Echtblog #3 – Über Katzen und Advertorials

Seit gestern leben wir also zu siebt in der alten Schule. 5 Leute, 2 Katzen. Genauer gesagt: Kater. Das witzige daran: Mamadenkt ist immer noch die einzige Frau im Haushalt. Keine Ahnung ob und wie wir das mal ändern könnten… 😉

Es ist echt witzig mit den beiden Katern. Sie sind noch sehr klein, verspielt aber auch noch sehr ängstlich. Wenn es ihnen tagsüber zu bunt mit unseren Jungs wird, verschwinden sie oben auf dem Speicher und lassen sich erstmal nicht mehr blicken. Aber jetzt sitzen wir hier (22:10 Uhr) und sie leisten uns im Wohnzimmer beim Blogartikelschreiben und Katalog wälzen Gesellschaft.

Warum schafft man sich Katzen an?

Zu unserer alten Schule gehört ein riesiges Grundstück, das wir uns nur sehr langsam, nach und nach und unseren Kräften entsprechend zurückerobern. Auch mit alten Schuppen und runtergekommenen Unterständen, in denen die Vorbesitzer diversen Krempel aufbewahrt hatten. Teilweise haben wir uns dieser alten Gebäude bereits entledigt und/oder versuchen sie neu aufzubauen. Zwar lebt in unserem Garten eine bunte Vogelvielfalt, aber uns sind eben auch schon andere Kreaturen über die Füße gesprungen, die man vielleicht nicht unbedingt in Hausnähe haben will. (Blaue, beharrte Riesen-Monster und grüne Glibberkugeln mit Zyklopaugen…).

Außerdem finden es die übrigen Katzen aus dem Ort ganz toll sich in unserem Garten breitzumachen und alles vollzu… ihr wisst schon. Daher hoffen wir, dass zwei mutige Kater hier ein wenig für Recht und Ordnung sorgen und den Durchgangsverkehr auf die öffentlichen Toiletten zwei Wiesen weiter deligieren werden. Außerdem ist es uns wichtig, dass unsere Kinder im Heranwachsen daran gewöhnt sind Tiere um sich zu haben und einen freundlichen und guten Umgang mit ihnen kennenzulernen.

Advertorial-Angebote und das liebe Geld

Seit einigen Tagen liegt eine Advertorial-Anfrage in meinem Posteingang. Ja, ich würde mein Bloggen sehr gerne mehr monetarisiert wissen. Für mich hat das Bloggen, obwohl es eigentlich eine große Leidenschaft ist, einen sehr niedrigen Stellenwert. Erst muss die Familie finanziert und versorgt werden. Alle anderen Ansprüche müssen sich hinten anstellen und kommen daher oft zu kurz (oder eben gar nicht). Gäbe es für mich als kleinen Blogger die Möglichkeit ein gewisses Income zu erzielen, würde das Bloggen in der Prioritätenliste – aufgrund dieser finanziellen Förderung – sofort nach oben rutschen.

Daher habe ich grundsätzlich kein Problem mit dem Einblenden von Werbebannern, bezahlten Anzeigen oder Produkttests, usw. Ich bin schon lange bei blogfoster.com und seedingup.de registriert, habe (boa, es stinkt so dermaßen wenn Katzen das Katzenklo nicht treffen…) hierüber aber bislang noch keine Blogpost-Aufträge erhalten. Vor einigen Tagen hat mich nun diese Advertorial-Anfrage über seedingup erreicht. 34,- EUR für einen bereits geschriebenen Text mit bereitgestelltem Bildmaterial und Vorgabe-Backlinks. Nicht viel, aber leicht verdientes Geld für maximal eine halbe Stunde Arbeit.

Trotzdem habe ich vorhin den Ablehnen-Button zur Buchungsanfrage geklickt und auf eine Veröffentlichung verzichtet. Wenn ich mich schon auf Anzeigen einlasse, dann habe ich auch den Anspruch authentisch zu sein. Die Aktion für vireo.de bspw. (Shiftphone Test) wollte ich unbedingt machen. Ich hätte den Artikel auch ohne Aufwandsentschädigung geschrieben, war dann aber doch froh, dass ich den Onlineshop zu einem kleinen Obolus überreden konnte.

Nature One

Wir wohnen in unmittelbarer Nähe zum Nature One-Gelände. Wie auch an diesem Wochenende ist es Jahr für Jahr ein Highlight mitzuerleben, wie zigtausende die Gegend bevölkern und die kleine Burgstadt (Kastellaun) mit so viel Großstadt-Flair beleben.

Was war heute/gestern minimalistisch/nachhaltig?

Ich habe an beiden Tagen auf ein warmes Mittag- bzw. Abendessen verzichtet und mich über ein belegtes Brötchen zu Mittag und Müsli zum Abend gefreut.

Echtblog #2 – Frikadellen statt Quarkbrötchen

22:00 Uhr. Schnell noch ein kurzer ‚Tagebucheintrag‘ und dann: Abschalten. Ein ähnlicher Tag wie gestern. Meine Frau brach um halb neun zur Arbeit auf und wir standen ohne Brot und Brötchen da. Weil ich mich dagegen wehrte einkaufen zu fahren, gab sie mir noch schnell den Tipp Quarkbrötchen zu backen. Nicht, dass ich das nicht schon mal gemacht hätte, aber diesmal wollte es nicht so recht klappen. Entweder war es das zu vollkörnige Schwedenmehl, zu wenig Backpulver oder die fehlende Brise Salz. Die Quarkies kamen nach 20 Minuten gut geröstet aus dem Ofen, rochen auch super, aber waren innen noch total roh (siehe Bild). Wieder in den Ofen, abwarten, rausholen, aufschneiden, roh. Wieder in den Ofen, abwarten, rausholen, aufschneiden, immer noch roh. Es gab dann kurzerhand Müsli zum Frühstück.

Hygge und Katzen

Wie im Tagebucheintrag gestern zu lesen, haben wir gestern eine große Aufräum- und Wegsortieraktion gestartet. Mit dem Ergebnis, dass selbst die Frau nach ihrer Rückkehr von der Arbeit (23:30 Uhr) zumindest ein bisschen angetan war. Heute ging es darum Vorbereitungen für zwei junge Kater zu treffen, die wir – wenn alles nach Plan läuft – morgen zu uns holen werden. Ein kleines Räumchen sollte dafür hergerichtet werden. Dem Raum fehlte allerdings ein Türblatt. Also habe ich kurzerhand an anderer Stelle eine ausgehoben, neue Scharniere in den Rahmen gedreht und die Tür eingehangen… Eigentlich uninteressant. Anderes Thema.

Eine kleine Konsumkatastrophe

Im Nachbarstädtchen hatte ein Spielzeugladen vor kurzem renoviert. Vom Ergebnis mussten wir Männer uns heute dringend mal überzeugen. K1 schleppte sein Taschengeld mit und entschied sich nach langem Hin und Her für einen Lego-Einkauf. (Wir oktroyieren unseren Minimalismus nicht unseren Kindern auf.) Zuhause wurde das kleine Raumschiff in kürzester Zeit aufgebaut und dann gab es plötzlich ganz viel Frust und Traurigkeit darüber, dass nun wieder ganz lange gespart werden musste, um den Lego-Ninjago-Bestand ergänzen zu können. Konsum macht glücklich, aber nur für einen relativ kurzen Moment. Nach dem Konsum ist vor dem Konsum.

Deutschland gegen Portugal

Zum Abendessen war die Frau wieder zurück. Wir drehten mit den Kids eine kurze Dorfspielplatzkontrollrunde bei der K1, K2 und ich auf dem Bolzplatz hängenblieben. K3 wollte auch, verließ aber unter Protest den Platz, als K2 ihm den sauber zurechtgelegten Ball wegschoss. Zu dritt spielten wir Deutschland gegen Portugal. Deutschland gewann das Spiel mit 5:3.

Niemalsland von Neil Gaiman

Als die drei wilden Kerle bettfertig waren machte ich mich (etwa gegen 21:00 Uhr) auf, um noch ein paar Sachen einzukaufen. Unterwegs hörte ich die letzten Minuten von Neil Gaimans Niemalsland. Es war mein erster Neil Gaiman-Roman. Ich hatte damals Whatever happend to the Caped Crusader (Batman-Comic von Gaiman) gelesen und wollte mir noch mal ein anderes Bild von dem Autor machen. Ich denke, dass in nächster Zeit kein Gaiman anstehen wird. Schade, weil eigentlich wollte ich die Serie American Gods schauen, zuvor aber Gaimans Romanvorlage lesen, aber da wird wohl nix draus.

Niemalsland ist zwar eine nette Geschichte, aber ich habe, im Gegensatz zu anderen Fantasy-Romanen, sehr lange gebraucht, um in die Story reinzukommen. Vieles ist sehr abgedreht und meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar genug umschrieben. Phantasie und Vorstellungskraft kamen bei mir einfach nicht so recht in die Gänge. Geschrieben ist es hingegen wirklich sehr gut. Die witzig anmutenden Stellen sind auch tatsächlich zu belächeln, die Brutalität habe ich allerdings als etwas überzogen empfunden. Der Vorleser Stefan Kaminski zählt zu den besten Lesern, die ich je gehört habe.

Was war heute minimalistisch: Weder Tür noch Scharniere für das Räumchen neu eingekauft, sondern den vorhandenen Bestand sinnvoll eingesetzt zu haben.

Was war heute nachhaltig: Das Spielzeuggeschäft befindet sich direkt neben einem FastFood-Restaurant, auf dessem Emblem ein goldener Springbrunnen zu erkennen ist. Wir waren zu viert. Zwei wollten hin, die anderen nach Hause. Wir sind nach Hause gefahren und haben dort dann lecker Mittag gegessen.

Tagebucheintrag Ende (22:38).

Echtblog #1

Kürzlich wurde mir noch mal bewusst, dass Blogs in ihrer ursprünglichen Form eigentlich nichts weiter als Onlinetagebücher gewesen sind. Natürlich gilt das auch heute noch. Wenngleich mittlerweile viele Blogs sehr themenspezifisch sind und mit Tagebüchern nur noch relativ wenig gemein haben. Manche Blogs sind zu großen Internetportalen herangewachsen, andere sind weit verbreitete Online-Magazine, Tutorial-Plattformen, Unternehmens-Blogs, usw. Mir ist aufgefallen, dass das SchaumImOhr-Blog ebenfalls kaum Tagebuch-Charakter hat. Daher starte ich die Kategorie Echtblog und nutze den August 2017 um einfach mal möglichst viele Tagebucheinträge zu hinterlassen. Ganz ohne SEO-Strategie und Hintergedanken zu den Themen Reichweite und Trafficgewinn 😉

Steuererklärung

Der Tag startete mit der Steuererklärung. Nicht etwa heute morgen, sondern bereits gestern abend. Um kurz vor 1:00 Uhr konnte ich die Erklärung online an das Finanzamt übermitteln und anschließend war erstmal schlafen angesagt. (Womit ich meine Steuererklärung mache? Verrate ich in den Kommentaren, wenn ihr mich fragt! 😉 )

4 Abrissbirnen

Der Wecker klingelte um 7:00 Uhr. Mamadenkt und ich ließen die Jungs schlafen und schlichen uns an den Frühstückstisch. Toll manchmal, diese Ferien 😉 Um 8:30 Uhr fuhr sie schließlich zur Arbeit und ich sah mich drei frech grinsenden Jungs gegenüber in deren Augen geschrieben schien: „Und was reißen wir heute ab?“ Ja, heute war einer dieser Tage…

Männersache

Wieder Frühstück, dann spielen, dann hoch in die erste Etage. Gestern meinte die liebe Frau bekümmert, es sei hier überhaupt nicht mehr richtig hygge. Überall stünde Krempel herum. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und zu viert starteten wir eine Riesenaufräumaktion ganz genauso, wie Männer das eben machen: Erstmal ein bisschen Fernsehen. (Bei Gewitter und strömendem Regen ein echter Genuss! Was wir gesehen haben? Verrate ich in den… ihr wisst Bescheid!)

Dann ging es los. K1 bekam ein neues Zimmer. Sehr klein. Und da er alles andere als minimalistisch veranlagt ist, eine echte Herausforderung für ihn. Aber er war super happy und ist stolz drauf, als erster von uns Fünfen ein eigenes Zimmer bewohnen zu können.

Das führte dazu, dass K2 sich sofort den ehemaligen Schlafplatz von K1 (oben im Hochbett) unter den Nagel riss und K3 sich seine Höhle im ehemaligen Schlafplatz von K2 (unterm Hochbett) einrichtete. Ja, und das war dann der Auszug von K3 aus dem Elternschlafzimmer… ;-(

Neue Lichtverhältnisse

Die ganze Güterverteilung sorgte jedenfalls für neue Strukturen, mehr Überblick und geordnete Verhältnisse. Ganz gewiss schon deutlich mehr hygge, als noch am Vortag. Und natürlich passte es dann wie die Faust aufs Auge, dass nachmittags der benachbarte Fensterspezialist an der Tür klingelte und die bestellten Plissees vorbeibrachte. Der neue blaue Rollo sorgt im Zimmer von K1 für ganz tolles Licht und nackt durchs Bad krabbeln müssen wir nach Einbruch der Dunkelheit nun auch nicht mehr.

Keller unter Wasser

Unsere zwei großen freuten sich schon tierisch darauf, nachmittags unsere Nachbarin besuchen zu können. Nach unserem Schwedenurlaub das erste Mal. Da sollte es eine Menge Redebedarf geben. Derweil besichtigten K3 und ich den Keller und stellten fest, dass durch das Unwetter der letzten Nacht irgendwo Wasser eingedrungen war. Kamin, Fenster, ich konnte die Stelle nicht auf anhieb bestimmen und stellte vorsichtshalber erstmal den Luftentfeuchter auf.

Dann nahmen wir uns noch mal die erste Etage vor, sorgten für den letzten Schliff – mit anschließendem Fernsehen – und holten die zwei großen zurück nach Hause. Abendessen, ein wenig in der neuen Ordnung spielen (1. Etage) und schließlich ins Bett. Erst K3 (das ging schnell), dann K2 und K1 (das… ging nicht so schnell). Jetzt sitze ich hier, 21:15 Uhr und schreibe diesen Artikel. Eine Stunde wird es mindestens noch dauern, bis die bessere Hälfte von der Arbeit kommt. Die große Frage, wie sie auf die vielen Veränderungen reagiert hat, beantworte ich im nächsten Echtblog-Post.

Auf mich wartet noch ein Rest Eis im Eisschrank. Dabei werde ich in eine neue Folge reinschauen. Ich schwanke noch zwischen House of Cards, Dexter oder Vikings… Tip?

Was war heute minimalistisch?

Das viele Aussortieren und neu ordnen!

Was war heute nachhaltig?

Das wir uns heute ausschließlich zuhause beschäftigen konnten und den Diesel-Bulli nicht hin- und herbewegen mussten.