Fernsehen für und mit Kindern

Das Serien- und Filme-Angebot für die jüngeren Generationen ist tatsächlich enorm. (Manchmal fragt man sich, warum das so ist…) Wir haben unser TV-Equipment glücklicherweise vor langer Zeit abgeschafft (Einer meiner ersten Blogartikel vor gefühlten zich Jahren: HowTo – Fernseher abschaffen und dennoch fernsehen. Unsere Kinder wachsen daher alle ohne Fernsehgerät auf. Was allerdings nicht bedeutet, dass wir bei uns kein Fernsehen konsumieren. Im Gegenteil. Ich bin selbst ein echter Möchtegernserienjunkie, was dieser Artikelserie deutlich zu entnehmen ist.

Aber ich gucke sehr bewusst und zielgerichtet fern und verschwende ungern meine Zeit mit aufdringlichen Werbeunterbrechungen. Und das Werbefernsehen ist etwas, was ich meinen Kindern unbedingt ersparen möchte. (Die Antwort auf ein Warum sollte ich mir als u.a.-Minimalismus-Blogger schenken können, vielleicht hierzu aber später noch mal mehr.) Zum Glück ist das Werbeaufkommen bei Streaming-Anbietern oder Video-Portalen wie YouTube noch relativ überschaubar. Trotzdem sitze ich i.d.R. in Reichweite um ggf. direkt auf den ‚Werbung überspringen‘-Button klicken zu können.

Nachfolgend eine erste Übersicht an Filmen und Serien, die wir unsere Kinder gucken lassen, die wir aber auch gerne mit ihnen gemeinsam sehen. (Die Bilder sind direkt mit den amazon-Produkten verlinkt. Diese Links entspringen meiner PartnerNet-Anbindung.)

Fernsehserien für die Jüngsten (Kinder bis 3 Jahre)

Klar. In dem Alter ist Fernsehen eigentlich absolut nicht erforderlich. Aber wenn die älteren Geschwister was gucken wollen und dabei kleinere Kinder anwesen sind, muss IMO etwas taugliches/unkritisches her. Hier sind mir gute/sympathische Charaktere wichtig, keine bösen/beängstigenden Gegenparts und natürlich gehaltvolle und lehrreiche Inhalte.

Kleiner roter Traktor: Der geht wirklich immer. Jan und sein kleiner Traktor erleben ‚aufregende‘ aber an Spannung zu verkraftende Abenteuer. Nichtzuletzt der Knetfigurenoptik ist ein entschleunigtes Fernsehgucken zu verdanken. Die Länge der einzelnen Folgen ist ideal für ’schnell mal zwischendurch was gucken‘.

Feuerwehrmann Sam: Eigentlich identisch zum kleinen roten Traktor, auch in Sachen Machart der Serie. Sehr sympathische Charaktere, die den Kids in spannenden Geschichten außerdem ein erstes Sicherheitsverständnis vermitteln. Gute Lerneffekte also. Achtung: Die ersten Staffeln sind in Knetfigurenoptik produziert worden. Später gab es neue Staffeln/Folgen, die als 3D-Serie zu sehen waren. Auch nicht schlecht, Geschmackssache eben.

Yakari: Die gute alte Zeichentrickserie, basierend auf den Comicbüchern von Texter André Jobin und Zeichner Claude de Ribaupierre, erfreut sich in regelmäßigen Abständen noch immer über neue Folgen, die KIKA inzwischen sogar in HD ausstrahlt. Die spannenden Storys vermitteln den Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Tier und Natur.

Helden der Stadt: Diese, mittlerweile viele Millionen Klicks aufweisende Serie,  wurde uns kürzlich von YouTube vorgeschlagen. Anfangs taten wir uns etwas schwer, aber mittlerweile können wir auch hier guten Gewissens einen Daumen nach oben zeigen. Der Schwerpunkt der Zeichentrickserie liegt auf dem Thema Freundschaft und liefert hier gute Impulse. Als Erwachsener habe ich Introsong und Machart zu Beginn als etwas gewöhnungsbedürftig empfunden, aber die Kids fahren voll drauf ab und da es so herrlich entschleunigt erzählt ist, setz ich mich gerne dazu.

Fernsehen für Kinder bis 6 Jahre

Bei den in dieser Kategorie vorgeschlagenen Sendungen setzt sich unser Jüngster (<3 Jahre) auch gerne mal dazu. I.d.R. ist das Format aber eher zu lang oder nicht bunt genug. Daher wendet er sich bereits nach ein paar Minuten häufig lieber wieder seinem Spielzeug zu. Trotzdem zählen für mich hier ebenfalls die oben bereits erwähnten Werte. Sympathisch, gehaltvoll, nicht beängstigend.

Astrid Lindgren: Ich kenne nicht viele Kindersendungen, denen ich als Erwachsener soviel Wahrheitsgehalt und gesellschaftliche Weitsicht entnehmen kann, wie den Büchern oder den Fernsehsendungen von Astrid Lindgren, allen voran den Pippi Langstrumpf-Geschichten. Aber auch die Kinder von Bullerbü, Michel aus Lönneberga oder auch Lotta aus der Krachmacherstraße sind tolle Filme, die ich selbst gerne mit den Jungs gucke, um für einen Moment der Geschwindigkeit des Alltags zu entfliehen.

Der kleine Eisbär: Den kleinen Eisbären Lars kennt man in Auszügen aus der Sendung mit der Maus. Aber auch die Kinofilme sind sehr zu empfehlen. Lars erlebt die unterschiedlichsten Abenteuer und begibt sich dabei immer wieder in die Nähe des Menschen, der auf verheerende Weise in die Natur des Nordpols eingreift.

Lassi: Diese neue Zeichentrickserie haben wir kürzlich auf amazon Prime entdeckt. Zoe lebt mit ihrer Familie und der Hündin Lassi in einem amerikanischen Nationalpark. Gemeinsam mit ihrem Freund Harvey erlebt sie die spannendsten Abenteuer. Ähnlich wie bei Yakari liegt auch in dieser Serie der Fokus darauf, Mensch und Natur schätzen und schützen zu lernen. An die Originalfilme von früher kann ich mich nicht wirklich erinnern… Gehören die eurer Meinung nach in diese Aufzählung? Oder eher zu melodramatisch?

Chi Rho: In dieser Serie versucht ein Mädchen ihren Vater zu finden, der über eine Zeitmaschine in die Vergangenheit gereist ist. Gemeinsam durchleben sie dort die Geschichten des alten und neuen Testaments. Schön, dass es eine kommerzielle Serie gibt (zuerst gesehen bei KIKA), die ein bisschen Bibelwissen vermittelt.

Der kleine Ritter Trenk (Serie): Den Kinofilm habe ich selbst noch nicht gesehen. Aber die Serie finde ich wirklich sehr gut. Der Zeichenstil unterscheidet sich von den meisten anderen aktuellen Serien. Ist aber total angenehm und schön anzusehen. Tolle fortlaufende Geschichte, nette Farben, tolle Haupcharaktere, Zusammenhalt und Freundschaft. Auch ganz gut finde ich Ritter Rost oder auch Mike der Ritter. Auch als Hörspiel zum Einschlafen zu empfehlen.

Petterson und Findus: Muss ich hier wirklich was zu schreiben? Jeder kennt den Schlapphut und den verzogenen Kater, oder? Beste schwedische Fernsehgeschichten! Auch sowohl als Buch oder Film zu empfehlen: Die Geschichten über Mama Muh.

Disney: …finde ich schwierig. Geschichten wie Tarzan, Dschungelbuch, König der Löwen gehen immer sehr krasse Verluste zu Beginn des Filmes voraus, die ich eigentlich als zu traurig und einnehmend für kleine Kinder empfinde. Auch, aber nicht ganz so dramatisch wird das Thema in den Filmen Rapunzel und Die Eiskönigin abgehandelt. Daher winke ich diese zwei Filme durch 😉 Nein. Ich bin nicht so der Disney-Gucker. Hier gibt es bestimmt noch viele weitere gute Empfehlungen. Einfach unten in den Kommentaren ergänzen.

Fernsehen für und mit Kindern zwischen 6 und 8 Jahren

Die letzte Stufe vor der FSK12-Abgrenzung. Dann kann ich mit dem großen endlich die alten James-Bond-Filme, Indiana Jones 3 und andere Filmgrößen gucken! 😉 Der große kommt abends schon mal mit runter und darf noch ein bisschen was gucken, wenn die kurzen im Bett sind. Harry Potter 1 (ab 6!) haben wir probiert, nachdem wir das Buch vorgelesen haben. War grenzwärtig. Zum mittlerweile auch nicht mehr ganz so neuen Karate Kid (auch ab 6), muss ich ihn regelrecht überreden. Echte Konfrontationen und Schlägereien sind noch ziemlich harter Tobak, denen er eher noch aus dem Weg geht. Hier daher seine Favoriten:

Dragons: Egal ob die zwei Kinofilme oder die dazugehörige Serie. Drachenzähmen leicht gemacht wird immer mal wieder gewünscht und ist ein echter Dauerbrenner. Guck ich auch gerne mit.

DinoTrux: Das Thema Dinos zieht sich bei uns nun schon über Jahre hin. Da gibt es viel was man zeigen und sicher auch empfehlen kann. In einem Land vor unserer Zeit, Im Reich der Giganten, aber eben auch die DinoTrux-Serie von Dreamworks. Zusammenhalt, Freundschaft, Rücksichtnahme. Prädikat: Durchaus unterhaltsam.

Lego (Chima): Lego gehört zu den Spielzeugherstellern schlechthin. Zu den einzelnen Produktserien keine TV-Sendungen bereitzustellen, wäre unterlassene Hilfeleistung. The LEGO Movie haben wir noch nicht gesehen. Ich hoffe auch drumrum zu kommen, da ich mir diese verbrickten Filme nicht so gerne anschaue. Bei Lego Chima hingegen, bekommt man kaum mit, dass es sich um eine Lego-Produktion handelt. Man achtet also weniger auf kleine Steinchen, sondert kann der im Fantasy-Genre angesiedelten Story gut folgen. Guck ich gerne mit.

Filme: Steht ein Popcorn-Kinoabend an, quälen wir uns meistens durch das breite Angebot und werden doch eher selten fündig. Was bei uns gut funktioniert hat sind Cars (Teil 1 und 2), Ice Age oder auch Nachts im Museum (Teil 1 und 2).

Fazit zum Thema Kinder und Fernsehen

Beim Erstellen der Liste sind mir immer wieder Sachen eingefallen, die wir auch schon angetestet haben (Chuggington, D’Artagnan, Dschungelbuch (Serie), u.v.m.). Vielleicht mache ich mir irgendwann mal die Mühe die Liste zu ergänzen. Gerne könnt ihr eure Vorschläge in die Kommentare posten, dann baue ich sie oben mit ein.

Review: Point Break

Seit mir vor ein paar Jahren die Info zu Ohren kam, dass einer der besten Filme des Surfkinos ein Remake erhalten sollte, freue ich mich auf einen gemütlichen Popcorn-Kinoabend zu Hause. Bin ja nicht mehr so der Filmegucker, aber für ein paar wenige Ausnahmen breche ich dann doch gerne die Regel. Wer allerdings für eine Qualitätseinstufung des Remakes das 1991er Original (Point Break – Gefährliche Brandung) von Kathryn Bigelow heranzieht, sollte sich vorab schon mal für einen weniger enttäuschenden Film danach entscheiden.

Im Original überzeugen Darsteller wie Keanu Reeves, Patrick Swayze, Garey Busey und Lori Petty, die damals schon echte Größen waren. Édgar Ramírez, Luke Bracey und Teresa Palmer aus dem neuen Streifen mag der eingefleischte Cineast zwar kennen, der breiten Masse aber eher weniger geläufig sein; was allerdings kein negativer Qualitätsfaktor sein muss.

Im ersten Point Break ist das FBI einer Diebesbande auf der Spur, die in der Kluft amerikanischer Ex-Präsidenten Banken ausraubt. Der frisch aus Quantico eingetroffene Agent Johnny Utah wird mit dem Fall betraut und in die örtliche Surferszene eingeschleust, da das FBI berechtigterweise in diesem Klientel die Gangster vermutet. Utah, körperlich zwar in bestechender Form aber alles andere als ein Extremsportler, erlernt mühsam das Surfen und schließt sich einer sympathischen Gruppe an, die von dem buddhistisch angehauchten Bodhi angeführt/inspiriert wird. Der hier aufgebaute Gewissenskonflikt, bestehend aus seiner Freundschaft zu Bodhi und dem Pflichtbewusstsein gegenüber dem FBI, bilden den Kern des Films.

Im neuen Film ist Utah bereits ein für seine YouTube-Veröffentlichungen angesagter und bekannter Extremsportler. Als er bei einem Unfall einen Freund verliert zieht er sich aus der Szene zurück und absolviert eine Ausbildung beim FBI. Während dieser Zeit findet eine Reihe spektakulärer Raubüberfälle statt. Utah tritt mit der Vermutung auf, dass es sich bei dieser Gruppe um Extremsportler handeln muss. Er erhält den Auftrag der Sache auf den Grund zu gehen und schafft es, sich der Gruppe um Bodhi anzuschließen.

Den weiteren Verlauf der beiden Filme möchte ich nicht vorwegnehmen. Der erste Film zählt zu den wenigen großen Surfpublikationen, die Hollywood hervorgebracht hat. Der zweite Film hat jedoch kaum noch etwas mit Surfen zu tun. Extremsportarten wie das Big Wave Surfen, Free Solo Climbing, Snowboarden oder Proximity-Fliegen werden hinzugezogen und das ist es auch, was den Film meiner Meinung nach sehr unrealistisch macht. Niemand kann all diese Dinge in Perfektion beherrschen, was bei Utah und Bodhi allerdings der Fall zu sein scheint. Die Story leidet unter der Zurschaustellung der Extremsportszenen, so dass der Gewissenskonflikt kaum zum Tragen kommt. Ein bisschen lächerlich fand ich die Adaption einiger Szenen aus dem Original. Im ersten Film entkommt Bodhi Utah, der daraufhin seine Waffe verfeuert. Gleiches passiert in Film 2, allerdings in einem anderen und sehr viel weniger komplexen Zusammenhang.

Naja. Mein Tipp daher: Unbedingt auch das Original ansehen, dem man wirklich kaum anmerkt, dass es bereits vor 25 Jahren in den Kinos lief.

 

Aktuelle Serienhighlights (Teil 3)

So. Abschließend der finale Artikel zu meinen aktuellen Serienhighlights. (Hier gehts zu Teil 1 und Teil 2). Vorweg schon mal ein kurzes Fazit: Mir ist aufgefallen, dass die Liste viel zu amerikanisch ist. Weil ich weiß, dass es gute europäische Alternativen gibt (bspw. die Brücke, Kommissarin Lund oder Luther), wird die nächste Serienliste bestimmt etwas abwechslungsreicher sein. Noch nicht gesehen aber auf der ToDo-Liste steht Breaking Bad und die Netflix-Serien Bloodline sowie Fargo. In letztere habe ich mal kurz reingeschaut und sie macht stark den Eindruck, als wenn sie sich sehr weit vorne einreihen wird. Aber jetzt zum Finale. Die Plätze 3 – 1:

Platz 3: Chicago Fire
Die Drama-Serie Chicago Fire erzählt die Geschichten der Feuerwehrmänner und -frauen des 51. Chicagoer Fire-Departments. Sowohl die täglichen Gefahren auf der Wache oder während des Einsatzes, als auch die vielen das Privatleben bestimmenden Faktoren. Die einzelnen Storylines umfassen einzelne, gerne aber auch mal mehrere Folgen oder aber ganze Staffeln. Bereits in der vierten Staffel hat mich bisher nicht eine Folge gelangweilt. Im Gegenteil: Die Spannung ist enorm und wird kontinuierlich aufrecht gehalten. Die Serie steht deswegen soweit vorne, weil wir sie beide total gerne sehen und anders als GoT, Vikings oder Banshee, nicht in erster Linie mein Interesse deckt. Super ist auch die Franchise-Idee der Produzenten. Mit Chicago Fire gestartet, gehören mittlerweile Chicago P.D., Chicago Med und Chicago Justice dazu. Die Handlungsstränge sind in Ansätzen miteinander verwoben und so tauchen Haupt- und Nebendarsteller aller Serien laufend auch in den anderen Franchise-Formaten auf. Kannte ich in dem Maße vorher noch nicht. Auch daher die gute Platzierung. Darüber hinaus sprechen ein weiteres Mal die vielen durchweg positiven Kundenrezensionen für sich.

 

Platz 2: Vikings
Vikings schaue ich erst seit Kurzem. Mittlerweile in Staffel 2 hat mich bisher jede Folge begeistert. Es gibt nicht viele Serien, die in Kino-Qualität auflaufen. Selbst Top-Quoten-Sendungen wie GoT merkt man an der ein oder anderen Stelle schon an, dass sie fürs Fernsehen produziert wurden. Vikings hat mich dbzgl. bislang nicht enttäuscht. Hinzu kommt, dass die Serie die unvergleichbare skandinavische Natur hervorragend visualisiert und mich daher ohnehin am Wickel hat. Vieles soll fiktiv sein, grob orientiert sich die Serie aber sehr wohl an historischen Begebenheiten. Die Story hat mich sofort an Stephen Lawheads Aidan oder auch an Jan Guillos Kreuzritter erinnert, mit die besten Bücher, die ich je gelesen habe. Etwas brutal zuweilen, aber das bleibt bei Wikingern wohl nicht aus… Aktuell bietet amazon die ersten vier Staffeln Prime-Mitgliedern kostenlos an.

Platz 1: All or Nothing
Über diese Sportdoku bin ich kürzlich zufällig beim Durchstöbern des amazon-Instant-Video-Apps gestoßen. Der Betrachter begleitet über 8 Folgen das NFL-Football-Team der Arizona Cardinals bei ihrem Versuch, in der Saison 2015/16 den SuperBowl zu gewinnen. Obwohl ich kein ausgewiesener Football-Fan bin hat mich die Serie ungemein gefesselt. Es ist Wahnsinn, was für ein Apparat hinter so einem Verein steht. Wieviel Trainer, Physiotherapeuten, Spieler und andere Personen involviert sind. Darüber hinaus die Komplexität des Spiels, das Studieren und Planen von Spielzügen. Natürlich wirft die Serie einen Blick hinter die Kulissen der Cardinals. Aber nicht nur das Unternehmen wird beleuchtet, auch das Privatleben einiger Spieler, Trainer und Manager wird dem Betrachter näher gebracht. All or Nothing für mich daher das beeindruckendste und auch bewegendste Serienereignis der verganenen Wochen. amazon-Prime-Kunden steht die Serie kostenlos zur Verfügung.

Meine aktuellen Serienhighlights (Teil 2)

Weiter gehts mit meinen aktuellen Serienhighlights. Im ersten Teil der Serienhighlights habe ich die Plätze 10 – 7 vorgestellt. Nachfolgend nun die Plätze 6 – 4. Noch einmal zur Erklärung: Diese Aufstellung orientiert sich nicht an aktuellen Sendeterminen. Auch ist sie keine Top-10 aller Serien, die ich jemals gesehen habe. Auch keine 2016er- oder 2015er-Liste. Es ist eine Übersicht der TV-Shows, von denen ich mir gelegentlich eine neue Folge zu Gemüte führe – entweder alleine oder gemeinsam mit meiner Frau.

Platz 6: Banshee – Small Town. Big Secrets
Banshee in die Liste mit aufzunehmen, kostete mich am meisten Überwindung. Die Serie ist brutal und erbarmungslos. Eine reine Männerserie, so liest man oft im Netz. Trotzdem ist die Story, wenn an manchen Stellen auch leicht überzogen, extrem spannend, die Charaktere sind super sympathisch und die Darsteller bestens gewählt. Ich finde häufig ist die Serienlänge ein Qualitätsmerkmal. Je weniger Folgen eine Staffel hat, umso besser die Serie. Banshee endet nach Staffel 4 und gerade mal 38 Folgen. Wirklich schade, weil ich gerne noch mehr über das Leben der ein oder anderen Person gesehen hätte.

Platz 5: Friday Night Lights
Go Panthers!! Friday Night Lights bildet die einzige Ausnahme in dieser Liste, wenn es um die Aktualität geht. Die letzte FNL-Folge der abschließenden 5. Staffel habe ich vor einigen Jahren gesehen. Trotzdem muss  sich bei mir irgendwie jede Serie mit dieser Football-High-School-Drama-Serie messen. Am meisten begeistern mich Geschichten, die das Leben schreibt, die realitätsnah und nicht überzogen sind. Genau das ist bei FNL der Fall. Es geht häufig, aber nicht ausschließlich um den begehrtesten Sport der USA. Das Schülerdasein, die familiären Verhältnisse, die Beziehungen unter den Spielern und zu anderen Schülern, die Konflikte mit denen sich Coach Taylor befassen muss, u.v.m. Peter Berg hat über fünf Staffeln hinweg Schauspieler aufgebaut, die man heute in Top Kinofilmen und anderen erstklassigen Serien bewundern kann. Die Serie basiert auf einer Bestsellerbuchvorlage von H.G. Bissinger und wurde ein paar Jahre vor Serienstart mit Billy Bob Thornton verfilmt.

Platz 4: The Good Wife
Über The Good Wife muss man wohl kaum weitere Worte verlieren. Bis jetzt hatten wir noch nicht die Gelegenheit uns der siebten und letzten Staffel zu widmen, aber es wird nicht mehr lange dauern. Bei uns kann es schon mal bis nach 21 oder sogar 22 Uhr dauern, bis wir uns vorm Notebook einfinden und eine oder mehrere Folge(n) anschauen. Einschlafen ist da bei mir unweigerlich vorprogrammiert. Egal ob Royal Pains, GoT oder was immer. Aber der Spannungsbogen der letzten Good Wife-Staffeln ist so dermaßen gespannt, dass ich gierig jede neue Folge verschlinge. Sehr hochwertiges Fernsehprogramm, was im übrigen auch Bewertungen und Auszeichnungen sowie Nominierungen bestätigen.

Soweit, so gut. Der finale Artikel ist bereits in Arbeit und erscheint in den nächsten Tagen. Ich wette keiner rechnet mit meinen Plätzen 3-1! 😉 – Schönen Abend euch!

Aus dem Leben eines Möchtegern-Serienjunkies – Meine aktuellen Serienhighlights (Teil 1)

Im Vergleich zu echten Serienjunkies ist fällt mein bzw. unser Serienkonsum vermutlich lächerlich gering aus. Trotzdem ziehe ich eine gute Folge am Abend gerne dem ein oder anderen Blockbuster vor. Schade eigentlich, wenn ich so drüber nachdenke… Früher hat man sich noch die Zeit genommen Filme zu gucken, die ja i.d.R. schon irgendwie hochwertiger/gehaltvoller sind, heute reduziert sich die Fernsehguckzeit auf ca. 45 Minuten. Aber gut, anderes Thema. Fangen wir an. Ich unterteile den Artikel in drei Teile. Nachfolgend also Teil 1: Die Serienplätze 10 – 7:

(Nachtrag: Inzwischen ist Teil 2 erschienen, der die Plätze 6-4 beinhaltet. Hier entlang…)

Platz 10: The Affair
Von der Serie The Affair habe ich erst ein paar Folgen gesehen. Auslöser war der Hauptdarsteller Dominic West, der schon in The Wire absolut überzeugte, sowie die Tatsache, dass amazon die Serie ihren Prime-Mitgliedern kostenlos angeboten hat. Es geht um ein Ereignis das im ersten Teil der Folge aus Sicht von Noah Solloway dargestellt wird. Etwa zur Hälfte der Episode erfolgt ein Schnitt und man durchlebt den ersten Teil erneut, allerdings aus Sicht von Alison Bailey, die das Geschehene grundsätzlich anders erlebt und wiedergibt. Ich bin sehr gespannt, wo das Ganze hinführen wird. Aber ich mag auch die Kulisse der Ausstrahlungsorte (Montauk, Long Island). Drei Golden Globe-Nominierungen für die erste Staffel sollten für sich sprechen.

Platz 9: Nashville
Die Dramaserie Nashville umschreibt das Leben einiger fiktiver Country-Sängerinnen und -Sänger, sowie deren familiäres und berufliches Umfeld. Mit Connie Britton und Hayden Panettiere in den Hauptrollen, aber auch weiteren Talenten wie Clare Bowen, Charles Esten, Jonathan Jackson und Sam Palladio, haben die Macher einen Cast zusammengestellt, der nicht nur professionell schauspielern, sondern darüber hinaus auch eine gewisse musikalische Klasse mitbringen muss. Auch wenn ich kein ausgewiesener Country-Music-Fan bin, mag ich (echt gemachte) Musik grundsätzlich und damit ist die Serie reichhaltig ausgestattet. Googlet man die Namen der oben genannten Schauspieler, findet man einige musikalische Perlen bei YouTube. Natürlich geht es aber auch um das Business der Musik-Labels, Songwriting, darum auf großen und kleinen Bühnen zu stehen, Intrigen, die in dieser Maschinerie gesponnen werden, Politik, funktionierenden aber auch vor dem Aus stehenden Beziehungen, usw. Auch hier sprechen die Golden Globe-Nominierungen und die vielen 5-Sterne-Bewertungen für sich.

Platz 8: Royal Pains
Henry „Hank“ Lawson ist wohl das, was man als MacGyver unter den Doktoren der Dramaärzteserien bezeichnen kann. Und damit ist fast schon alles gesagt. Durch eine umstrittende Entscheidung verliert Hank eine aussichtsreiche Position in einer der New Yorker-Top-Kliniken. Er verliert sich im Selbstmitleid, seine Verlobte verlässt ihn und schließlich landet er in den Hamptons, wo er sich gemeinsam mit seinem Bruder um die Wehwehchen der Schönen und Reichen kümmert. Die Charaktere sind sympathisch, das Ambiente schafft Urlaubsfeeling, einiges mag lehrreich erscheinen, vieles ist nett und witzig. Hochwertiges Berieselfernsehen, wenn man abends mal ein wenig schmunzeln und sich nicht dem psychedelischen Thriller-Genre hingeben will. Oft werdens bei uns sogar 2 oder 3 Folgen.

Platz 7: Game of Thrones
Ja, tut mir leid. GoT schafft es aktuell nur auf den 7. Platz. Den Serienplot werde ich nicht weiter erläutern, das würde hier den Rahmen sprengen. Bitte einfach anschauen, bei Wikipedia recherchieren oder besser noch: Die Bücher lesen. Die Serie ist der Hammer und ich kann den Hype darum auch sehr gut nachvollziehen. Aktuell gibt es aber andere Serien, die eher mein Interesse wecken. Zugegeben: Ich konnte mich bislang nicht durchringen die letzten beiden Folgen der sechsten Staffel zu sehen, obwohl ich weiß, dass hier noch einige entscheidende Dinge geschehen und obwohl ich die ersten 8 Folgen der aktuellen Staffel extrem spannend fand.

Soweit die Plätze 10 – 7. Kennt ihr die vorgestellten Serien? War was passendes für euch dabei? Was denkt ihr folgt im zweiten Teil (Plätze 6 – 4)?

Kürzlich gesehen in 2014 – Teil 1

ELYSIUM: actiongeladenes SciFi-Spektakel mit Matt Damon. Popcorn-Kino, interessante Storyline, spannende Zukunftsvision. Kann man mal sehen, aber IMHO kein MustSee. Ich fand den Trailer im Vorfeld etwas vielversprechender als der Film letztendlich wirklich war. (Link zum Film)

Besser gefallen hat mir PROMISED LAND, ebenfalls mit Matt Damon. Ist vielleicht aber auch eher mein Genre. Thematisiert wird das Thema Fracking in Form eines stark besetzten, informativen Spielfilms. Im Vorfeld habe ich mich eher weniger mit der Thematik auseinandergesetzt. Ich wusste nur, das Fracking als Methode zur Erdgasgewinnung nicht ungefährlich ist und einige prominente Gegner aufzuweisen hat. Der Film schloss meine Wissenslücken und bestätigte mir, dass es wichtig ist der Sache ein klares NEIN entgegenzustellen. MustSee. Bildungsfernsehen in Hollywood-Qualität. (Link zum Film)

Oh, und dann dieser hier: 127 HOURS! Ich hatte mir damals das Buch von Aron Ralston schenken lassen, war aber immer nur dazu gekommen, mir die krassen Bilder im Buchinneren anzuschauen, ohne seine Story zu lesen. Irgendwann wanderte das Buch dann auf den reBuy-Stapel und war wieder verkauft. Jetzt werde ich mir die Lektüre definitiv wieder zulegen. Der Film erzählt die wahre Begebenheit von Aron, der 5 Tage und Nächte in einem Canyon eingeklemmt verbringt, bis er die schwierigste Entscheidung seines Lebens treffen muss. Der Film ist ein unbedingtes MustSee und hat für mich persönlich Lieblingsfilm-Charakter. Nichtzuletzt auf Grund der beeindruckenden Kulisse und der schauspielerischen Großtat von James Franco. (Link zum FilmLink zum Buch)

Keiner ist besser mit Dokumentationen ausgestattet als Kollege Marc (@MSch78). Aktuell in meiner Playlist befinden sich Chasing Ice und The Cove. Auch nur mal reinschauen wollte ich in BLACKFISH, musste die Doku dann aber doch bis zum Ende gucken. Der Film beschreibt das unglaublich grausame Leben in Gefangenschaft gehaltener Killerwale/Orcas durch Institutionen wie bspw. SeaWorld. Ebenfalls ein unbedingtes MustSee. Schließt Bildungslücken, erweitert den Horizont, fördert ein bewusstes Leben und zeigt sehr schön, wie ignorant und hässlich wir Menschen mit dem umgehen, was uns anvertraut wurde. (Link zum Film)

Serientipps: Ja, was soll ich sagen. Schließlich habe ich mich dann doch dazu hinreißen lassen GAME OF THRONES zu gucken (Link zur ersten Staffel). Und ja, dieses Fantasy-Epos ist extrem unterhaltsam und hochwertig umgesetzt. Das Suchtpotential ist enorm, was meiner Meinung nach vom Autor völlig bewusst durch schier unglaubliche und untypische Wendungen des Plots hervorgerufen wird. Auch echt unterhaltsam: SONS OF ANARCHY. Von dieser Serie (Link) hätte ich ebenfalls nie gedacht, dass ich sie mal sehen würde, aber die ersten beiden Staffeln haben mich angenehm überrascht. Unterhaltsam, spannend, reißerische Cliffhanger. Besser als vieles, was sonst so im Spätprogramm zu finden ist. Eine definitive Anguck-Empfehlung bekommt DOWNTON ABBEY. Hochwertiges Bildungsfernsehen mit nachhaltigem Unterhaltungswert. (Link zur Serie)

Was läuft bei euch in letzter Zeit so über den Bildschirm? Freu mich über spannende Doku-, Serien- oder Spielfilm-Tipps.

LinkTipp: Wunderlist / DokuTipp: 37 Grad – Mensch Gottfried

Zwei kurze LinkTipps für euch:

  1. Einige hatten nach meinem letzten Beitrag zur AltersListenTechnik (ALT) gefragt, wie ich die einzelnen Dinge tracken würde. Nun, eine Möglichkeit ist die Wunderlist von den 6 Wunderkindern. Wunderlist ist eine ‚Free and Easy-to-Use‘-Task-Management-Software, die ich sowohl privat als auch beruflich bereits seit einigen Monaten im Einsatz habe. Die Anwendung ist kostenlos, intuitiv bedienbar, für nahezu jedes Gerät/Betriebssystem erhältlich, synchronisiert die Daten über die Cloud – was einen Zugriff auf die Tasks von überall möglich macht – und hat einfach ein gelungenes Layout.Meine ALT steht in der Wunderlist direkt unterhalb der Liste in der ich meine Ideen für zukünftige reduziert-leben-Artikel notiere und oberhalb der Liste in der ich Filmtitel eintrage, die ich irgendwann mal gerne sehen würde. Einen geschafften Punkt setze ich auf erledigt, Punkte die in nächster Zeit anstehen, favorisiere ich und Listeneinträge die über einen längeren Zeitpunkt andauern und bspw. Strichlisten beinhalten, pflege ich über das Notizfeld.

    Seit einigen Wochen gibt es von den 6Wunderkindern auch das Wunderkit, das ich allerdings bislang nicht testen konnte. Wenn ihr hierzu Erfahrungswerte habt, teilt sie mir gerne mit.

  2. Vor kurzem hat mich ein Arbeitskollege auf die 37 Grad-Sendung ‚Mensch Gottfried‘ aufmerksam gemacht (Danke Tommi). Eine ca. 40-minütige Reportage die ich wirklich empfehlen kann. Die Doku begleitet einen Aussteiger/Selbstversorger und ich finde, man stößt auf viele Wahrheiten. Ich persönlich kann mir eine so krasse Lebensumstellung nicht vorstellen. Aber ich finde seine Ansätze auf jeden Fall bedenkens- und bewundernswert. An dieser Stelle bin ich wirklich brennend an eurer Meinung interessiert. Freu mich daher sehr über euer Feedback.

Euch noch einen schönen Abend!!