus zufrieden geben werde. Bisher habe ich den Minimalismus als fortwährenden Prozess betrachtet und nicht als eine Sache, die irgendwann abgeschlossen sein wird. Denn insbesondere als Familie, halten wir im Sinne der Nachhaltigkeit fortwährend Dinge zurück, anstatt sie konsequent zu reduzieren. Was im entferntesten Sinne natürlich auch minimalistisch ist!

Nachhaltiges Aufbewahren ist auch Minimalismus

Deutlich wird das bspw. an den Klamotten. Der Größte wächst aus seinen Hosen und Pullovern. Also wandern sie in Kisten auf den Speicher, weil K2 und wiederum 2 Jahre später, auch K3 sie noch tragen können sollen. Bestenfalls hebt man die Sachen weiterhin auf, da man nicht sicher sein kann, ob nicht vielleicht doch noch ein K4 kommen wird. In jedem Fall aber gibt es da noch die Kinder von Geschwistern oder Freunden, für die man die Sachen ebenfalls gerne aufbewahrt. Und so sammeln sich Sachen. Ähnliches betrifft auch Spielzeug, Bücher und andere Dinge. Im weiteren Verlauf gibt es ein knappes Zeitfenster, in dem man die Sachen zu Flohmärkten und Kleiderbasaren bringen kann. Verpasst man das, bleibt es bei der Ausrede, dass ja bald die Enkelkinder Gefallen am Stoff finden werden. 😉

Nicht verschwenden, wieder verwenden!

Wie dem auch sei. Man stößt, trotz einem Hang zum Minimalismus, immer wieder auf Ecken im Haus in denen Sachen verstaut werden, die man eigentlich reduzieren könnte, andererseits aber auch nicht. Denn im Sinne der Nachhaltigkeit ist es wichtig, bestimmte Dinge aufzubewahren. („Nicht verschwenden, wiederverwenden“ – stammt aus welcher beliebten Kinder-Zeichentrickserie?)

Bevor wir uns dem Thema Minimalismus vor etwa sieben Jahren zuwandten, gab es in unserer Wohnung mindestens ein Zimmer, dass wir strengstens unter Verschluss hielten. Hier wurden Sachen abgestellt, von denen wir nicht wussten ob wir sie jemals wieder gebrauchen würden. Das ist zwar heute längst nicht mehr so extrem, aber wenn mich Morgen jemand fragen würde, ob er sich mal unseren Speicher angucken darf, dann wäre ich von der Idee nicht unbedingt begeistert.

Das frei zugängliche Zuhause

Vor ein paar Tagen musste ich ein paar Sachen vom Speicher holen, um sie wieder in unseren Kreislauf zu integrieren. Dabei wurde mir klar, dass ich mein eigenes, ganz persönliches Ziel im Minimalismus dann erreicht habe, wenn sich jeder Gast, jeder Besucher frei durch unser Haus bewegen und sich alles angucken kann. Ohne dass ich ihm sagen muss: „Aber Raum XY bitte nicht betreten. Die Tür dürftest du ohnehin nicht aufkriegen.“

Gastfreundschaft

Aber was hat das Ganze nun mit Gastfreundschaft zu tun? Ich möchte Besuchern und Gästen gerne sagen können: „Fühl dich ganz wie zu Hause!“ und dabei nicht denken müssen „Aber frag mich nicht, ob du auf den Speicher kannst.“ Es liegt noch ein bisschen Arbeit vor uns, um dieses Ziel zu erreichen. Aber allein der Gedanke daran, diese Gastfreundschaft möglich werden zu lassen, fühlt sich schon sehr befreiend an.

Wie gastfreundlich ist dein Minimalismus?

 

Innerer Widerstand ist zweckmäßig!

innerer widerstand

Wer kennt das nicht? Diese eine Ecke im Körper, die eine ganz bestimmte Sache so richtig gut findet und befürwortet – also ein deutliches Ja abgibt. Und dann diese andere Seite, die ein klares Nein zu einer Situation oder einem bevorstehenden Ereignis hat. Gemeint ist nicht das Teufelchen auf der linken oder das Engelchen auf der rechten Schulter, wie man es aus alten Zeichentrickserien kennt und einen entweder waghalsig oder vorsichtig sein lässt. Gemeint ist die innere Stimme oder auch das innere Kind, das sich im Falle eines klaren Ja’s voller Vorfreude auf eine Sache zubewegt oder aber, im Falle eines deutlichen Nein’s, mit Ängsten, Panik oder anderen Widerständen im Körper auf sich aufmerksam macht.

Mein erster innerer Widerstand

Als Kind sollte ich an einer Theateraufführung in der Kirche teilnehmen. Es handelte sich um einen Miniauftritt in Form eines Schafes. Diese Nummer war mir megapeinlich. Heute würde ich sagen, dass ich ein sehr massives Nein in mir gegen diese Sache verspürte. Ich hatte einfach kein Interesse daran, mich zum Affen zu machen. Auf der anderen Seite wollte ich die Leute die mich um meine Teilnahme am Theaterstück gebeten hatten, nicht enttäuschen. Der innere Konflikt war perfekt. Ich versteckte mich in meinem Zimmer, bis unmittelbar vor dem Auftritt. Dann ließ ich mich breitschlagen, spielte meine Rolle und erntete tosenden Beifall. Die Situation war vorüber und ich hatte sie gut überstanden. Dennoch schwor ich mir, dass ich mich auf so etwas nie wieder gegen meinen Willen einlassen würde.

Ich musste damals ein deutliches Nein übergehen, was glaube ich nicht sehr gesund war. Ich weiß nicht, ob ich das damals gut verarbeitet habe oder ob ich noch heute die Spätfolgen dieses Theaters zu verarbeiten habe. Jahre später habe ich als Jugendlicher und junger Erwachsener vor nicht wenigen Menschen Musik gemacht und sogar Predigten gehalten. Ich vermute mit einem ganz gewöhnlichen Maß an Anspannung, wie sie wahrscheinlich jeder kennt. Diese Dinge habe ich aus eigenem Antrieb getan, ohne ein inneres Nein. Daher haben sie funktioniert.

Innerer Widerstand heute

Ich habe sieben Jahre lang in einer Werbeagentur gearbeitet. Das Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten war angenehm und freundschaftlich. Doch über Jahre hinweg habe ich ein inneres Nein zu Teilen meiner Arbeit dort aufgebaut, es jedoch – aufgrund der vielen positiven Aspekte meines Jobs – kontinuierlich ignoriert und verdrängt. Über die Diagnose psychovegetative Erschöpfung habe ich an anderer Stelle bereits berichtet. Nach Panikattacke, BurnOut und Wiedereingliederung fand ich ansatzweise den Weg zurück in meinen Beruf. Aber das innere Nein war nach wie vor da und setzte sich deutlich zur Wehr. Irgendwann sah ich mich gewzungen, auf diesen inneren Widerstand zuzugehen. Ich kündigte meinen Job und fand glücklicherweise kurz darauf neue Herausforderung in einem neuen Angestelltenverhältnis. (Auf das Thema Kündigung möchte ich in einem späteren Artikel eingehen.)

Ein übergangenes inneres Nein verselbstständigt sich

Oft nehmen wir den inneren Widerstand zwar wahr, spüren vielleicht sogar die damit verbundenen körperlichen Blockaden, verdrängen oder ignorieren es aber, da wir es in unserem Alltagsgefüge nicht gebrauchen können. Ich musste die Erfahrung machen, dass sich ein immer und immer wieder übergangenes und nicht angehörtes Nein irgendwann verselbstständigt hat. Wenn es sich nicht in der Lage sieht mit mir zu kommunizieren, weil ich es fortwährend abwehre, dann ist es gezwungen sich auf anderem Wege Gehör zu verschaffen. Und das können die unterschiedlichsten körperlichen Symptome sein.

Es ist wichtig ein inneres Nein wahrzunehmen, es zu hören und zu hinterfragen. Denn oft hat man im ersten Moment keine Antwort darauf, warum dieses Nein plötzlich da ist. Man freut sich vielleicht sogar auf eine bestimmte Sache, sieht sich aber auf einmal mit einer inneren Blockade konfrontiert, die einem das Leben schwer macht.

Wie sieht euer Umgang mit der inneren Ambivalenz aus?

Kennt ihr diese inneren Neins? Wann habt ihr euch zuletzt darauf eingelassen, ein inneres Nein anzuhören und ihm nachzugeben? Oder zählt ihr eher zu den Verdrängern? Wie geht ihr mit dem inneren Widerstand und inneren Konflikten um?

Blog-Neuausrichtung: Work-Life-Balance!

work-life-balance

Work Life Balance

Seit einigen Wochen befinde ich mich auf der Suche nach den Kernthemen dieses Blogs. Was ist ursprünglich Thema gewesen, was in den vergangenen beiden Jahren und was möchte ich zukünftig primär thematisieren? Auf der Suche nach einer Antwort ist mir erneut bewusst geworden, wie sehr mein Herz an dem Konzept Minimalismus hängt. Viele Themen lassen sich einfach auf das ‚Weniger-ist-Mehr‘ zurückführen. Ganz gleich ob ich mich auf die Rubriken Nachhaltigkeit, Erschöpfung oder Work-Life-Balance fokussiere.

Work-Life-Balance als neue Kategorie

In den letzten beiden Jahren habe ich zunehmend über die Themen BurnOut, Erschöpfung und Vereinbarkeit geschrieben und hier ist noch längst nicht alles gesagt bzw. geschrieben, was ich zu schreiben gedenke. Die Diagnose psychovegetative Erschöpfung aus dem vergangenen Jahr hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Lange Krankheitsphasen, Wiedereingliederungsversuche, erzwungenes Durchhalten, eine erlösende Kündigung, die Suche nach Ursachen und Zurückgewinnung von körpereigener Energie. Ich habe Prozesse angestoßen, Entscheidungen getroffen und Notbremsen gezogen. Nach und nach möchte ich diese Erfahrungen in Form von Beiträgen und Artikeln teilen. Ich halte ein ausgewogenes Verhältnis von Berufsleben und privater Zeit für essentiell. Daher ist der Begriff ‚Work-Life-Balance‘ meines Erachtens die beste Wahl, um diese Themen entsprechend zu bündeln.

Minimalismus als Work-Life-Balance Maßnahme

Denke ich über das Thema Nachhaltigkeit im Sinne einer wertschätzenden Schöpfung nach, dann ist der Verzicht auf Konsum (Minimalismus) aus meiner Sicht eine der nachhaltigsten Lebensformen. Ähnlich verhält es sich hinsichtlich der Work-Life-Balance. Ziel sollte doch eher eine Life-Work-Balance sein. Schließlich arbeiten wir, um zu leben und nicht umgekehrt. Weniger Arbeitszeit ermöglicht ein Mehr an Familienzeit oder ein Mehr an persönlichem Freiraum. Konsumverzicht (Minimalismus) kann die eigenen Ansprüche reduzieren. Hieraus resultiert ein günstigerer Lebensstil, der (bei Bedarf) weniger Arbeitszeit und ein Mehr an persönlichem Freiraum bedeuten kann.

Meine bisherigen Artikel zum Thema findest du in der Kategorie ‚Work-Life-Balance‚. Ich freue mich über den Austausch mit euch. Wie sehr setzt ihr euch selbst mit dem Thema auseinander? Was sind eure Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Dienstrad-Leasing – Meine Jobrad Erfahrung

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Meine Jobrad Erfahrung mit einem Giant Hardtail

Im vergangenen Jahr wurde ich auf das Dienstrad-Konzept aufmerksam und begeisterte mich sehr schnell für die Sache. Ein anständiges Fahrrad stand schon seit mehreren Jahren auf der Agenda und das wäre nun eine passende Gelegenheit, ohne enorme Anschaffungskosten aufbringen zu müssen. Nachfolgend also kurz zusammengefasst, meine Jobrad Erfahrung für euch.

Jobrad – Das Dienstrad Leasing

Beim Prinzip des Dienstrad Leasings bezieht der Arbeitnehmer kostengünstig ein Fahrrad über den Arbeitgeber. In meinem Fall habe ich meinen Vorgesetzten auf das Jobrad-Prinzip aufmerksam gemacht und er wurde daraufhin Jobrad-Arbeitgeber. Auch unseren örtlichen Fahrradhändler konnte ich von dem Konzept überzeugen und auch er wurde Jobrad-Fahrradhändler. Hier habe ich mir ein schönes Giant Hardtail ausgesucht, das dort ohnehin gerade vergünstigt angeboten wurde.

Die Abzahlung des Rades erfolgt als sogenannte Gehaltsumwandlung. Die Rate wird also bequem über mein Bruttogehalt abgerechnet. Die 1%-Regel (Dienstwagenprivileg) sorgt für steuerliche Vorteile. Einmalige Anschaffungskosten gab es keine. Am Schluss verbleibt eine übersichtliche Restrate, zu der das Fahrrad abgelöst werden kann.

Erfahrungen mit Jobrad nach vorzeitiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Als ich mich im 17. Monat des Leasing-Prozesses befand, entschied ich mich aus diversen Gründen mein damaliges Arbeitsverhältnis zu beenden. Es gibt eine Art Abzahlungsplan in dem man die Restrate zum jeweiligen Zeitpunkt einsehen kann. Der Arbeitnehmer kann sich überlegen das Fahrrad abzulösen und zu behalten. In meinem Fall hatte aber keiner der Kollegen Verwendung für mein Rad was bedeutet, dass es an mir ist das Fahrrad abzulösen und die Restrate zu erbringen.

Meine Jobrad Erfahrung – Ein Fazit

Eigentlich ist/war alles super. Ich liebe es, Fahrrad zu fahren. Gerne einfach nur bei Wind und Wetter zur Arbeit, als Training, um zu verreisen oder auch um irgendwann mal den ein oder anderen MTB-Marathon zu fahren. Hierfür lässt sich verhältnismäßig günstig ein hochwertiges Rad über Jobrad oder auch einen anderen Leasingrad-Anbieter beziehen.

Ich habe mich ein wenig darüber geärgert, dass man mir bei der Schlussrate preislich nicht ein wenig entgegen gekommen ist. Nach mir haben mindestens zwei weitere Mitarbeiter sehr teure Fahrräder über Jobrad bezogen, ich konnte im Verwandten- und Bekanntenkreis Leute für diese Möglichkeit gewinnen und habe den ortsansässigen Zweiradhändler für die Sache gewonnen. Aber auch nicht so wichtig.

Jobrad Erfahrung als WinWinWin-Situation

Wenn ihr die Option habt, nutzt sie. Egal ob über Jobrad, BusinessBike oder einen anderen Anbieter. In der Regel freuen sich die Arbeitgeber über die Option ihren Mitarbeitern Boni anbieten zu können. Ich habe die Möglichkeit auch immer als WinWinWin-Situation empfunden. Der Händer verkauft ein Rad ohne Verluste, das er bspw. an mich ohne die Jobrad-Möglichkeit nicht verkauft hätte. Ich selbst kann in bequemer Bruttogehalt-Dienstrad-Leasing-Manier günstiger als der Verkaufspreis ein Rad bekommen und der Arbeitgeber profitiert mit wenig Aufwand von einem gesunden und motivierten Mitarbeiter.

Bestimmt haben einige von euch ebenfalls bereits Erfahrungen mit Jobrad oder BusinessBike gesammelt. Erzählt doch gerne mal, wie es euch ergangen ist.

Dumme Witze – Der kleine grüne Pudding

Ich gestehe, kein sehr guter Witzeerzähler zu sein. Die Witze die es ins Langzeitgedächtnis geschafft haben, kann ich locker an einer Hand abzählen und ich glaube hierzu zählen ausschließlich dumme Witze. Doch der beste unter ihnen wird stets der mit der Geschichte über den kleinen, grünen Pudding sein.

Als ich neulich via Twitter kundtat, genau diesen Witz unseren Jungs erzählt und schallendes Gelächter geerntet zu haben, wollten plötzlich alle den Witz hören. Da 140 Zeichen hierfür nicht ausreichen, gibt es ihn jetzt im Blogformat und als Videobeitrag im SchaumImOhr-Youtube-Kanal. Viel Spaß beim lesen oder hören!

Dumme Witze Tutorial

Der Witz um den kleinen grünen Pudding muss auf eine ganz besondere Art und Weise erzählt werden. Für die Poente müsste ihr diesen Artikel zwingend ganz bis zum Ende lesen oder entsprechend das Video ganz bis zum Schluss anschauen.

Der Witz:

Es war einmal ein kleiner grüner Pudding. Er ging eine Straße entlang. Rechts die Wüste, links das Meer. Nach einer Weile hörte er einen LKW herankommen. Er stoppte ihn und fragte: „Kannst du mich mitnehmen?“

„Klar“, entgegnete der LKW-Fahrer. „Aber du machst hier keine Schweinerei. Sonst schmeiß ich dich ins Meer.“

Der Pudding schnallt sich an und die Fahrt geht los. Nach einer Weile werden die Straßenverhältnisse plötzlich sehr schlecht. Es ruckelt und schaukelt aufs Heftigste und der Pudding knallt an die Decke und wieder zurück auf den Sitz. Alles ist voller Pudding, woraufhin ihn der LKW-Fahrer sauer anschaut und sagt: „Hör mal, du solltest hier keine Sauerei veranstalten. Passiert das noch mal, schmeiß ich dich ins Meer!“

Die Fahrt geht weiter. Ein Tier rennt auf die Straße. Der LKW-Fahrer muss reagieren, reißt das Steuer nach links und wieder nach rechts. Der Pudding klatscht an die linke Scheibe, an die rechte und natürlich ist alles wieder gründlich mit Pudding eingedeckt. Der LKW-Fahrer: „Ok Kleiner, letzte Chance. Noch einmal und ich schmeiß dich ins Meer.“

Wieder setzen sie gemeinsam die Fahrt fort. Nach einigen Kilometern liegt ein Ast auf der Straße, den der LKW-Fahrer zu spät sieht. Er steigt in die Eisen und der Pudding klatscht an die Frontscheibe. Wieder ist alles voller Pudding. Und jetzt die spannende Frage: Was macht der LKW-Fahrer?

Richtig: Er schmeißt den Pudding ins Meer!

Dumme Witze sind i.d.R. gar nicht so dumm…

Ein echter Antiwitz, denkt ihr? Stimmt! Aber er ist noch nicht zu Ende. Für einen kurzen Moment müsst ihr damit leben, dass ihr als echte Antiwitz-Lachnummer entlarvt wurdet. Lasst eure Zuhörer für einige Zeit in dem Glauben. Je länger, umso besser. Ehrlich! Am meisten Anerkennung habe ich für diesen Witz bekommen, als ich folgende Geschichte einen Tag später ergänzte:

Ein Ehepaar geht schwimmen im Meer. Nach einiger Zeit kehren sie zurück und die Frau stellt erschrocken fest: „Oh Nein! Ich habe meinen Ehering verloren.“

Der Mann beruhigt und sie und sagt: „Geh du mal zurück an den Strand. Ich werde ein wenig tauchen und den Ring dabei sicher wiederfinden.“

Er kehrt bald zurück. Den Ring hat er natürlich nicht gefunden, aber eine noch verschlossene Muschel hat er dabei. Gemeinsam öffnen sie die Muschel. Und was ist drin?

Richtig: Der kleine grüne Pudding.

Und? Ist das ein Gag? Probiert ihn aus und dann setzt mich unbedingt über die Reaktionen eurer Zuhörer in Kenntnis.

Ach und PS: Wenn es bei mir mal richtig lustig sein soll, dann führt meist kein Weg an Eckart von Hirschhausen vorbei: https://amzn.to/2hbbyz6

 

 

 

Do more of what makes you happy!

Do more of what makes you happy

Do more of what makes you happy

Jetzt mal ehrlich. Der Spruch hängt mittlerweile in jeder zweiten Wohnung, klebt über Schreibtischen, wird auf Postkarten verschickt und wird traurig und erschöpft dreinblickenden Menschen als die neue Lebensweisheit versprochen. Aber birgt der vermeintliche Glücklichmacher-Werbeslogan ‚Do more of what makes you happy‘ nicht tatsächlich eine traurige Wahrheit?

Do more of what makes you happy – Der positive Effekt




Als mir der Spruch vor ein paar Monaten zum ersten Mal begegnete, dachte ich – wie wahrscheinlich viele andere auch: „Wow. Diese paar Wörter erkläre ich zu meinem neuen Lebensmotto.“ Trafen Sie doch den Kern meiner damals noch sehr akuten Erschöpfungsphase. Und ja, in dieser simplen Aufforderung steckt ein enormes Motivationspotential. Sofort wird der Alltagstrott unterbrochen und eine glücklichmachende Unternehmung geplant oder angegangen. Das Bekümmertsein, die Erschöpfung, Langeweile – wo auch immer wir aktuell abgeholt werden – rückt in den Hintergrund. Die zweite Lunge, wie die Ausdauersportler sagen, wird zugeschaltet und plötzlich schwingen wir uns in Sättel, Laufschuhe, aufs Sakteboard oder reaktivieren ein anderes, viel zu stark vernachlässigtes Hobby.

Doch ist es nicht eigentlich eher traurig, dass uns ein Spruch daran erinnern muss, wieder mehr Dinge zu tun, die eigentlich gut für uns sind?

Das Traurige an dem ‚Do more of what makes you happy‘-Slogan

Erst nach ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass der Spruch eigentlich eher eine traurige Erkenntnis birgt. Gerade die Tatsache, dass ‚Do more of what makes you happy‘ auf eine so große Zielgruppe stößt, bedeutet doch eigentlich, dass wir viel zu selten Dinge tun, die uns glücklich machen. Oder im Umkehrschluss: Wir sind doch irgendwie unglückliche Menschen.

Bedeutet das, dass wir ein Dasein fristen, dass uns eigentlich gar nicht gefällt? Ist das schon immer so gewesen oder gab es irgendwann einen Wendepunkt in unserem Werdegang, der uns das Glücklichsein genommen hat? Ist es unsere Gier, immer noch mehr haben zu wollen oder die Ruhelosigkeit, unbedingt auch den nächsten Trend noch mitgehen zu müssen? Sind es die Jobs die uns unzufrieden machen, weil sie uns häufig ganz beanspruchen, obwohl wir eigentlich mehr Zeit benötigen um Dinge zu tun, die uns glücklich machen?

Nachhaltige Umsetzung des ‚Do more of what makes you happy‘-Prinzips

Ich denke es ist keine langfristige Lösung sofort zur Outdoor-Ausrüstung zu greifen, im nächsten Weitwanderwegenetz zu verschwinden oder anderen kurzfristigen Aktivitäten nachzugehen. Für den Moment mögen sie ausreichen und vielleicht hält der Effekt auch eine Weile an, aber wie geht es dann weiter? Ich glaube wir müssen die Lebensbereiche finden, die uns unzufrieden machen und versuchen hier eine dauerhafte Verbesserung der Umstände zu erreichen. Das ist nicht immer leicht, kostet Kraft, Nerven, Geduld und funktioniert oft vielleicht auch nur in kleinen Schritten. Aber ich glaube, dass hier der Schlüssel zu einem nachhaltigen Glücklichsein verborgen liegt.

Do more of what makes you happy – Ein Fazit-Versuch

Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass uns ein Glücklichsein nicht direkt verheißen ist. Als Christ habe ich hier einige Erklärungen in der Hinterhand, aber das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Wir werden permanent von Schicksalsschlägen getroffen: Schwere Krankheiten, das Leiden liebgewonnener Mitmenschen, Zukunftsängste, weltpolitische Ereignisse, usw. Unglücklich zu sein ist keine Kunst.




Auch weiß ich als Christ, dass es eine Komponente gibt die ein sehr starkes Interesse daran hat, mich unzufrieden zu sehen. Klarheit darüber verschafft eine sehr viel größere Bereitschaft, sich dem entgegen zu stellen.

Spannend finde ich in diesem Rahmen auch die Thematik rund um das bedingungslose Grundeinkommen, denn oft sind die finanziellen Umstände starke Gründe zur Unzufriedenheit. Das Konezpt BGE würde meiner Meinung nach für sehr viel mehr gesündere Menschen in unserem Land sorgen. Gesunde und zufriedene Menschen sind motiviert, arbeitswillig, effektiv und ausgeglichen. Um nicht zu sagen: Happy.