Echtblog #2 – Frikadellen statt Quarkbrötchen

22:00 Uhr. Schnell noch ein kurzer ‚Tagebucheintrag‘ und dann: Abschalten. Ein ähnlicher Tag wie gestern. Meine Frau brach um halb neun zur Arbeit auf und wir standen ohne Brot und Brötchen da. Weil ich mich dagegen wehrte einkaufen zu fahren, gab sie mir noch schnell den Tipp Quarkbrötchen zu backen. Nicht, dass ich das nicht schon mal gemacht hätte, aber diesmal wollte es nicht so recht klappen. Entweder war es das zu vollkörnige Schwedenmehl, zu wenig Backpulver oder die fehlende Brise Salz. Die Quarkies kamen nach 20 Minuten gut geröstet aus dem Ofen, rochen auch super, aber waren innen noch total roh (siehe Bild). Wieder in den Ofen, abwarten, rausholen, aufschneiden, roh. Wieder in den Ofen, abwarten, rausholen, aufschneiden, immer noch roh. Es gab dann kurzerhand Müsli zum Frühstück.

Hygge und Katzen

Wie im Tagebucheintrag gestern zu lesen, haben wir gestern eine große Aufräum- und Wegsortieraktion gestartet. Mit dem Ergebnis, dass selbst die Frau nach ihrer Rückkehr von der Arbeit (23:30 Uhr) zumindest ein bisschen angetan war. Heute ging es darum Vorbereitungen für zwei junge Kater zu treffen, die wir – wenn alles nach Plan läuft – morgen zu uns holen werden. Ein kleines Räumchen sollte dafür hergerichtet werden. Dem Raum fehlte allerdings ein Türblatt. Also habe ich kurzerhand an anderer Stelle eine ausgehoben, neue Scharniere in den Rahmen gedreht und die Tür eingehangen… Eigentlich uninteressant. Anderes Thema.

Eine kleine Konsumkatastrophe

Im Nachbarstädtchen hatte ein Spielzeugladen vor kurzem renoviert. Vom Ergebnis mussten wir Männer uns heute dringend mal überzeugen. K1 schleppte sein Taschengeld mit und entschied sich nach langem Hin und Her für einen Lego-Einkauf. (Wir oktroyieren unseren Minimalismus nicht unseren Kindern auf.) Zuhause wurde das kleine Raumschiff in kürzester Zeit aufgebaut und dann gab es plötzlich ganz viel Frust und Traurigkeit darüber, dass nun wieder ganz lange gespart werden musste, um den Lego-Ninjago-Bestand ergänzen zu können. Konsum macht glücklich, aber nur für einen relativ kurzen Moment. Nach dem Konsum ist vor dem Konsum.

Deutschland gegen Portugal

Zum Abendessen war die Frau wieder zurück. Wir drehten mit den Kids eine kurze Dorfspielplatzkontrollrunde bei der K1, K2 und ich auf dem Bolzplatz hängenblieben. K3 wollte auch, verließ aber unter Protest den Platz, als K2 ihm den sauber zurechtgelegten Ball wegschoss. Zu dritt spielten wir Deutschland gegen Portugal. Deutschland gewann das Spiel mit 5:3.

Niemalsland von Neil Gaiman

Als die drei wilden Kerle bettfertig waren machte ich mich (etwa gegen 21:00 Uhr) auf, um noch ein paar Sachen einzukaufen. Unterwegs hörte ich die letzten Minuten von Neil Gaimans Niemalsland. Es war mein erster Neil Gaiman-Roman. Ich hatte damals Whatever happend to the Caped Crusader (Batman-Comic von Gaiman) gelesen und wollte mir noch mal ein anderes Bild von dem Autor machen. Ich denke, dass in nächster Zeit kein Gaiman anstehen wird. Schade, weil eigentlich wollte ich die Serie American Gods schauen, zuvor aber Gaimans Romanvorlage lesen, aber da wird wohl nix draus.

Niemalsland ist zwar eine nette Geschichte, aber ich habe, im Gegensatz zu anderen Fantasy-Romanen, sehr lange gebraucht, um in die Story reinzukommen. Vieles ist sehr abgedreht und meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar genug umschrieben. Phantasie und Vorstellungskraft kamen bei mir einfach nicht so recht in die Gänge. Geschrieben ist es hingegen wirklich sehr gut. Die witzig anmutenden Stellen sind auch tatsächlich zu belächeln, die Brutalität habe ich allerdings als etwas überzogen empfunden. Der Vorleser Stefan Kaminski zählt zu den besten Lesern, die ich je gehört habe.

Was war heute minimalistisch: Weder Tür noch Scharniere für das Räumchen neu eingekauft, sondern den vorhandenen Bestand sinnvoll eingesetzt zu haben.

Was war heute nachhaltig: Das Spielzeuggeschäft befindet sich direkt neben einem FastFood-Restaurant, auf dessem Emblem ein goldener Springbrunnen zu erkennen ist. Wir waren zu viert. Zwei wollten hin, die anderen nach Hause. Wir sind nach Hause gefahren und haben dort dann lecker Mittag gegessen.

Tagebucheintrag Ende (22:38).

Echtblog #1

Kürzlich wurde mir noch mal bewusst, dass Blogs in ihrer ursprünglichen Form eigentlich nichts weiter als Onlinetagebücher gewesen sind. Natürlich gilt das auch heute noch. Wenngleich mittlerweile viele Blogs sehr themenspezifisch sind und mit Tagebüchern nur noch relativ wenig gemein haben. Manche Blogs sind zu großen Internetportalen herangewachsen, andere sind weit verbreitete Online-Magazine, Tutorial-Plattformen, Unternehmens-Blogs, usw. Mir ist aufgefallen, dass das SchaumImOhr-Blog ebenfalls kaum Tagebuch-Charakter hat. Daher starte ich die Kategorie Echtblog und nutze den August 2017 um einfach mal möglichst viele Tagebucheinträge zu hinterlassen. Ganz ohne SEO-Strategie und Hintergedanken zu den Themen Reichweite und Trafficgewinn 😉

Steuererklärung

Der Tag startete mit der Steuererklärung. Nicht etwa heute morgen, sondern bereits gestern abend. Um kurz vor 1:00 Uhr konnte ich die Erklärung online an das Finanzamt übermitteln und anschließend war erstmal schlafen angesagt. (Womit ich meine Steuererklärung mache? Verrate ich in den Kommentaren, wenn ihr mich fragt! 😉 )

4 Abrissbirnen

Der Wecker klingelte um 7:00 Uhr. Mamadenkt und ich ließen die Jungs schlafen und schlichen uns an den Frühstückstisch. Toll manchmal, diese Ferien 😉 Um 8:30 Uhr fuhr sie schließlich zur Arbeit und ich sah mich drei frech grinsenden Jungs gegenüber in deren Augen geschrieben schien: „Und was reißen wir heute ab?“ Ja, heute war einer dieser Tage…

Männersache

Wieder Frühstück, dann spielen, dann hoch in die erste Etage. Gestern meinte die liebe Frau bekümmert, es sei hier überhaupt nicht mehr richtig hygge. Überall stünde Krempel herum. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und zu viert starteten wir eine Riesenaufräumaktion ganz genauso, wie Männer das eben machen: Erstmal ein bisschen Fernsehen. (Bei Gewitter und strömendem Regen ein echter Genuss! Was wir gesehen haben? Verrate ich in den… ihr wisst Bescheid!)

Dann ging es los. K1 bekam ein neues Zimmer. Sehr klein. Und da er alles andere als minimalistisch veranlagt ist, eine echte Herausforderung für ihn. Aber er war super happy und ist stolz drauf, als erster von uns Fünfen ein eigenes Zimmer bewohnen zu können.

Das führte dazu, dass K2 sich sofort den ehemaligen Schlafplatz von K1 (oben im Hochbett) unter den Nagel riss und K3 sich seine Höhle im ehemaligen Schlafplatz von K2 (unterm Hochbett) einrichtete. Ja, und das war dann der Auszug von K3 aus dem Elternschlafzimmer… ;-(

Neue Lichtverhältnisse

Die ganze Güterverteilung sorgte jedenfalls für neue Strukturen, mehr Überblick und geordnete Verhältnisse. Ganz gewiss schon deutlich mehr hygge, als noch am Vortag. Und natürlich passte es dann wie die Faust aufs Auge, dass nachmittags der benachbarte Fensterspezialist an der Tür klingelte und die bestellten Plissees vorbeibrachte. Der neue blaue Rollo sorgt im Zimmer von K1 für ganz tolles Licht und nackt durchs Bad krabbeln müssen wir nach Einbruch der Dunkelheit nun auch nicht mehr.

Keller unter Wasser

Unsere zwei großen freuten sich schon tierisch darauf, nachmittags unsere Nachbarin besuchen zu können. Nach unserem Schwedenurlaub das erste Mal. Da sollte es eine Menge Redebedarf geben. Derweil besichtigten K3 und ich den Keller und stellten fest, dass durch das Unwetter der letzten Nacht irgendwo Wasser eingedrungen war. Kamin, Fenster, ich konnte die Stelle nicht auf anhieb bestimmen und stellte vorsichtshalber erstmal den Luftentfeuchter auf.

Dann nahmen wir uns noch mal die erste Etage vor, sorgten für den letzten Schliff – mit anschließendem Fernsehen – und holten die zwei großen zurück nach Hause. Abendessen, ein wenig in der neuen Ordnung spielen (1. Etage) und schließlich ins Bett. Erst K3 (das ging schnell), dann K2 und K1 (das… ging nicht so schnell). Jetzt sitze ich hier, 21:15 Uhr und schreibe diesen Artikel. Eine Stunde wird es mindestens noch dauern, bis die bessere Hälfte von der Arbeit kommt. Die große Frage, wie sie auf die vielen Veränderungen reagiert hat, beantworte ich im nächsten Echtblog-Post.

Auf mich wartet noch ein Rest Eis im Eisschrank. Dabei werde ich in eine neue Folge reinschauen. Ich schwanke noch zwischen House of Cards, Dexter oder Vikings… Tip?

Was war heute minimalistisch?

Das viele Aussortieren und neu ordnen!

Was war heute nachhaltig?

Das wir uns heute ausschließlich zuhause beschäftigen konnten und den Diesel-Bulli nicht hin- und herbewegen mussten.

Diagnose: Psychovegetative Erschöpfung

psychovegetative erschoepfungSeit etwa einem Jahr sehe ich mich mit der Diagnose ‚Psychovegetative Erschöpfung‘ konfrontiert. Wobei die Dinge streng genommen schon sehr viel früher ihren Lauf nahmen. Doch wie es meistens so ist, habe ich diverse Anzeichen über Monate und Jahre geflissentlich ignoriert, bis der Körper schließlich die Reißleine zog. Also fand ich mich in unserem Badezimmer wieder. Ich vermutete eine Unverträglichkeit hinsichtlich der Pizza vom Vorabend und nach mehreren Stunden auf der Toilette verließen mich langsam aber sicher die Kräfte.

Ich hatte so eine Ahnung, dass mein Körper jeden Moment den Geist aufgeben würde und bat meine Frau um Beistand. Kaum war sie da, durchfuhr meine Gliedmaßen ein immer stärker werdendes Kribbeln. Ich weiß noch dass ich versuchte das Gefühl irgendwie einzuordnen und dachte, so fühlt es sich also an, wenn dir jemand Überbrückungskabel an Füße bzw. Hände klemmt und langsam die Voltzahl hochdreht. Doch was sich heute beinahe leicht erzählen lässt, war damals alles andere als amüsant.

Das Rauschen in Armen und Beinen wurde stärker, bis schließlich eine Taubheit von mir Besitz ergriff, die mir jede Kontrolle über meinen Körper nahm. Ich schaute auf meine in Pfötchenhaltung verkrampften Hände und konnte sie einfach nicht mehr bewegen. Panisch stellte ich fest, dass sich das seltsame Kribbeln auch in meinem Kopf breitmachte. Das soll es also gewesen sein, dachte ich. So fühlen sich Schlaganfall oder Herzinfarkt an. Gleich fällst du um und das mit Mitte dreißig. Ich hyperventilierte. Meine Frau, die mittlerweile den Notarzt verständigt hatte, weinte und versuchte mich zu beruhigen. Erst als mich die Sanitäter die Treppe runtertrugen und ins Krankenhaus brachten, fuhr mein Körper langsam wieder zurück, in einen annehmbaren Modus.

Erstmal einfach nur krank!




Ich litt bereits seit Jahren unter sporadisch auftretenden Magen-Darm-Krämpfen und reimte mir irgendwann eine Laktoseintoleranz zusammen. Der Verzicht auf Laktose-Produkte schien die Problematik zu beheben oder zumindest deutlich zu reduzieren und somit konnte ich mich vor weiteren Untersuchungen vorerst drücken. Hiervon überzeugte ich auch die Ärzte im Krankenhaus. Ich erzählte ihnen von der Vorabendpizza, dass ich hiermit schon seit längerem zu kämpfen hätte, versprach zu Testzwecken auf einen Laktose-Cocktail vorbeizukommen und sie ließen mich wieder gehen.

Einen Tag später fand ich mich wie gewohnt auf der Arbeit ein. Am Wochenende drauf allerdings, erneut im Krankenhaus. Mit dem Gefühl entweder total neben mir zu stehen oder jeden Moment umkippen zu müssen, wurde ich an meine Hausärztin verwiesen, die mich prompt aufgrund eines Magen-Darm-Infektes krankschrieb.

Ich ruhte mich aus, ließ die Woche vorüberziehen und stellte mich erneut dem Alltag. Doch irgendwie wollte nichts mehr so richtig funktionieren. Treppensteigen, nur um das Stockwerk zu wechseln, wurde zu einem Gewaltak,t nach dem ich mir erstmal eine halbe Stunde Schlaf gönnen konnte. Bei fortgeschritteneren körperlichen Anstrengungen wurde mir schwindelig und schwarz vor Augen. Meine Stimmung sank mit jeder Anforderung, mit jedem ‚Muss‘ immer tiefer in den Keller. Nicht zu wissen was da überhaupt mit mir passierte, nahm sie mir jede Orientierung und ließ mich zunehmend verzweifeln.

Also schrieb ich meine Therapeutin an, die ich vor einigen Jahren in einer anderen Sache konsultiert hatte und bat um einen Termin. Und dann kam langsam Licht ins Dunkel.

Burn-Out statt Kreislaufkollaps

„Herr Suhre, Sie sind erschöpft! Drei kleine Kinder, die Sanierung eines Altbaus und eine 32-Stunden-Woche? Das geht an niemandem spurlos vorüber! Vor allem dann nicht, wenn man (wie Sie!) in all diesen Dingen zu wenig auf sich achtet. Was Sie da hatten war eine handfeste Panikattacke. Durch Unachtsamkeit haben Sie die Tür zur Panik geöffnet und nun heißt es diese Tür wieder zu schließen. Und ihre langjährigen Magen-Darm-Beschwerden sind sicherlich ebenfalls psychosomatisch begründet.“

„Aha! Was kann ich tun?“

„Sie brauchen eine Pause. Wenn ich Sie mit der Diagnose Erschöpfung zum Hausarzt schicke, schreibt Sie dieser für mindestens 14 Tage krank.“

Die Hausärztin schlug mindestens 3 Wochen vor, doch ich handelte sie auf 14 Tage runter. „Eine so lange Auszeit um wieder in die Spur zu kommen braucht kein Mensch.“ Aus den 14 Tagen wurden 3 Monate, mit anschließender zweimonatiger Wiedereingliederung, in der ich langsam die Stundenanzahl erhöhte, bis ich mich auf dem Volumen einer halben Stelle befand, die ich bis heute halte.

Psychovegetative Erschöpfung als Neuanfang

Ich zitiere aus dem Disney/Pixar-Film Cars.

Lightning McQueen (im Gespräch mit Miss Sally): „Ich versteh das schon. Du musstest einfach mal ne Auszeit nehmen und deine Batterie wieder aufladen. Aber wieso bist du nach ’ner Zeit nicht wieder in dein altes Leben zurück?“

Ich erinnere mich, dass ich eine ähnliche Frage vor einigen Wochen auch meiner Therapeutin stellte. „Auch wenn es mir inzwischen deutlich besser geht, überkommen mich nach wie vor ab und an Phasen körperlicher und mentaler Erschöpfung. Wann kann ich endlich wieder in den Zustand vor diesem ganzen Schlamassel zurück? Wieso kann ich nicht längst schon wieder die Energie aufbringen, die mir vor alledem zur Verfügung stand?“




Das tolle an der Herangehensweise meiner Therapeutin ist, dass sie mir hilft Fragen wie diese selbst zu beantworten. Das Ungleichgewicht meiner bisherigen Lebensweise hat mich erst in diesen Schlamassel geführt. Es ist wichtig nicht zurück, sondern nach vorne zu schauen und sich ein neues Gleichgewicht zu erarbeiten. Das ist ein anstrengender und langwieriger Prozess, der von Höhen und Tiefen geprägt ist und der Ausdauer und Geduld erfordert.

Eine Umstellung der Lebensumstände ist oft nicht leicht und geschieht nicht von Heute auf Morgen. Lasse ich aber das vergangene Jahr Revue passieren, dann sehe ich die vielen positiven Ergebnisse der Veränderungen, die ich oder wir als Paar und Eltern durchgeführt haben. Tage, an denen ich so richtig in den Seilen hänge, gibt es nach wie vor, aber sie werden immer seltener. Außerdem kann ich sie einordnen und weiß mit ihnen umzugehen. Der Prozess der Umstrukturierung kann auch Spaß machen und ich bin gespannt auf die Veränderungen, die uns noch bevor stehen.

Nachwort

Unterhalte ich mich über dieses Thema mit anderen Leuten, dann erfahre ich oft, dass entweder mein Gesprächspartner selbst oder eine Person aus seinem unmittelbaren Umfeld ebenfalls mit der Thematik vertraut ist. Von Hörensagen weiß ich, dass die Anzahl der an Burn-Out erkrankten Mitarbeiter in großen deutschen Konzernen jährlich Kosten in Millionenhöhe verursachen und stellt man weitere Recherchen an, dann wird man Deutschland als eines der Länder mit den meisten Burn-Out-Erkrankungen relativ weit oben in den Bestenlisten finden.

Zum Thema ‚Psychovegetative Erschöpfung‘ ist längst nicht alles gesagt und ich habe mir fest vorgenommen, weitere Artikel mit meinen Erfahrungen zu verfassen. Natürlich freue ich mich aber auch über einen Meinungsaustausch mit euch. Kommentiert daher gerne fleißig.

Warum du dir ein aufblasbares SUP kaufen solltest

Als ich vor etwa 20 Jahren in einer Bike-Zeitschrift eine Werbeanzeige für eine Wave-Sonderausgabe des SURF-Magazins entdeckte, war es um mich geschehen. Heute bin ich der Ansicht, dass jeder ein aufblasbares SUP haben sollte.

aufblasbares SUP - Inflatable SUP von Red Paddle Co

aufblasbares SUP – Inflatable SUP von Red Paddle Co

Ich wollte nichts anderes, als auf einem Surfbrett zu stehen. Ich fixte meinen besten Kumpel an und gemeinsam zog es uns an die deutschen Nord- und Ostseereviere, nach Frankreich, Holland, Dänemark und ja – damals war ich noch zu naiv, als das ich mir Gedanken darüber machen würde, dass das in der Weltgeschichte herumfliegen eine echte Umweltsünde ist – auch nach Marokko. Wir zogen uns an den Wochenenden zurück und guckten Surffilm nach Surffilm und welzten den Stormrider Guide oder andere Surf-Zeitschriften. Doch für uns war es ein unrealistischer Traum richtig surfen zu lernen. Weit weg von Wind und Wellen hatten wir einfach zu selten die Gelegenheit unserer Frohlockung intensiv nachzugehen und irgendwann verblasste die Sehnsucht. Bis vor einigen Jahren das Stand-Up-Paddleboarden wiederentdeckt wurde und man plötzlich, durch ein aufblasbares SUP, ganz ohne Wind und Wellen, auch auf stillen Gewässern surfen konnte.

Mein aufblasbares SUP von Red Paddle Co.

Aufblasbares SUP von Red Paddle Co

Aufblasbares SUP von Red Paddle Co

Ich erstand ein gebrauchtes aufblasbares SUP von Red Paddle Co. für etwas über 500,- EUR. Es handelte sich um ein 10.8 Fuß Inflatable Stand Up Paddleboard, das mich von nun an, hübsch verstaut in einem handlichen Rucksack, in jeden Urlaub begleitete. Samt Pumpe und Paddel.

Jeder sollte ein aufblasbares SUP haben

Ich empfinde das SUPpen gleichermaßen als Sport, aber auch als Entspannung. Es tut einfach gut entweder alleine oder auch mit mehreren auf einen See rauszupaddeln. Das sonst so lapidar daher gesagte ‚im Einklang mit der Natur‘ trifft in diesem Fall tatsächlich zu. Man gleitet entweder stressfrei über das Wasser oder legt einen Zahn zu, wenn man eher die sportliche Herausforderung liebt. Stand-Up-Paddleboarden ist leicht zu erlernen. Es gehört ein wenig Gleichgewichtssinn dazu und nach den ersten Paddelschlägen stellt sich relativ schnell Routine ein.

Ein aufblasbares SUP lässt sich bequem transportieren und überall mit hinnehmen. Im Kofferraum oder auf dem Rücken, in der Straßenbahn oder im Bus: Das nächste Gewässer kann so unkompliziert angesteuert werden. Windgeschützte Seen oder Kanäle sind hervorragend geeignet um ein aufblasbares SUP in aller Ruhe zu testen. Fließende Gewässer stellen je nach Strömung oder Wellengang eine größere Herausforderung dar.

Im Sommer habe ich das Board oft mit an der Nordsee. Schon bei geringem Seegang wird es deutlich schwieriger das SUP zu kontrollieren. Man steht nicht mehr entspannt, sondern in den Knien. Fehlt einem hierfür die Übung, brennen einem bereits nach wenigen Minuten gehörig die Oberschenkel.

Dein aufblasbares SUP: Kaufempfehlung

Ich kann Red Paddle Co als Marke grundsätzlich empfehlen. Mein Board war immer sehr nett zu mir, gutmütig und fehlerverzeihend. Hier bekommst du einen Eindruck von einem aktuellen Red Paddle Co-Board:

Dieses Set enthält das Red Paddle 10.8′ Board, Pumpe, Paddel und Tasche. Das 10.8. ist ein aufblasbares SUP für die ganze Familie.

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Zu den aktuellen Bestseller-Boards gehören die Bretter von Aqua Marina. Das Fusion ist ein aufblasbares SUP, das sich eher an Kunden mit kleinerem Geldbeutel richtet.

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Aktuell im Trend liegen aufblasbare SUPs, die eine Mastaufnahme ermöglichen. Das Santa Anna ist bspw. ein aufblasbares SUP, das außerdem zum Windsurfen genutzt werden kann.

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Leute mit professionelleren Ansprüchen kommen an Marken wie bspw. Naish nicht vorbei. Das Glide Air ist ein aufblasbares SUP für lange Touren, das außerdem familienfreundlich und leicht zu handlen ist.

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Fazit zum Thema auflasbares SUP

Das Stand-Up-Paddleboarden macht einfach jede Menge Spaß. Natürlich gibt es noch viele weitere Marken und Boards. Ich kann wirklich nur eine Empfehlung dafür aussprechen, das SUP-Feeling anzutesten, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet. Gerade wenn es darum geht sich Aufzuraffen oder in die Gänge kommen zu wollen, kann der SUP-Sport auch der ganzen Familie viel Vergnügen bereiten.

aufblasbares SUP

aufblasbares SUP

[Anzeige] Shiftphone und Fairphone 2 im Test

Wenn ihr meine Beiträge auf YouTube verfolgt (Abo lohnt sich), dann wisst ihr bereits, dass ich kürzlich sowohl das Fairphone 2 auspacken, als auch einen Shiftphone Test zuhause durchführen durfte. Beide Geräte wurden mir freundlicherweise von vireo.de zur Verfügung gestellt.

Grundsätzlich halte ich Smartphones für eine tolle Sache. Sie vereinen so viele Funktionen, die ich andernfalls auf verschiedene Geräte auslagern müsste. Kamera, Navi, MP3-Player, Taschenrechner, Taschenlampe, um nur ein paar wenige zu nennen. Aber Smartphones sind auch ein Ärgernis. Lassen wir mal Aspekte wie eventuelle Sollbruchstellen, Langlebigkeit und hohe Anschaffungskosten etc. außen vor, dann bleibt da noch das Problem des unter eher unsozialen Kriterien stattfindenden Herstellungsprozesses, sowie der unfair gehandelten Rohstoffe.




Dem versuchen die Hersteller von Shiftphone und Fairphone entgegenzuwirken. Wobei beide Firmen sich hierbei nicht als Konkurrenten sehen, sondern in gutem Kontakt stehen und gegenseitig in ihren Ideen voneinander profitieren.

Das Fairphone 2 – Testdaten

Fairphone 2 ReviewNachstehend die Besonderheiten des zweiten Socialphones. Die vielen weiteren technischen Details könnt ihr auf der Herstellerseite einsehen.

  • Auch im Fairphone sind Gold, Wolfram, Zinn und Tantal verbaut. Allerdings werden die Bezugsquellen dieser Mineralien transparent dargelegt und sichergestellt, dass sie unter fairen Bedingungen beschafft werden. Genauere Infos hierzu findet ihr auf der Fairphone-Webseite.
  • Das Fairphone lässt sich in diverse Einzelteile zerlegen und ist daher leicht zu reparieren. Dieses modulare Konzept ist bewusst so gewählt, da es die Geräte im Sinne der Nachhaltigkeit langlebiger machen soll. Die einzelnen Module können natürlich auch über vireo.de nachbestellt werden.
  • Zwei SIM-Karten-Slots.
  • 32 GB Datenvolumen inklusive. Erweiterbar mit diversen SD-Karten, meines Wissens mit bis zu 200 GB. Kompatibilität bitte bei Fairphone recherchieren.
  • Von Haus aus mit einem „Fallschutz“/Rundum-Case ausgestattet. Ein zusätzlicher Bumper ist also nicht erforderlich.
  • Android 6.0. Regelmäßige Software-Updates sollen ebenfalls zur Langlebigkeit des Gerätes beitragen.
  • 8 MP Hauptkamera, 2 MP Frontkamera
  • 5 Zoll Full-HD-Display (1080 * 1920)
  • Kostenpunkt: um die 520,- EUR (Stand Juni 2017)

Shiftphone Test und Daten

Shiftphone TestWie zuvor beim Fairphone ein paar interessante Fakten und dann ein paar Details zum Shiftphone selbst.

  • Auch hier zählt die Nachhaltigkeit, damit der Nutzer möglichst lange etwas von seinem Shiftphone hat: Der Speicher ist erweiterbar, der Akku ist einfach zu tauschen.
  • Reparaturen sind günstig, können aber auch selbst durchgeführt werden. Ersatzteile sind im Shop erhältlich, Videoanleitungen gibt es im Shiftphone-YouTube-Kanal.
  • Die Gewährleistung des Gerätes bleibt bestehen. Auch wenn man es aufschraubt oder rootet.
  • Nachweislich faire Löhne und Arbeitszeiten, keine Kinderarbeit, gute Arbeitsbedingungen.
  • Shiftphones sind frei vom Konfliktmaterial Coltan.
  • Sehr zu empfehlen ist der Shift-Report 2016. Hier findet ihr sämtliche Informationen darüber, was das Shiftphone zu einem fairen Produkt macht.
  • Ich habe als Testgerät das Shift 5.2 erhalten. Es gibt außerdem noch ein Shift 4.2 Smartphone und ein Shift 7+ Phablet. Ab 2018 sollen mit dem Shift6m und dem Shift6mq zwei weitere Shift-Smartphones erscheinen. Bereits für Herbst diesen Jahres ist ein 12″-Notebook angekündigt (Shift12).
  • 2GB DDR RAM +16 GB int. Speicher (erweiterbar: microSD: Support bis 64 GB)
  • Android Version 5.1
  • 5 MP Front- and 8MP Rückkamera
  • 5″-HD (1280*720p) IPS Display
  • neue, zweilagige Touch-Einheit + Gorilla-Glas
  • 2000 mAh Akku (wechselbar)
  • Maße: 144 x 72 x 7 mm, Gewicht: 140 gr
  • Dual SIM: normal und micro, parallel benutzbar
  • WIFI, Bluetooth, GPS
  • Sensoren: Proximity, G: Beschleunigung, Orientation
  • Anschlüsse: Standard micro USB (OTG), Kopfhörer
  • Kostenpunkt des Shift5.2 = nicht ganz 300,- EUR
  • Hier gelangt ihr direkt zur Shiftseite auf vireo.de

Shiftphone Test / Fairphone Test – Fazit

Mit diesen beiden Geräten bin ich quasi das erste Mal mit dem Android-OS in Berührung gekommen. Ich habe beide Geräte eingeschaltet, mich mit meinem Google-Konto registriert, durch die Anwendungen geklickt und das Handling getestet. Beide Geräte reagieren absolut zeitnah und zuverlässig. Die Touch-Displays verhalten sich so, wie ich es von meinem alten iPhone oder dem Lumia 640 gewohnt bin. Hier kann ich weder Vor- noch Nachteile feststellen.

Sympathisch und gut überlegt: Beide Phones kamen ohne Ladegerät, da die Hersteller davon ausgehen, dass sich bereits mehrere Micro-USB-Auflademöglichkeiten in unseren Haushalten befinden. Das spart natürlich Elektroschrott ein. Falls doch ein Ladegerät benötigt wird, kann dies natürlich über vireo.de bezogen werden.

Hinsichtlich des Betriebssystems möchte ich nicht weiter ins Detail gehen. Ich kann mir sehr gut vorstellen Android längerfristig zu nutzen, würde mich aber über Maßnahmen informieren, wie ich das Gerät vor Zugriffen von außen weitestgehend abschirmen kann. Das Fairphone bietet alternativ ein Fairphone OS das zwar auch auf Android basiert, aber ohne Installation diverser Google-Apps/-Services auskommt. Im Netz gibt es außerdem Anleitungen, wie sich andere Betriebssysteme wie bspw. Ubuntu Touch, Firefox OS oder auch Sailfish installieren lassen.




Für mich spielen bei Kaufentscheidungen auch Design und Haptik eine tragende Rolle und hier hat das Shiftphone nach meinem Ermessen einen deutlichen Vorsprung. Das Case des Fairphones wirkt einfach sehr plastisch, schlüpfrig und weniger hochwertig. Außerdem macht es das Gerät ziemlich dick und plumb. Das ein durchdachtes Design den Machern des Shiftphones sehr am Herzen liegt, merkt man sofort wenn man das Shiftphone in die Hand nimmt. Es ist schlank, wirkt sehr hochwertig verarbeitet und lässt sich auch ohne Case oder Bumper sehr gerne anfassen.

Shiftphone TestEin weiterer Pluspunkt für das Shiftphone ist der Hinweis auf der Rückseite des Gerätes:

„Smartphones can be timekillers. There ist no greater gift for you today, than the next 24 hours. Use them wisely. People are more important than machines.“

Also wenn einem bei so viel Wahrheit und Uneigennützigkeit nicht das Herz aufgeht… 😉

Ich konnte mich tatsächlich durch den Shiftphone Test ein wenig in das Gerät verlieben und da mich mein Lumia seit einigen Wochen immer häufiger im Stich lässt habe ich das Gefühl im Shiftphone mein neues Smartphone gefunden zu haben.

Was denkt ihr? Konnte ich euch von einem der beiden Geräte überzeugen? Oder habt ihr bereits Shiftphone oder Fairphone im Einsatz? Dann würde mich natürlich euer Feedback interessieren.

Abschließend noch mal die Info: Beide Geräte plus sämtliches Zubehör erhaltet ihr bei vireo.de, was ich euch als Bezugsquelle wärmstens empfehlen kann. Nachhaltiges Konzept, durchdachte Produkte, netter Kontakt. Unterstützenswert eben. 😉

Epilog zum Shiftphone Test: Ihr seid es nicht gewohnt bei mir als ‚Anzeige‘ deklarierte Texte zu lesen. Kooperationsanfragen zu Produkttests gehen i.d.R. von mir aus, weil mich die Produkte wirklich interessieren. Ich wollte also unbedingt diese zwei Smartphones testen und diesen Artikel schreiben. Dass sich vireo.de auf meine Anfrage hin bereit erklärt hat diesen Artikel zu finanzieren, freut mich natürlich als Blogger umso mehr!

Die besten COMICs! Meine Empfehlungen mit Gratis Comic-VERLOSUNG!

In meinem 4. YouTube-Beitrag stelle ich euch die besten Comics vor, die ich in den vergangenen Monaten gelesen habe. Vorweg der Hinweis zur im Video angesprochenen VERLOSUNG: Verhelft mir zu 50 YouTube-Abonnenten und ich verlose eines der vorgestellten Comic-Sammelbände unter den Kommentatoren dieses Videos. Zur Teilnahme also einfach den Kanal abonnieren, das Video über eure Netzwerke teilen und einen Kommentar zum Video verfassen, in dem ihr bekanntgebt, welches Comic ihr haben wollt.

Wie auch in der Videobeschreibung, nachstehend ein paar amazon-Links zu den vorgestellten Comic-Sammelbänden.

Die besten Comics: Mark Millars Kingsman!

Kingsman ist ein Spionagethriller in Comicform mit viel Witz bei gleichbleibend hohem Spannungsbogen. Wer auf James-Bond-Filme steht und mal ein Comic in diese Richtung lesen will, der ist mit Kingsman bestens beraten. Die Verfilmung fand ich überraschend gut gelungen und nahe am Comic. Der Hauptcharakter (Taron Egerton als Eggsy) im Film hat mir sogar fast noch besser gefallen als die Zeichnung im Heft. Nervig in der deutschen Synchronisation war allerdings Samuel L. Jacksons Gelispel.

Die besten Comics: Matt Fractions Hawkeye!

Matt Fraction ist derzeit IMHO einer der besten Geschichtenerzähler im Comicbuch-Genre. Seine Storylines sind so intelligent, angereichert mit Spannung und Humor… für mich aktuell unübertroffen. Der reduzierte Zeichenstil von David Aja trifft genau meinen Geschmack: Menschlich, realitätsnah, weder zu pompös noch zu superheldenhaft, irgendwie ungeschminkt sympathisch.

Die besten Comics: Kirkmans Thief of Thieves!

Über Kirkman muss man nicht viele Worte verlieren. Seine ‚The-Walking-Dead‘-Serie ist nicht nur bei Comiclesern in aller Munde. Auch Fernsehzuschauer, Buchleser und Hörbuchhörer kommen auf ihre Kosten. ‚The Walking Dead‘ habe ich nach weit über 100 Bänden abgebrochen. Die Fernsehserie schau ich aktuell auch nicht weiter. Keine Ahnung ob ich mir das noch mal antun werde. Trotzdem ist er ein begnadeter Storyteller. Selten habe ich so sehr auf Neuerscheinungen bzw. auf die Fortsetzungen von Comicserien gewartet, wie bei ihm. Inivincible ist eine tolle Serie von Kirkman. Haunt fand ich auch super. Thief of Thieves gefällt mir aktuell aber am besten.

Die besten Comics: Brian Michael Bendis‘ Powers-Serie!

Aktuell lese ich den zweiten Powers Band ‚Roleplay‘. Es geht um einen Cop und seine Partnerin, die im Bereich der Superheldenkriminalistik tätig sind. Bedeutet, sie ermitteln und recherchieren in Mordfällen bzw. Verbrechen die an (vermeintlichen) Superhelden verübt werden oder von solchen ausgehen. Powers nimmt meiner Meinung nach das Superhelden-Genre ein wenig auf die Schippe, allerdings nicht in dem krassen Ausmaß, wie Mark Millar das mit seiner Kick-Ass-Serie macht. Powers ist sympathisch, ich persönlich empfinde es als richtig stark gezeichnet und es fehlt an keiner Stelle an Spannung oder Humor.

 

Was sind eure Lieblingscomics?

Ich weiß, dass auch unter euch begeisterte Comicleser sind. Was habt ihr zuletzt gelesen? Was könnt ihr empfehlen und was sind eure Lieblingsautoren? Ich freue mich auf euer Feedback!

reduziert wohnen Teil 8 – Tiny House Baupläne, Treesign und OffGrid

Ohoho! Bereits den achten Artikel kann ich in meiner reduziert wohnen-Serie verzeichnen. Heute geht es um Tiny House Baupläne, einen sehr netten deutschen Bekannten der in Schweden Tiny Häuser baut und ein kleines Update zum Thema Earthships.

Da die Artikel 1-7 schon einige Zeit zurück liegen, hier ein kurzer Rückblick für diejenigen, die sich gerne noch mal durch die alten Beiträge wühlen wollen. Die Artikel sind gefüllt mit vielen externen Links und Informationen zu diversen Kleinhausbauern:

Treesign – Fabian baut Tiny Houses in Schweden

Während unserer skandinavischen Woofing-Expedition in 2014, durften wir u.a. für zwei Wochen Halt bei Fabian und seiner Familie machen. Es war eine richtig tolle Zeit, nicht nur weil wir die zwei Wochen in einem großzügig und komfortabel ausgestatteten Schäferwagen – mitten auf einer Schafwiese stehend – verbringen durften. Hier ein paar Eindrücke unserer damaligen Unterkunft:

Der Schäferwagen diente Fabian und seiner Frau damals als Übergangsunterkunft als sie beschlossen dauerhaft in Schweden zu bleiben und dort ein Wohnhaus sanierten. Als das Wohnhaus fertig war, wurde der Schäferwagen Gästen und Wwoofern zur Verfügung gestellt.

Heute vertreibt Fabian ökologisch nachhaltige und umweltbewusste Tiny Homes. Leider hat er selbst noch keine Internetpräsenz online, aber einige Impressionen findet ihr auf seiner Facebook-Fanseite Treesign – Tiny Homes of Sweden. Ich durfte mich seiner Bilder bedienen und zeige eine kleine Auswahl nachstehend:

Tiny House Baupläne

Ich stelle fest, dass die Nachfrage nach Tiny House Bauplänen relativ hoch ist und meine Seite hierüber auch immer wieder von Suchenden und Interessenten gefunden wird. Um hier einen Mehrwert zu schaffen, verweise ich auf die wohl ausführlichste deutsche Plattform rund ums Thema Tiny Houses: www.tinyhouse.de – Hier findet ihr eine Vielzahl an Anbietern, Tipps, zahlreiche Varianten und natürlich auch Informationen zu Bauplänen und und Grundrissen.

Fabian hatte damals allerdings auch ein paar sehr gut bebilderte Tiny-House-Bücher im Wohnzimmer liegen und ich meine mich daran erinnern zu können, hier ebenfalls Baupläne und Konstruktionszeichnungen gesehen zu haben. Hier einige Buchbeispiele:

 

Was ist eigentlich Off-Grid?

Fabians erstes Kundenprojekt, ist ein Off-Grid-Tiny-House gewesen. Das hat mich damals dazu veranlasst den Begriff genauer zu recherchieren. Laut wikipedia geht es beim Thema Off-Grid bzw. Off-the-Grid um eine selbstgenügsame Lebensweise, die nach Möglichkeit so autark wie möglich ist, also bestenfalls ohne die Abhängigkeit von öffentlichen Einrichtungen (Gas, Wasser, Strom) auskommen kann.

Off-Grid-World ist eine starke Facebook-Seite mit tausenden von Fans, die regelmäßig über die interessantesten Off-Grid-Projekte informiert, sowie wichtige Tipps und Anleitungen zum Selbsttest teilt. Das nur als kleiner Lesetipp zum Abschluss.

Wie sieht es bei euch aus? Kennt ihr Tiny-House-Projekte in eurem Umfeld? Wie ist der aktuelle Stand zum Thema in Deutschland? Nehmen die Projekte langsam zu? Ich freue mich auf euer Feedback und eure Kommentare!