Ohne Karte zahlen… Geht das?

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Das schöne an Verkäufen über Kleinanzeigen ist das häufig daraus resultierende Bargeld. So zumindest heute morgen seit längerem noch mal bei mir passiert. Eine alte Ofendusche wechselte für 50,- EUR den Besitzer. Der Werststoffhändler nahm mir anschließend ein paar Kupferrohrreste und anderes Altmetall ab, was die Kasse ebenfalls ein wenig lauter klingeln ließ. Dann allerdings ging es in den Supermarkt. Bei der Default-Ansage der Kassiererin (“Bar oder mit Karte?”) griff ich wie gewohnt zur EC-Karte. Dabei taxierte jedoch mein Blick das im Geldbeutel befindliche Bargeld, woraufhin ich widerwillig die Karte zurück in ihr Fach schob und mit den vorhin so hart erarbeiteten Geldscheinen zahlte.

Das beschäftigte mich auf der Rückfahrt. Es hätte mir sehr viel weniger ausgemacht, den Betrag im Supermarkt mit Karte zu bezahlen. Die Scheine ließen sich sehr viel schwerer aus der Geldtasche ziehen und am am liebsten hätte ich die Hälfte des Einkaufs wieder zurück ins Regal gestellt. Ist es tatsächlich so, dass das bargeldlose Bezahlen mit weniger Hemmungen verbunden ist? Ist das echte Geld “zu weit weg” und haben wir es deswegen ein wenig lockerer sitzen? 

Ich stelle oft fest, dass Dinge, die versuchen unser Leben bequemer und unkomplizierter zu machen, nicht wirklich auch immer zu unserem Besten dienen… Das bargeldlose Bezahlen macht vieles leichter und komfortabler. Es zieht uns aber auch sprichwörtlich das Geld aus der Tasche. Wir geben die Kontrolle ein wenig ab, nehmen etwas weniger den direkten Überblick in Kauf und stellen darüber hinaus im Netz die Informationen bereit, was wir wann und zu welchem Preis gekauft haben.

Für mich persönlich höchste Zeit ein kleines Experiment zu starten. Im Monat April möchte ich so selten wie möglich zur Karte greifen. Natürlich wird das anstrengend. Wie oft zahle ich Kleinstbeträge mit Karte, für die ich nun erst einen Automaten aufsuchen muss? Aber genau das könnte zu der Überlegung führen, lieber auf bestimmte Einkäufe zu verzichten.

Kurz: Wer macht mit? Und hat jemand eine Idee für einen Hashtag unter dem wir unsere Erfahrungen austauschen können? Vielleicht eine kleine Competition? Wer am seltensten mit Karte zahlt hat gewonnen? ;-)

Fazit zum #SugarFree-Projekt

Die erfolgreich abgeschlossenen 8 Wochen ohne Zucker liegen nun bereits seit zwei Wochen hinter mir. Und ehrlich: Nach Ablauf der Zeit habe ich wieder beherzt zugegriffen. Mittlerweile scheint es sich etwas einzupendeln und ich gewinne den Eindruck, dass ich im Schnitt zukünftig tatsächlich weniger Zucker konsumieren werde, als vor dem Projekt. Aber das Weniger ist überschaubar und das eigentliche Ziel des Projektes, die Gier nach diesem weißen Zeug spielerisch in den Griff zu bekommen, ist gnadenlos gescheitert.

Früher habe ich auf der Arbeit fast täglich eine Tafel Schokolade verdrückt. Bislang jedoch kann ich im Büroalltag weitestgehend auf den Süßkram verzichten. Nuss-Nougat-Cremes gehören für mich wieder fest auf den Speiseplan. Nicht übertrieben, aber ich genieße ab und an morgens mein Nut***a-Brot.

Ich glaube man kann den Hang/Drang zu Süßigkeiten nicht pauschalisieren. Es gibt viele Menschen die überhaupt keinen Bezug zu Schokolade und Gummibärchen haben (nachvollziehen kann ich das nicht), die stattdessen eher mal eine Tüte Chips/Flips verdrücken. Leuten mit dieser Veranlagung traue ich durchaus die erfolgreiche nachhaltige Umsetzung eines solchen Experiments zu. Als stressanfällige, nicht krisenfeste Person, greife ich sicher oft und vor allem auch aus mentalen Gründen zum Zucker. Warum dieses Zuckerverhalten und der Bezug zu Süßigkeiten bei vielen Erwachsenen total unterschiedlich ausfällt, ist sicher auch auf den Umgang mit Schokolade und Co in der Kindheit zurückzuführen.

Unterm Strich werde ich zukünftig hoffentlich weniger Zucker konsumieren. Nicht weil es mir jetzt leichter fällt, sondern weil ich gemerkt habe, dass sich die acht Wochen positiv auf Körper und Geist ausgewirkt haben.

Abgenommen habe ich in dieser Zeit übrigens ca. 2-3 Kilo, was ich als gesunde Gewichtsreduzierung einstufen würde. Leider hatte ich in dieser Zeit kaum Gelegenheit Sport zu treiben. Hier stelle ich fest, dass ich diesen Aspekt aus gesundheitlichen Gründen eher mal zum Thema machen sollte. Eine neue Experiment-Idee wäre daher acht Wochen mit mindestens 3x Sport die Woche, was allerdings aufgrund des komplexen und umfangreichen Zeitmanagements nur sehr schwierig umsetzbar sein sollte.

Arbeitet ihr daran bestimmte Verhaltensmuster zu verändern? Welche? Warum? Was für Experimente kommen hierbei für euch zum Tragen?

DIY: Bett selbst bauen

WP_20160120_16_33_33_ProWir hatten schon seit einiger Zeit den Plan unser Europalettenbett durch eine Alternative zu ersetzen. Unter den Paletten sammelt sich doch sehr viel Staub, Dreck und Kinderspielzeug an das man aufgrund des Unterbaus der Paletten auch mit dem Staubsauger nur sehr schwer drankommt.

Kurz vor Weihnachten überkam es mich dann ganz spontan. Bei der Sanierung unseres alten Klassenzimmers mussten wir eine neue Unterbodenkonstruktion aufbauen, von der ein paar Reste an Konstruktionsbalken übrig geblieben waren. Von den 12x12cm Balken fand ich noch 3 Stück in genau 2m Länge im Keller. Nochmal schön nachgeschliffen habe ich sie entsprechend auf Abstand gelegt, provisorische Stützen untergeschoben und zwei Lattenroste fest mit den Balken verschraubt. Im Sommer wird das Gestell noch mal auseinandergeschraubt, um die Balken besser behandeln/ölen zu können.

Bombenfest und sehr robust. Dagegen wirkt die Palettenlösung fast schon etwas kippelig. Die zwei Zwischenräume bieten genug Platz für Klamottenkisten (wer es braucht) und auch der Staubsauger kommt in jede Ecke. Alles in allem eine meiner Meinung nach sehr hochwertige, Reste verwertende, daher auch günstige Lösung, die uns auch auf anhieb gefallen hat. Ein Kopfende wäre noch wünschenswert, aber da wird sich auch noch was finden lassen.

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Wir sind das Problem! Emissionsarm fortbewegen in TWIKE, Carbike oder im OXC E-Mobil

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Bild mit freundlicher Genehmigung des Herstellers

EDIT: Ich habe diesen Artikel vor dem Bekanntwerden des VW-Abgas-Skandals begonnen zu schreiben. Die aktuellen Schlagzeilen geben den nachfolgenden Zeilen hoffentlich noch mehr Gewicht.

Seit ein paar Wochen fahren wir Bulli. Und ich glaube behaupten zu können, dass wir es alle schätzen und zukünftig nur noch ungern darauf verzichten wollen würden. Das Platzangebot ist überragend und nicht zu vergleichen mit bspw. einem Roomster, der vorher unsere Einfahrt schmückte und der für eine Familie größer zwei Kinder entschieden zu wenig “Room” bietet.

Ich genieße es Auto zu fahren. Je länger die Strecke umso besser. Hörbuch rein, Armlehnen runter, ein paar Kekse im Seitenfach und ich entspanne. Gemütlich über die Autobahn zu brummen, dem (schwedischen) Urlaubsziel langsam näher zu kommen… was kann es besseres geben?

Aber leider wird dieser Genuss bereits seit einigen Jahren von einem schlechten Gewissen überschattet. Greenpeace teilte kürzlich ein Video zur Ölbeschaffungsthematik in der Arktis durch einen großen, uns allen bekannten Ölkonzern. Unterwassersprengungen die über viele Meilen zu hören sind, führen zu massiven gesundheitlichen Eingriffen bei Walen und anderen Meeresbewohnern. Greenpeace fordert auf, Maßnahmen in Form von Online-Petitionen zu ergreifen, um die Ausbeutung der Arktis zu stoppen. Doch beim Betrachten der Bilder wurde mir mehr und mehr bewusst, dass ich es bin, der die Qualen der Tiere zu verantworten hat. Ich bin derjenige der regelmäßig zur Tankstelle fährt, Bedarf anmeldet und somit indirekt die Sprengungen beauftragt und den Tieren schadet.

Also, was ist zu tun? Meiner Meinung nach sollten Petitionen gestartet werden die ein Zum-Puren-Vergnügen-Auto/Motorrad-Fahr-Verbot oder ein Stop-Der-Urlaubs-Viel-Fliegerei erzielen. Wir zerstören die Umwelt oft aus purem Vergnügen, nicht aus Notwendigkeit. Selbst Letzteres lässt sich meiner Meinung nach nicht rechtfertigen.

Verzicht ist daher wohl die einzige echte Alternative. Da dieser Lösungsvorschlag jedoch nicht auf sonderlich großen Beifall stoßen wird, stoppe ich an dieser Stelle meine viel zu lange und emotionale Einleitung und kehre zum ursprünglich geplanten Anliegen dieses Artikels zurück: Die Vorstellung interessanter E-Mobilitätskonzepte die Aufzeigen, dass Fortbewegung mit etwas mehr Aufwand auch deutlich umweltbewusster stattfinden kann.

 

Das Twike

Bereits seit einigen Jahren träume ich davon, irgendwann mal ein Twike mein/unser Eigentum nennen zu können. Das Twike ist eine Art Autofahrrad, kommt dabei aber dem steinzeitlichen Konzept der flintston’schen Fortbewegung nicht wirklich nahe. Das Twike 3 erfreut sich bereits seit 20 Jahren einer stetig wachsenden Fangruppe. Das sich noch in der Entwicklungsphase befindende Twike 5 sieht einfach nur so rattenscharf aus, dass es mit Sicherheit die Massen begeistern wird.

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Links das Twike 5 bzw. der Twike 4-Prototyp, Rechts das Twike 3 – Bild mit freundlicher Genehmigung des Herstellers

Die Hersteller des Twikes behaupten, dass eigentlich alleine ihr Fahrzeug zurecht die Bezeichnung Sportfahrzeug tragen darf. Und das nicht zu Unrecht. Öffnet man die Haube eines Twikes, findet man im vorderen Bereich Pedalantriebe, sowohl für Fahrer als auch Beifahrer, die mit einem Elektromotor gekoppelt sind. Muskelkraft wird in Bewegungsenergie umgesetzt, was zum einen die Reichweite steigert und zum anderen Muskulatur und Kreislauf trainiert.

Abgase und Lärmbelästigungen treten beim Twike schlichtweg nicht auf. Je nach Energiequelle liegt die CO2-Emmission zwischen 2 und 5 g/km. Die Bestandteile sind größtenteils recyclebar und der Akku soll über eine extrem lange Lebenszeit verfügen und nach deren Ablauf einem metallurgischen Recycling-Prozess zugeführt werden.

Alles in Allem: Wow! Ein 8-Sitzer-Twike wird es wahrscheinlich nie geben. Aber wenn die Kids mal was größer sind, parken wir einfach eine Twike-Flotte, bestehend aus 3 oder 4 Fahrzeugen, bei uns im Hof. Der aus meiner Sicht einzige aber auch entscheidende Nachteil: Ein Twike ist nicht billig. Im Gegenteil. Entscheide ich mich für die Basisausstattung des Twike 3 stehen Kosten in Höhe von 26.830,00 € an.

Weitere Informationen zum Twike findet ihr auf der Seite des Herstellers oder auch bei Wikipedia.

 

Das CarBike

Bei der Suche nach bezahlbaren Alternativen zum Twike, bin ich lediglich auf Konzeptideen gestoßen. Sehr angetan bin ich bspw. vom CarBike-Projekt. Hier ist von einem Mensch-Maschine-Hybrid die Rede, der eine ähnliche Idee verfolgt, wie die Twike-Macher es tun. Grundlage für das Projekt war das Fahrrad. Dieses wurde erweitert um die Optionen E-Antrieb, Wetterschutz, Beifahrersitz und Transportmöglichkeiten.

Die Hersteller peilen einen Preis von ca. 4.000 Euro pro Fahrzeug an, was natürlich eine echte Alternative zum Twike darstellen würde. 3-5 ct/km für Batteriemiete und Strom nimmt man hierbei gerne in Kauf. Auf meine Anfrage an das CarBike-Team zum aktuellen Projektstand antwortete Herr Löhr: “Bislang ist es uns nicht gelungen, unser Fahrzeug in ein bezahlbares Produkt umzusetzen. Dies kann nur in industrieller Produktion gelingen und dazu fehlen uns die Mittel. Wir bauen zwar gegenwärtig an einem weiteren Prototypen, doch ist seine Fertigstellung nicht gesichert. Wir sind auch in Kontakt mit der Industrie, doch ist dies ein sehr zähes Geschäft. Den Menschen wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt aber keine Hoffnungen machen, dass man das Fahrzeug bald kaufen kann. Es ist auch möglich, dass wir das Projekt ganz einstellen werden.”

Schade. Einem guten Projekt, das sich positiv auf Gesundheit und Umwelt auswirken würde, fehlen anscheinend motivierte und begeisterte Partner sowie Geldgeber. Weitere Informationen zum CarBike findet ihr hier: www.carbike.de.

 

Das Onyx-Projekt

Vielversprechend klingt ein Osnabrücker Projekt das von der Firma onyx composites entwickelt wird.. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein Fahrzeug das zwei Passagieren Platz bieten soll. Stark genug und ausreichend geräumig um den Wocheneinkauf bewältigen zu können, trotz Pedale kein Fahrrad, trotz des E-Motors kein Auto, aus Hanf gebaut, usw. Laut einem Artikel der Osnabrücker Zeitung könnte das Projekt 2015 in Serie gehen. Die deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) scheint ebenfalls von der Idee begeistert und hat das Projekt bereits mit über 50.000 EUR unterstützt. Dem Endverbraucher soll das Vehikel für etwa 9.000 EUR verkauft werden. Demnach nicht viel teurer als zwei hochwertige E-Bikes.

 

Was denkt ihr?

Könnt ihr euch vorstellen in Twike, Carbike oder OXC E-Mobil durch die Stadt oder übers Land zu cruisen? Also ich bin begeistert. Da ich mich aufgrund unserer Situation immer mal wieder gezwungen sehe über einen Zweitwagen nachzudenken, wäre bspw. das CarBike eine tolle Alternative. Kennt ihr noch weitere Modelle, Projektideen? Die oben aufgeführten Konzepte stammen alle aus dem deutschsprachigen Raum. Andere Länder müssen hier doch auch aktiv werden…  Wenn ihr was wisst, schickt mir gerne eine Info damit ich die Liste entsprechend ergänzen kann.

Artikelserie – Emissionsarm fortbewegen Teil 3: Das Fahrrad

singlespeederNach meinem Alleingang (Artikel 1 zur Serie) und dem MICRO-Roller-Versuch (Artikel 2 zur Serie) nun also das Fahrrad. 😆

Um viertel vor sechs klingelt der Wecker. Kurz unter die Dusche, Sachen gepackt und in die Fahrradklamotten geschmissen. Da ich das Fahrrad bei der Mitfahrgelegenheit nicht auf dem Rücksitz verstauen kann, muss ich also morgens schon selbst fahren. Auf mich wartet ein fast zwanzig Jahre altes FOCUS Black Hills MTB, das ich vor Jahren mal in einen Singlespeeder (Eingangfahrrad) umgewandelt habe. [Ich hatte damals einen Bericht über einen Alpencrosser gelesen, der einmal quer über die Alpen gefahren ist, auf einem Singlespeeder. Das fand ich so reduziert, dass ich mein Rad ebenfalls umbauen musste.]

Um halb sieben trete ich in die Pedale. Wäre ich mit meiner Mitfahrgelegenheit gefahren, hätte ich vor 5 Minuten bereits die Tür zum Büro aufgeschlossen und säße jetzt an meinem Rechner. Stattdessen kurbel ich aus dem Dorf heraus. Um nicht zu viel Zeit zu verlieren wähle ich den direkten Weg über die morgens schon stark befahrene Hunsrück-Höhenstraße. Nicht so schön, aber auch weniger schweißtreibend. Schweißtreibend ist nicht unwichtig, da wir in der Agentur keine Dusche haben. Der Weg den ich vor einigen Wochen als Fußweg einschlug ist zwar schöner, aber auch länger und anstrengender.

Um kurz nach sieben bin ich in der Agentur. Zehn Minuten waschen, umziehen und den ganzen Kram wieder verstauen den ich dabei habe. Um etwa zwanzig nach sieben sitz ich am Rechner. Eine knappe Stunde später, als mit dem Auto. Da mir diese Stunde nachmittags fehlen wird, ist das schon mal ein deutlicher Nachteil gegenüber dem BeiAnderenMorgensImAutoMitfahren, aber gut. Dafür bin ich froh mich ein wenig an der frischen Luft bewegt zu haben und freue mich schon auf den Rückweg. Diese Freude überwiegt den Zeitverlust.

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Auf dem Rückweg nehme ich mir etwas mehr Zeit und baue zwei, drei Umwege in die Strecke ein, so dass ich etwas länger als eine Stunde unterwegs bin. Ich merke wie wenig ich diese sportliche Betätigung gewohnt bin und wie sehr mein Körper das vermisst hat. Zu Hause muss es dann ganz schnell gehen. Eine dicke Regenwolke hängt genau über der voll behangenen Wäscheleine und droht jeden Moment aufs heftigste Wasser zu lassen.

Alles in allem bin ich wider erwarten sehr zufrieden. Das Fahrrad bringt Unabhängigkeit, bewegt sich umweltbewusst und es tut gut wieder im Sattel zu sitzen. Trotzdem möchte ich in kommenden Artikeln zu dieser Serie weitere Alternativen testen, diese werden sich jetzt allerdings mit meinem Fahrrad messen müssen. Wobei ich an dieser Stelle noch mal hervorheben möchte wie wichtig es ist im Fahrradsektor nicht auf NoName-Produkte zu setzen. Gerade hinsichtlich meiner Gewichtszunahme in den letzten Jahren wär mir ein x-beliebiger Alu-Rahmen längst unterm Hintern weggebrochen.

Anstehender Test: Longboard-Paddeln mit Kahuna BigStick.

Wunsch-Tests: Twike, Renault Twizy, schönes neues Langbrett, E-Bike, E-Scooter, sonstige Elektromobilitäten (SoloWheel), Monsterroller

Habt ihr ein Produkt das ich testen soll oder eine Empfehlung, welches Produkt ich anfragen könnte? Dann immer gerne her damit. Bin offen für jede alternative Idee.

Artikelserie: Alternative Fortbewegungsmöglichkeiten Teil 2: Tretroller MICRO Flex Air 200

FullSizeRenderWillkommen zum zweiten Teil der Artikelserie alternative Fortbewegungsmöglichkeiten. Teil 1 über das zuFußzurArbeitgehen findet ihr hier.

Nach wie vor geht es mir darum, irgendwie von der Arbeit nach Hause zu kommen. Morgens nimmt mich eine Mitfahrgelegenheit mit, die ich nachmittags allerdings nicht in Anspruch nehmen kann. Da ich mich nicht abholen lassen will, suche ich Alternativen, um möglichst schnell die knapp 10 Kilometer zurückzulegen.

Zu diesem Zweck war vor ein paar Tagen also ein Paket von der Firma MICRO in der Post und plötzlich stand als Testgerät der MICRO Flex Air 200 bei uns im Flur. Luftbereifte Räder mit 200 Millimeter Durchmesser, das Ganze zusammenklappbar. Also kletterte ich morgens bei meiner Mitfahrgelegenheit ins Auto, den Roller kurzerhand auf die Rückbank gelegt. Da ich zuvor noch keine Gelegenheit hatte das Gerät zu testen, war ich umso mehr auf die Heimfahrt gespannt.

Zum Feierabend ging es also los. Vor mir lagen ca. 9 Kilometer Asphalt mit einer Steigung von knapp 100 Höhenmetern und anschließender Abfahrt, auf die ich mich am meisten freute. Die Sonne knallte, die Pollen verschleierten die Sicht. Für mich persönlich also nicht die besten Voraussetzungen für sportliche Betätigungen, aber das hatte ich ja auch nicht vor. Gemütlich nach Hause cruisen war der Plan.

Nach einigen hundert Metern standen mir jedoch die ersten Schweißperlen auf der Stirn. Wenn man diese tretrollerbedingte Tretbewegung nicht gewohnt ist, brennt einem nach kurzer Zeit der Oberschenkel. Zumindest erging es mir so. Wechselt man die Beine, brennen einem nach kurzer Zeit beide Oberschenkel.

Anstiege konnte ich teilweise daher nur schiebend überwinden. Flache Passagen mit entsprechender Anstrengung und auch auf Abfahrten musste nachgeholfen werden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass meinem fahrbaren Untersatz die Luftbereifung, obwohl prall aufgepumpt, im Wege stand. Zwar meisterte Der Roller komfortabel Unebenheiten im Asphalt und auch kleinere Stufen, abgesenkte Boardsteinkannten, aber er stand einfach sofort wieder wenn ich ihn nicht antrat und rollte nicht so schön aus, wie ich es erwartet hätte oder auch vom Skateboarden oder Inlinern kannte.

Alles in allem habe ich eine gute Stunde bis nach Hause gebraucht und war fix und fertig. Nix cruisen. Der MICRO Flex Air 200 ist ein super Gerät, keine Frage. Er ist auf Erwachsene ausgelegt, macht einen soliden und hochwertigen Eindruck. Man hat also kein Kinderspielzeug unter den Füßen. Für meine Zwecke scheint er allerdings nicht die optimalste Wahl zu sein. Für Lagerhallen, Parkplätze, kurze Wege in Städten: Hier scheint der Spaßfaktor garantiert. Um längere Strecken wie meinen Nachhauseweg zu meistern, werde ich allerdings noch andere Alternativen testen.

Auf dem Plan für die nächsten Artikel zur Serie stehen: Joggen, Radfahren, größere Tretroller oder auch ein Kickboard testen. Vielleicht werde ich mir auch mal einen Renault Twizy ausleihen, mal schauen.

Habt ihr noch kreative Ideen? Außergewöhnliche Verkehrsmittel, die das Auto vergessen lassen und sich umweltschonend fortbewegen lassen? Ich freu mich auf eure Vorschläge.

Kommt gut ins Wochenende!!

Artikelserie: alternative Fortbewegungsmöglichkeiten – Teil 1: Walk the Line

FullSizeRenderWenn ich eine Sache aktuell wirklich ganz dringend bräuchte, dann wäre das ein Auto. Unser Dorf hat sowohl Zigaretten- als auch Kaugummiautomat zu bieten, wenn wir darüber hinaus etwas benötigen, wird es ohne Auto schwierig. (Beides nicht so unser Ding Kaugummis/Zigaretten). In unserem Umfeld verfügt jeder Haushalt über mindestens zwei PKWs. Erwachsene Kinder erweitern den Fuhrpark durchaus schon mal auf vier und mehr Fahrzeuge, was durchaus auch im Dorfleben begründet liegt. Aus finanzieller Sicht bei uns jedoch gerade alles andere als realistisch und irgendwie sagt uns der gelebte Minimalismus, dass es auch anders _gehen_ muss.

Mit mittlerweile drei Kindern muss meine Frau zu Hause flexibel/beweglich sein, um im Notfall schnell reagieren und irgendwo hinfahren zu können. Kinderarzt, Kindergarten, usw. Ich habe es da deutlich einfacher und kann mir Alternativen einfallen lassen, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. In den letzten Jahren habe ich das über Mitfahrgelegenheiten und mit dem Fahrrad geregelt. Im Lauffieber der vergangenen Jahre bin ich das ein oder andere Mal auch nach Hause gelaufen, Erinnerungen daran habe ich allerdings aus meinem Gedächtnis verbannt.

Mitfahrgelegenheiten funktionieren gut, allerdings finde ich i.d.R. nur morgens jemanden der mich mitnehmen kann. Nachmittags muss ich mich dann doch wieder von meiner Frau abholen lassen, was gegenwärtig einfach eine Zumutung wäre. Fahrradfahren ist auch nur beschränkt toll. Zum einen klappt es nicht konsequent zu jeder Jahreszeit und zum anderen… ach, Ich mach es einfach die nächsten Tage nochmal und stell dann einen ‘Testbericht’ ein; passt ja zur Artikelserie.

Heute also mal die reduzierteste aller Varianten: Zu Fuß gehen. Da ich heute für den Hinweg keine Mitfahrgelegenheit habe, stehe ich ein bisschen früher auf und mache mich auf den Weg. Um sechs Uhr morgens hellt es bereits schön auf. Rucksack gepackt, Wanderschuhe geschnürt, jetzt nur noch drauf vertrauen, dass auf dem vor mir liegenden Waldstück keine brunftende Wildschweinsau meinen Weg kreuzt. Das Handy liefert mir ein paar statistische Daten, ermöglicht mir unterwegs schon mal diesen Artikel ein wenig vorzubereiten und unterstützt mich beim Hörbuch hören.

Mein Weg führt zwischen Ackern und Feldern hindurch, auf asphaltierten Sträßchen aus unserem Dorf heraus. Dann folgt besagter Waldabschnitt über einen breiten Forstweg, anschließend ein Stück Landstraße bis ins nächste Dorf, von wo aus eine ausgebaute Bahntrasse über einen Berg bis fast zur Agentur führt. Leider also fast zu 90% Asphalt. Ein Mehr an Waldwegen würde meinen Füßen sicher besser gefallen.

Unsere Agentur möchte im Juni an den 24-Stunden-Wandern-von-Rheinland-Pfalz teilnehmen. Ein bisschen Vorbereitung dafür habe ich dringend nötig. Folgendes habe ich hierfür schon mal gelernt:

  • Nicht nachdenken, einfach losgehen
  • Irgendwie lernen das Schwitzen zu unterdrücken
  • Keinen Wolf laufen
  • Unbedingt zwei verschiedene Socken anziehen!

Im Ort angekommen macht sich die mangelnde Kondition und das noch fehlende Frühstück bemerkbar. Bei Kilometer 9 bremst plötzlich eine Kollegin neben mir ab. Ich versuche mich hinter einigen Büschen zu verstecken aber sie sieht mich dennoch und so werde ich schließlich gezwungen, den letzten Kilometer in die Agentur zu fahren. ;-)  Neinnein, hab das dankbar angenommen.

Nur kurz für die Statistik-Liebhaber:

  • Distanz: 9,33 Kilometer
  • Dauer: 1:35 Std.
  • Durschnittliche Geschwindigkeit: 10:11 min/km bzw. 5,9 km/h
  • Höhenmeter: 82 (aufwärts), 84 (abwärts)
  • Hörbuch: Das Lied von Eis und Feuer (mindestens genauso gut wie die Fernsehserie!)

Soweit ein erster Test. Eigentlich plane ich mit einer Mitfahrgelegenheit am Morgen und teste verschiedene Varianten um selbst wieder nach Hause zu kommen. Die Firma Micro hat mir zu diesem Zweck schon einen Klapp-Tretroller versprochen. Diesen kann ich dann unkompliziert im Auto mitnehmen, nachmittags dann ausklappen und nach Hause rollen. Auch den Test mit dem Skateboard/Longboard werde ich wagen. Ggf. auch mal mit Stick (Landpaddling). Mal schauen was mir sonst noch so unterkommt.

Wie ist das bei euch? Wie weit habt ihr es bis zum Arbeitsplatz? Nutzt ihr öffentliche Verkehrsmittel, Mitfahrgelegenheiten, fahrt ihr mit dem Rad? Lasst uns ruhig mal ein bisschen sammeln… ;-)